
Ein bekanntes Gesicht der Darts-Szene steht im Mittelpunkt eines brisanten Urteils: Die Darts Regulation Authority (DRA) hat den früheren WM-Halbfinalisten Andy Jenkins wegen Spielmanipulation für elf Jahre gesperrt. Zudem muss der 54-jährige Engländer eine Geldstrafe in Höhe von 17.580 Pfund zahlen.
Ein Disziplinarausschuss der DRA sah es als erwiesen an, dass Jenkins zwischen dem 22. Februar 2022 und dem 5. Juli 2023 insgesamt zwölf Spiele der MODUS Super Series manipulierte. Darüber hinaus soll er vertrauliche Informationen über diese Begegnungen an Wettende weitergegeben haben.
Jenkins bestritt die Manipulationsvorwürfe, räumte jedoch ein, selbst 88 Wetten auf Darts-Matches abgeschlossen zu haben. Die Sperre gilt rückwirkend ab November 2023 und endet am 15. November 2034. Während dieser Zeit ist Jenkins bei sämtlichen Turnieren, die unter die DRA-Richtlinien fallen, vollständig ausgeschlossen – in jeder aktiven Rolle.
Der Fall sorgt nicht nur wegen des Ausmaßes, sondern auch aufgrund der Person für Aufsehen. Jenkins gehörte über viele Jahre zur internationalen Dartsspitze. 2007 erreichte er das Halbfinale der PDC-Weltmeisterschaft, unterlag dort dem späteren Champion Raymond van Barneveld. Insgesamt holte er in seiner Karriere 15 Turniersiege. Gegen das Urteil kann er noch bis zum 6. Mai 2025 Berufung einlegen.
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Die Entscheidung wurde in enger Zusammenarbeit mit der britischen Glücksspielkommission getroffen. Deren Direktor für Rechtsdurchsetzung, John Pierce, äußerte sich deutlich: „Dieser Fall sendet eine klare Botschaft: Wer Spiele manipuliert, wird erwischt und muss mit schweren Konsequenzen rechnen.“
Pierce betonte zudem die Wichtigkeit fairer Rahmenbedingungen: „Sportler müssen sich auf integritätsgeschützte Wettmärkte verlassen können. Wir arbeiten weiterhin eng mit Organisationen wie der DRA zusammen, um Manipulation und Korruption im Sport konsequent zu bekämpfen.“
Der Fall Jenkins ist nicht der erste dieser Art: Bereits Anfang des Jahres wurde der indische Spieler Prakash Jiwa wegen ähnlicher Vergehen für acht Jahre gesperrt und mit einer Geldstrafe von 17.741 Pfund belegt.
Darts world championship semi-finalist Andy Jenkins handed 11-year ban for match fixinghttps://t.co/obd0NfDVAC pic.twitter.com/bGXv8tbVmt
— Mirror Sport (@MirrorSport) April 30, 2025

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026






