In der De Bonte Wever in Assen ist gestern die
Dutch Open gestartet – das größte Dartturnier der Welt, in diesem Jahr mit einer Rekordzahl von 8.500 Anmeldungen.
Das offene Warm-up-Turnier verzeichnete am Donnerstag eine Rekordbeteiligung von über 1.200 Spielern und kürte mit
Jimmy van Schie und Emine Dursun zwei mehr als verdiente Sieger. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen wurde Darts auf hohem Niveau geboten – mit dominanten Auftritten der späteren Champions.
Van Schie marschiert dominant ins Finale
Bei den Herren war es der frischgebackene
Lakeside-Champion Jimmy van Schie, der seine Topform eindrucksvoll bestätigte. Der Niederländer war über das gesamte Turnier hinweg kaum zu stoppen und krönte sich nach einem starken Finale gegen Landsmann
Wesley Plaisier zum Sieger. In einem attraktiven Endspiel setzte sich van Schie mit 5:3 durch.
Sein Weg ins Finale war beeindruckend. Im Achtelfinale schaltete er den früheren Lakeside-Sieger Andy Baetens mit 4:2 aus. Anschließend ließ van Schie im Viertelfinale gegen Tom van den Hoogen beim 4:0 kein einziges Leg liegen. Auch im Halbfinale präsentierte sich der 32-jährige Niederländer souverän: Danny van Klompenburg war beim Endstand von 0:4 ebenfalls chancenlos.
Finale gegen Plaisier
Im Finale traft van Schie schließlich auf
Wesley Plaisier, der in den vergangenen Monaten deutlich im Aufwind ist und zuletzt bei der PDC Darts WM für Überraschungen sorgte. Plaisier hatte einen harten Weg ins Endspiel hinter sich. Zunächst besiegte er Micha Boekelaar nach einer spannenden Partie mit 4:3, ehe er sich mit 4:1 gegen Patrick Maat durchsetzte. Im Halbfinale musste Plaisier gegen Wesley van Trijp bis an die Grenze gehen und gewann erst im entscheidenden Leg (4:3). Im Finale erwies sich van Schie jedoch als eine Nummer zu groß. Der 2,07-Meter-Mann setzte sich im Endspiel mit 5:3 durch.
Dursun dominiert das Damenturnier
Auch das Damenturnier brachte eine überzeugende Siegerin hervor. Emine Dursun aus der Türkei, die Nummer 17 der WDF-Weltrangliste, wurde ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Im Finale besiegte sie die Niederländerin Anca Zijlstra klar mit 4:0. Dursun agierte während des gesamten Turniers äußerst konstant und verlor ab dem Achtelfinale insgesamt nur ein einziges Leg.
In dieser Phase startete sie mit einem 3:0-Erfolg gegen Adriana van Wijgerden-Vermaat. Im Viertelfinale folgte der nächste Whitewash gegen Annegret Willkomm (3:0). Nur im Halbfinale konnte Sharona Veld der Türkin ein Leg abnehmen – doch auch dort setzte sich Dursun mit 3:1 souverän durch.
Finalistin Anca Zijlstra spielte ihrerseits ebenfalls ein starkes Turnier. Sie erreichte das Endspiel nach Siegen über Tineke Kalsbeek (3:1) und Melissa Landkroon (3:1). Im Halbfinale setzte sich Zijlstra in einer spannenden Partie gegen Sharon Straatsma durch, die erst im entscheidenden Leg geschlagen wurde (3:2).