Die enorme Breite an Qualität innerhalb des aktuellen PDC-Circuits wurde am vergangenen Wochenende bei den Austrian Darts Open erneut deutlich. Mit Josh Rock als Sieger dieses sechsten
European Tour-Turniers des Jahres 2026 steht der Zähler inzwischen bereits bei stolzen 25 verschiedenen Spielern, die in dieser Saison mindestens ein ProTour-Finale erreicht haben.
Diese Zahl unterstreicht, wie außergewöhnlich kompetitiv das Dartsjahr 2026 verläuft. Nach zwanzig ausgetragenen ProTour-Turnieren – vierzehn Players Championships und sechs European Tour-Events – gibt es kaum Dominanz durch eine feste Elitegruppe. Nahezu jede Woche tauchen neue Namen in Finals auf, während etablierte Topspieler regelmäßig frühzeitig scheitern.
Nijman unumstrittener Primus
Dennoch hat sich in den vergangenen Monaten ein Spieler deutlich vom Rest abgesetzt:
Wessel Nijman. Der 25-jährige Niederländer erlebt eine sensationelle Saison und darf sich inzwischen ohne Diskussion der
König der ProTour nennen. Nijman gewann in diesem Jahr bereits so viele Rankingtitel wie die drei Spieler direkt hinter ihm in der Ehrenliste zusammen. Damit zeigt der junge Niederländer, dass er nicht länger nur als Talent gesehen werden darf, sondern inzwischen tatsächlich zur absoluten Spitze des Profi-Darts gehört. Auch bei den kommenden Majors muss mit ihm gerechnet werden.
Während viele Spieler schwankend auftreten, gelingt es Nijman, Woche für Woche ein hohes Niveau zu erreichen. Besonders sein konstantes Scoring und seine Abgeklärtheit in den entscheidenden Momenten stechen heraus. In der Dartswelt wächst dadurch immer mehr der Respekt für den Niederländer, der sich im Eiltempo zu einem festen Anwärter auf große Titel entwickelt.
Hinter Nijman finden wir Gerwyn Price auf Platz zwei. „The Iceman“ gewann in diesem Jahr sowohl ein Turnier der Players Championships als auch ein Event der European Tour. Zudem erreichte er auf beiden Circuits jeweils noch einmal das Finale.
Die Top Drei werden durch Chris Dobey komplettiert, der in diesem Jahr bereits zwei Players Championships für sich entscheiden konnte und zudem noch ein weiteres Finale auf demselben Circuit verlor.
Kevin Doets hat eine besonders erfolgreiche Woche hinter sich
Die Woche des Doets
Auffälliger Neuzugang in dieser Liste ist Kevin Doets. Bis vergangene Woche hatte er noch nie ein Finale auf der
Pro Tour erreicht, doch der 28-jährige Niederländer änderte das mit einem Titel beim
Players Championship 13 und einem Finaleinzug bei den Austrian Darts Open.
Gleichzeitig zeigt die Rekordzahl an unterschiedlichen Finalisten vor allem, wie klein die Margen mittlerweile innerhalb der PDC sind. Eine schwächere Session oder ein paar verpasste Doppel können ausreichen, um einen Topfavoriten frühzeitig aus dem Turnier zu nehmen. Dadurch erhalten auch aufstrebende Spieler immer häufiger Chancen, den Durchbruch zu schaffen.
Mit noch einem großen Teil der Saison vor der Brust verspricht der Kampf um die ProTour-Titel nur noch spannender zu werden. Die Frage ist inzwischen nicht nur, wer die Majors gewinnt, sondern vor allem, ob es jemand schafft, die beeindruckende Konstanz von Wessel Nijman zu durchbrechen.