Liam Maendl-Lawrance scheitert zum Auftakt der WDF-Weltmeisterschaft an Sybren Gijbels; Schnier unterliegt gegen Brandon
WDF
Als einziger deutscher Spieler startete Liam Maendl-Lawrance am Mittwochnachmittag in die WDF-Weltmeisterschaft 2024. Zum Auftakt traf der 20-jährige Münchener auf den Belgier Sybren Gijbels.
Nach einem durchwachsenen Start ins Match sicherte sich Gijbels das erste Leg mit einem 19-Darter. Ein weiterer 19-Darter bescherte Maendl-Lawrance allerdings wenig später den 1-1-Ausgleich. Mit einem Maximum zum Start des dritten Legs erhöhte Gijbels die Schlagzahl, ehe er in 14-Darts auf 2-1 davonzog. Mit einem 80er-Checkout in 15 Darts brachte Maendl-Lawrance den ersten Satz wieder in die Waage. Dennoch wanderte der erste Satz nach einem weiteren 19-Darter auf das Konto des Belgiers.
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Zu Beginn seines Anwurf-Satzes profitierte Maendl-Lawrance von drei verpassten Doppel-Darts seines Gegners, die er mit einem 21-Darter zur 1-0-Führung ausnutzte. Trotz einer Menge Scoring-Druck seines Gegners, der zwischenzeitlich zum 1-1 in den Legs ausgeglichen hatte, stellte Maendl-Lawrance seine Nervenstärke unter Beweis und sicherte sich mit einem Treffer auf der Doppel-19 die 2-1 Führung in Satz zwei. Mit einer starken 140 brachte sich der Deutsche im Anwurf-Leg seines Gegners zurück ins Geschäft und belohnte sich abschließend dank eines 40er-Checkouts mit dem 1-1-Satzausgleich.
Beide Spieler hatten auch zu Beginn des dritten Satzes mit ihren Darts zu kämpfen. Nach einigen Doppel-Fehlern kam Maendl-Lawrance in 22 Darts zu einem wertvollen Break. Obwohl sich Gijbels umgehend Chancen auf ein Rebreak erspielte, scheiterte der Belgier ein ums andere Mal auf dem äußeren Ring. Maendl-Lawrance wusste seinen Gegner erneut zu bestrafen und erhöhte auf eine 2-0-Legführung. Gijbels verkürzte nach weiteren immensen Doppelproblemen auf 1-2, scheiterte jedoch aufgrund weiterer Doppelfehler am Versuch ein Rebreak zu erzielen. Maendl-Lawrance stellte seine spielerische Ruhe unter Beweis, als er 80 Punkte in zwei Darts checkte und auf 2-1 in den Sätzen stellte.
Gijbels erwischte den besseren Start in Satz vier und breakte seinen deutschen Gegner mit einem 112er-Checkout nach 21 Darts. Gemessen an den vorherigen Problemen auf dem äußeren Ring spielte sich Gijbels jetzt in einen kleinen Rausch: Der Belgier ließ ein weiteres Highfinish folgen und checkte 114 Punkte zur 2-0 Führung in den Legs. Mit einer 180 zu Beginn des dritten Legs verschaffte sich Maendl-Lawrance einen komfortablen Vorsprung, den er abschließend mit einem 20er-Checkout zum 1-2 Anschluss nutzte. Doch Gijbels stellte im eigenen Anwurf seine Scoring-Stärke unter Beweis und spielte sich mit Scores von 135 und 180 nach 9 Darts in den Finish-Bereich. Passend zu seinem Horror-Tag auf den Doppeln sicherte sich Gijbels abschließend auf der Doppel-1 den 2-2-Satzausgleich.
Der entscheidende fünfte Satz war ein Anwurfsatz des Belgiers, den Gijbels nach einem 48er-Checkout in 17 Darts mit 1-0 anführte. Erneut profitierte Gijbels von seinem stärkeren Scoring und erspielte sich zwei Breakchancen auf der Doppel-20 und Doppel-10. Erneut ließ der Belgier wertvolle Darts liegen, sodass Maendl-Lawrance auf der Doppel-20 zum 1-1 ausgleichen konnte. Mithilfe einer weiteren 180 behielt Gijbels auch im dritten Leg alles unter Kontrolle und ging mit einem Treffer auf der Doppel-5 mit 2-1 in Führung. Der Belgier stahl dem Deutschen auch im vierten Leg des Satzes durch sein Scoring die Show und sicherte sich mit einem abschließenden 48er-Checkout den 3-2-Sieg.
Im Achtelfinale bekommt es Gijbels mit Jason Brandon zu tun. Dem Amerikaner gelang in der zweiten Runde ein überzeugender 3-0-Sieg gegen den Österreicher Hannes Schnier.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







