„Die Konkurrenz in den Niederlanden ist mörderisch“ – Vincent van der Voort versteht die Zweifel von Kevin Doets an einem Nationalitätenwechsel
PDC
Die internationale Ausstrahlung der Premier League Darts und die auffällige Diskussion um die mögliche Entscheidung von Kevin Doets für Schweden waren in dieser Woche wichtige Gesprächsthemen im Podcast Darts Draait Door. Ex-Profi Vincent van der Voort äußerte dabei offen seine Meinung zum aktuellen Stand in der Dartswelt.
Anlass war die Zusammensetzung der vier verbliebenen Spieler für den Finalabend der Premier League, in dem ausschließlich britische Akteure die Halbfinals erreichten. Laut Van der Voort ist das für den internationalen Charakter des Turniers bedauerlich, zugleich aber nicht überraschend. „Natürlich wäre es schöner, wenn mehr Nationalitäten vertreten wären. Aber dieses Jahr war das einfach nicht drin.“
Nach Ansicht von Van der Voort stützt sich Darts, trotz des Wachstums der Sportart in Europa und darüber hinaus, weiterhin stark auf England. Besonders mit Blick auf die wichtigsten Ranglistenturniere. „Es ist immer noch ziemlich englisch. Und das wird auch so bleiben.“
Der ehemalige UK-Open-Finalist weist darauf hin, dass zwar viele internationale Events außerhalb Englands ausgetragen werden, es sich dabei jedoch häufig um European Tours oder World Series handelt. „Es wird viel außerhalb Englands gespielt. Aber im Allgemeinen sind es Euro Tours oder World Series. Die zählen dann wiederum nicht für die Rangliste.“ Gerade deshalb würde Van der Voort gerne mehr verschiedene Nationalitäten an der absoluten Spitze der Sportart sehen. „So viele verschiedene Nationalitäten wie möglich.“
Verständnis für Zweifel von Kevin Doets
Anschließend kam das Gespräch auf Kevin Doets, der zuletzt offen über einen möglichen Wechsel nach Schweden für den World Cup of Darts nachgedacht hatte. Der Niederländer lebt bereits seit geraumer Zeit in Schweden und könnte auf diesem Weg möglicherweise leichter internationale Turniere spielen.
Van der Voort versteht Doets’ sportliche Abwägung, bleibt jedoch in seinem Standpunkt prinzipientreu. „Ich verstehe das schon. Du wohnst dort. Nur finde ich einfach, wenn du Niederländer bist, dann musst du für die Niederlande spielen.“
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Gleichzeitig räumt er ein, dass die Konkurrenz in den Niederlanden außergewöhnlich groß ist. Nach Van der Voort macht das eine Teilnahme am World Cup für niederländische Spieler besonders schwierig. „Die Konkurrenz ist in den Niederlanden jedes Jahr mörderisch.“ Mit Namen wie Gian van Veen, Wessel Nijman, Danny Noppert, Jermaine Wattimena, Michael van Gerwen und Dirk van Duijvenbode vor sich ist Van der Voort bewusst, dass Doets möglicherweise jahrelang außen vor bleiben könnte. „Die alle einzuholen, ist ziemlich schwierig. Also ja, wenn du den World Cup unbedingt spielen willst, ist es natürlich besser, für Schweden zu spielen.“
Dennoch hat Van der Voort Schwierigkeiten mit Ländern, die immer häufiger Spieler aus anderen Nationen einsetzen. Dabei verwies er auch auf Jeffrey de Graaf, der ebenfalls für Schweden antritt. „Wenn ich Schweden mit Jeffrey de Graaf und Kevin Doets sehe, ja, das sind für mich keine Schweden.“
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Laut Van der Voort geht es ihm dabei nicht nur um die Nationalität, sondern vor allem um die Entwicklung des Darts in kleineren Ländern. „Man möchte, dass andere Länder eigene Talente nach oben bringen. Das stagniert, wenn immer mehr Spieler für ein anderes Land antreten.“

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026






