Die
European-Q-School-Kampagne von Mason Whitlock nahm an Tag zwei eine unerwartet emotionale Wendung. Nach einer klaren Niederlage in den Letzten 128 folgte eine öffentliche Reaktion, die in der Darts-Szene schnell für Gesprächsstoff sorgte. Whitlock nutzte die sozialen Medien, um seinem Ärger Luft zu machen. Damit rückte weniger das sportliche Ergebnis als vielmehr der Tonfall danach in den Fokus.
Auslöser war das deutliche 0:5 gegen den Deutschen Robin Pietsch.
In seiner Instagram-Story schrieb Whitlock: „Ich habe in meinem Leben noch nie mit mehr Taktikspielchen und dreisteren Betrug erlebt. Peinlich, ehrlich gesagt.“ Die Worte verbreiteten sich rasch und gehörten zu den markantesten Reaktionen der frühen
Q-School-Tage. Entsprechend intensiv fiel die Diskussion in der Community aus.
Ein Lauf, der in den Letzten 128 endete
Sportlich hatte Whitlocks zweiter Turniertag solide begonnen. In den Letzten 512 setzte er sich mit 5:3 gegen Douwe van Kalkeren durch. Anschließend folgte ein souveräner 5:1-Erfolg über Stevie Moreira, der ihm den Einzug in die Letzten 256 sicherte. Dort bestätigte er zunächst seinen Aufwärtstrend und arbeitete sich weiter nach vorne.
In den Letzten 128 war dann jedoch Endstation. Pietsch erwischte einen starken Auftritt und ließ Whitlock beim 5:0 keine Chance. Die Hoffnung auf ein weiteres Vorankommen war damit abrupt beendet. Was bis dahin nach einem ordentlichen
Q-School-Tag ausgesehen hatte, kippte innerhalb weniger Minuten.
Die Enttäuschung über das Ergebnis war Whitlock deutlich anzumerken. Seine unmittelbare Reaktion nach dem Match verlagerte die Aufmerksamkeit schnell vom Oche ins Netz. Genau dort erhielt das Geschehen eine zusätzliche, emotionale Ebene.
Pietsch mit starkem Tag, Whitlock vorzeitig raus
Während für Whitlock Schluss war, setzte Pietsch seinen Lauf fort. Der Deutsche spielte sich bis in das Finale vor und gehörte zu den großen Überraschungen an Tag 2. Erst dort stoppte ihn der Niederländer Davy Proosten mit einem klaren 5:0.
Für Whitlock endete das Turnier dagegen bereits in der Runde der Letzten 128. Sein Fokus verschob sich zwangsläufig weg vom sportlichen Geschehen hin zur öffentlichen Debatte um seine Aussagen. Diese verliehen der ohnehin aufgeheizten
Q-School-Atmosphäre zusätzliche Brisanz.
Ein neues Kapitel unter besonderer Beobachtung
Als Sohn des zweimaligen WM-Finalisten Simon Whitlock steht Mason Whitlock seit jeher unter erhöhter Beobachtung. Der bekannte Nachname bringt Erwartungen mit sich, gerade auf einer Bühne wie der
Q-School. Tag zwei zeigte dabei beide Seiten dieses Drucks: sportlichen Fortschritt und emotionale Überforderung.
Die laufende European
Q-School ist für Whitlock damit noch nicht abgeschlossen, wohl aber dieses Turnier. Sein Aus wird nicht nur wegen des Ergebnisses in Erinnerung bleiben. Auch die Reaktion danach hat Spuren hinterlassen und verdeutlicht, wie gnadenlos dieses Qualifikationsformat sein kann, wenn Nerven, Ambitionen und Enttäuschung aufeinandertreffen.