„Wenn es 2000 Pfund gewesen wären, wäre ich wohl gekommen“ – Vincent van der Voort erinnert sich an kuriose PDC-Strafe

PDC
durch Nic Gayer
Sonntag, 09 August 2026 um 10:00
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Vincent van der Voort machte während seiner langen PDC-Karriere mehrfach Bekanntschaft mit der Disziplinarkommission. Der Niederländer war nicht unbedingt dafür bekannt, sich stets widerspruchslos an sämtliche Vorgaben zu halten, und musste deshalb im Laufe der Jahre auch die eine oder andere Geldstrafe bezahlen. Im Podcast Darts Draait Door blickt van der Voort mit reichlich Humor auf einige dieser Geschichten zurück. Besonders kurios war eine Geldstrafe in Höhe von 250 Pfund.
Für die Einhaltung der Regeln und mögliche Sanktionen gegen Spieler ist innerhalb des professionellen Dartsports die Darts Regulation Authority (DRA) zuständig. Van der Voort musste sich während seiner Laufbahn gleich mehrfach mit der Disziplinarkommission auseinandersetzen – und hat selbst eine augenzwinkernde Erklärung dafür, weshalb es ihn vergleichsweise häufig erwischte.

Van der Voort scherzt über DRA-Strafen und Michael van Gerwen

„Wahrscheinlich können sie mein Gesicht nicht leiden, das könnte gut sein“, scherzt van der Voort. Aus seiner Sicht wurden allerdings auch nicht sämtliche Spieler immer gleich behandelt. Dabei verweist der ehemalige Profi mit einem Augenzwinkern auf seinen Landsmann Michael van Gerwen. „Van Gerwen bekommt fast nie Strafen. Irgendwie hält man bei ihm die Hand über den Kopf. Das ist von Anfang an so. Ich brauche nur jemanden anzuschauen und schon ist es nicht in Ordnung. Dann bekomme ich wieder eine Strafe“, so van der Voort.
Vincent van der Voort in Aktion.
Vincent van der Voort geriet während seiner langen PDC-Karriere mehrfach mit der Disziplinarkommission aneinander – an eine 250-Pfund-Strafe erinnert er sich besonders gerne zurück.
Die wohl bemerkenswerteste Anekdote handelt jedoch von einer Sanktion während der Corona-Zeit. Unter den damaligen Bedingungen liefen zahlreiche PDC-Turniere anders ab als gewohnt. Unter anderem standen nicht immer offizielle Schreiber zur Verfügung, weshalb die Profis nach ihren eigenen Partien teilweise selbst am Board bleiben und das folgende Match schreiben mussten.

„Ich sagte, ich komme gleich“ – und blieb im Hotelzimmer

Genau diese Verpflichtung wurde van der Voort nach einer Niederlage zum Verhängnis. Der Niederländer hatte sich bereits auf sein Hotelzimmer zurückgezogen und nach eigener Aussage schlicht vergessen, dass er anschließend noch ein anderes Match schreiben sollte. „Ich habe einmal eine Strafe von 250 Pfund bekommen, weil ich bei einem anderen Match nicht geschrieben habe“, erinnert er sich. „Das war in der Corona-Zeit und die PDC hatte bei den Turnieren keine eigenen Schreiber. Wir mussten das als Dartspieler selbst übernehmen.“
Nach seinem verlorenen Match hatte van der Voort allerdings andere Pläne. Er ging zurück in sein Hotelzimmer und wollte sich dort ausruhen. Erst der Anruf eines Offiziellen erinnerte ihn daran, dass seine Arbeit an diesem Tag eigentlich noch nicht beendet war. Zurück in den Spielsaal schaffte es der Niederländer trotzdem nicht mehr.
„Ich hatte verloren und es schon wieder vergessen. Ich lag bereits in meinem Hotelzimmer, als so ein Offizieller anrief, dass ich schreiben müsse. Ich sagte, ich komme gleich, und bin einfach liegen geblieben“, erzählt van der Voort.
Welche Konsequenzen seine Entscheidung haben würde, war ihm zu diesem Zeitpunkt durchaus bewusst. Van der Voort wusste, dass ihm eine Geldstrafe drohte, und wog offenbar ganz pragmatisch zwischen einer Rückkehr in den Spielsaal und der zu erwartenden Sanktion ab. Bei einer Strafe von 250 Pfund fiel ihm die Entscheidung nicht besonders schwer.
„Ich wusste ohnehin, dass ich diese Strafe bekommen würde. Es waren ja nur 250 Pfund. Wenn es 2000 Pfund gewesen wären, wäre ich wahrscheinlich schon von meinem Zimmer gekommen“, sagt der Niederländer lachend.
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