Titelverteidiger
Luke Humphries, Weltmeister
Luke Littler, dazu starke Auftritte von
Josh Rock und Danny Noppert: Die Samstagabendsession beim
Winmau World Masters 2026 in Milton Keynes lieferte genau die Hochklassigkeit, die sich Darts-Fans erhofft hatten. In vier Zweitrundenpartien fielen Averages jenseits der 100, ein Neundarter – und zwei der aktuell größten Namen des Sports zogen mit überragenden Auftritten ins Viertelfinale ein.
Schon früh war klar, dass
Littler und Humphries ein Statement setzten wollten: Littler dominierte Ross Smith mit einem 108,16-Average und ließ trotz starker Gegenwehr des ehemaligen European Champions nie Zweifel am Ausgang aufkommen, während Humphries in einem Drama der Extraklasse dann doch zu viel für Luke Woodhouse war.
Littler setzt ein deutliches Statement
„The Nuke“ startete mit einem 116er Average in Satz eins, hielt sein Anwurfleg sicher und nutzte seine Chancen auf die Doppel eiskalt. Ein 12-Darter über 84 Punkte auf Bull zum Break gegen einen zuvor perfekt gestarteten Smith unterstrich früh, wer das Tempo vorgab.
Im Viertelfinale trifft Littler auf Josh Rock
Auch in Satz zwei blieb Littler klar vorne: In 12 und 13 Darts rauschte er zum 2:0 in Sätzen, wobei sein Average zeitweise bei beeindruckenden 118 Punkten lag, obwohl Smith selbst über 100 spielte. Nach dem dritten Durchgang drohte der nächste Whitewash, Littler sicherte sich die Legs in 15 und 11 Darts und hielt seinen Average weiter über der 116-Marke.
Smith sendete im vierten Satz mit Legs in 14 und 13 Darts zwar noch ein Lebenszeichen und verkürzte auf 1:3, doch Littler konterte sofort. Ein Shanghai-Finish über 120 Punkte brachte ihn auf Matchkurs, kurz darauf machte der 19-Jährige mit insgesamt acht 180ern, einem 108,16-Average und einer Checkoutquote von 57,1 Prozent den 4:1-Erfolg perfekt.
Humphries’ Neundarter und Krimi-Sieg gegen Woodhouse
Im Duell der Lukes legte Humphries von Beginn an ein Weltmeister-Tempo vor. Den ersten Satz schnappte sich der Titelverteidiger mit einem 107er Average, nachdem er sein Anwurfleg in 13 Darts gehalten und im zweiten Leg direkt gebreakt hatte. Im zweiten Satz folgte dann der Moment des Abends:
Humphries vollendete das perfekte Leg auf der Doppel 12 und ging mit einem Neundarter 2:0 in Führung.
Woodhouse reagierte stark, holte sich mit einem 11-Darter im Entscheidungsleg den dritten Satz und verkürzte auf 1:2. Humphries schlug jedoch direkt zurück, legte ein 12-Dart-Break inklusive 87er-Finish auf der Doppel 5 nach und baute seine Führung mit einem weiteren starken Satz auf 3:1 aus.
Doch „Woody“ gab sich nicht geschlagen: Ein 114er Highfinish zum Break, drei Breaks in Satz vier und ein vergebener Matchdart von Humphries auf Doppel 19 hielten die Partie offen, Woodhouse verkürzte auf 2:3 und erzwang später nach einem 14-Darter den Entscheidungssatz. Am Ende setzte sich Humphries in einem hochklassigen Sieben-Satz-Thriller durch – beide Spieler warfen Averages von über 103 Punkten, Humphries traf zehn, Woodhouse sieben 180er.
Rock und Noppert marschieren ins Viertelfinale
Zum Auftakt des Abends hatte
Josh Rock im Duell zweier Freunde
Rob Cross mit 4:1 ausgeschaltet. Nach einem zähen Start mit Averages unter 90 drehten beide im dritten Satz massiv auf, hielten ihre Anwurflegs jeweils in 11 Darts und spielten Durchschnitte jenseits der 115, ehe Rock den Satz mit einem 70er Checkout zum 14-Darter gewann.
Ab Satz vier dominierte der Nordire: Rock gewann fünf Legs in Serie, profitierte von verpassten Doppelchancen von Cross und machte den Sack mit einem 103,4-Average sowie einer Checkoutquote von 41,2 Prozent zu. Damit steht er erstmals im Viertelfinale des Turniers und trifft dort auf Littler.
Noch einseitiger verlief die Partie zwischen Danny Noppert und Stephen Bunting. Der Niederländer erwischte mit einem 107er Average nach zwei gespielten Legs einen Traumstart, holte sich Satz eins und ließ Bunting auch in den folgenden Durchgängen kaum Luft zum Atmen. Immer wieder bestrafte Noppert die zahlreichen Doppelprobleme seines Gegners, der nur einen von neun Versuchen traf und nie richtig in die Partie fand.
Schließlich machte Noppert den 4:0-Whitewash perfekt, verpasste dabei nur knapp den „Big Fish“ auf 170 und checkte kurz darauf die restlichen 25 Punkte zum Match. Mit einem 97,33-Average, sieben getroffenen Doppeln aus 15 Versuchen und einem 100er Highfinish meldete sich „The Freeze“ eindrucksvoll im Kreis der Titelanwärter.