Ross Smith reiht sich in einen exklusiven Klub der PDC-Geschichte ein. Mit seinem Sieg bei der Hungarian Darts Trophy am vergangenen Wochenende sicherte sich der Engländer seinen zehnten Pro-Tour-Titel. Besonders auffällig dabei: die Zeitspanne, die Smith für dieses Kunststück benötigte.
Zwischen seinem ersten und zehnten Pro-Tour-Erfolg vergingen bei Smith etwas mehr als fünf Jahre – deutlich länger als bei zahlreichen anderen Topspielern der Tour-Geschichte. Diese lange Wartezeit platziert ihn in der historischen Übersicht nur auf Rang 16.
Raymond van Barneveld dagegen rast durch diese Statistik: Der Niederländer brauchte für seine ersten zehn Pro-Tour-Titel lediglich 18 Monate und war damit mehr als dreimal so schnell wie Smith. „Barney" entwickelte sich in seinen besten Jahren zur dominierenden Kraft auf der Tour und unterstreicht mit dieser Bestmarke seinen Ausnahmestatus.
Auch
Wessel Nijman zählt zu den echten Tempomachern der Branche. Der junge Niederländer benötigte nur 623 Tage zwischen seinem ersten und zehnten Pro-Tour-Titel und sichert sich damit Rang zwei der historischen Liste. Gary Anderson komplettiert das Podium: Der Schotte brauchte 771 Tage vom ersten bis zum zehnten Pro-Tour-Sieg.
Taylor nur Sechster
Ein prominenter Name taucht in dieser Liste ebenfalls auf: Phil Taylor. Würde man einen Favoriten für die Spitzenposition benennen müssen, fiele die Wahl wohl auf „The Power". Der Engländer dominierte den Profidart über Jahre und häufte eine beeindruckende Titelsammlung an. Im Ranking der Tage zwischen erstem und zehntem Pro-Tour-Titel landet Taylor dennoch nur auf Platz sechs.
Michael van Gerwen liegt in dieser historischen Übersicht auf Rang neun
Die richtige Einordnung dieser Zahlen spielt eine wichtige Rolle. Die
Pro Tour präsentierte sich in ihren Anfangsjahren völlig anders als heute. In den ersten drei Saisons fanden lediglich 25 Events statt. Mittlerweile tragen die Veranstalter in einem Jahr etwa doppelt so viele Pro-Tour-Turniere aus. Die aktuelle Spielergeneration profitiert dadurch von deutlich mehr Gelegenheiten, einen Titel einzufahren, und erreicht solche Meilensteine entsprechend schneller.
Van Gerwen knapp in den Top Ten
Michael van Gerwen stellt in dieser Übersicht einen echten Sonderfall dar. „Mighty Mike" belegt nur Platz neun – ein Resultat seines ungewöhnlichen Karrierestarts auf der Pro Tour. Zwischen seinem ersten und zweiten Titel ließ er drei Jahre verstreichen. Danach zog er das Tempo jedoch massiv an: Van Gerwen etablierte sich als eine der dominierenden Figuren, die der Sport je hervorgebracht hat, und gewann in den folgenden 476 Tagen gleich fünfzehn Titel.
Der Kontrast in seiner Karriere könnte kaum größer ausfallen. Musste Van Gerwen anfangs jahrelang auf seinen zweiten Pro-Tour-Erfolg warten, folgten die weiteren Titel anschließend in nahezu unerreichter Schlagzahl. Die lange Anfangsphase drückt ihn in dieser speziellen Tabelle trotzdem etwas nach unten.
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Eine besondere Erwähnung verdient auch Simon Whitlock. Der Australier belegt Rang fünf und kam dem bemerkenswerten Kunststück am nächsten, seinen ersten und zehnten Pro-Tour-Titel am selben Tag zu gewinnen. Die Übersicht macht deutlich: Es gibt mehrere Wege, um sich in die Geschichtsbücher der Pro Tour einzutragen.
Für Smith bleibt der zehnte Pro-Tour-Titel ein bedeutender Meilenstein. Auch wenn er nicht zu den schnellsten Sammlern zählt, hat er sich fest unter den großen Namen der Tour etabliert. Sein Weg dauerte länger als der von Van Barneveld, Nijman und Anderson – dennoch fügt der Engländer seiner Karriere damit ein weiteres beeindruckendes Kapitel hinzu.