Die Zahlen lügen nicht: Luke Littler und Gian van Veen prägten die Darts WM 2026 mit Weltklasse-Averages

PDC
Montag, 05 Januar 2026 um 14:30
Luke Littler Gian van Veen
Die Darts WM 2026 wird vor allem mit der kompromisslosen Titelverteidigung von Luke Littler verknüpft bleiben. Doch ein Blick auf die höchsten Match-Averages aus dem Alexandra Palace zeichnet ein noch schärferes Bild. Die Zahlen zeigen klar, welche Spieler über drei intensive Turnierwochen hinweg tatsächlich auf absolutem Weltklasse-Niveau agierten.
Von Littlers beeindruckender Konstanz über den explosiven Durchbruch von Gian van Veen bis hin zu Gary Andersons bemerkenswerter Spätform: Die Statistik untermauert den Eindruck eines echten Generationswechsels. Gleichzeitig beweist sie, dass Erfahrung auf der größten Bühne des Dartsports weiterhin ein entscheidender Faktor bleibt.

Van Veen führt die Rangliste mit prägendem Turnierauftritt an

An der Spitze der Average-Rangliste steht Gian van Veen. Der Niederländer spielte in Runde zwei einen 108,28-Average und stellte damit den höchsten Einzelstandard der gesamten Weltmeisterschaft auf.
Diese Leistung war jedoch kein einmaliger Ausreißer. Van Veen taucht gleich dreimal in den Top Ten auf, darunter auch im Viertel- und Halbfinale. Sein Finaleinzug basierte damit klar auf nachhaltiger Scoring-Power und nicht auf einer einzelnen Sternstunde.
Besonders sein Viertelfinal-Auftritt gegen Luke Humphries wirkte wie ein Wendepunkt des Turniers. Viele Beobachter bewerteten danach das Kräfteverhältnis im Draw neu. Die Averages bestätigen diesen Eindruck deutlich. Van Veen überlebte keine Matches – er dominierte sie.

Littler untermauert seinen Titel mit dauerhaftem Elite-Niveau

Während Van Veen den höchsten Einzelwert liefert, dominiert Luke Littler die Liste durch schiere Präsenz und Konstanz. Gleich vier Einträge in den Top Ten gehen auf das Konto des Titelverteidigers.
Seine stärksten Leistungen verteilten sich über das gesamte Turnier: 107,09 in Runde drei, 106,58 im Achtelfinale, 105,35 im Halbfinale und schließlich 106,02 im Finale. Diese Streuung ist entscheidend für die Einordnung.
Littler peakte nicht früh, um später nachzulassen. Er profitierte auch nicht von günstigen Auslosungen. Sein Niveau blieb jenseits der 105, je länger das Format wurde und je größer der Druck ausfiel. Im Finale unterstrich er eindrucksvoll, wie weit er am größten Abend des Turniers vor dem Feld lag.
Die Daten bestätigen, was die Ergebnisse bereits andeuteten. Das war nicht nur eine erfolgreiche Titelverteidigung. Es war eine technisch dominante Vorstellung auf höchstem Niveau.

Anderson beweist, dass Klasse auch in der Crunch-Time trägt

Zwischen all den Vertretern der neuen Generation ragte Gary Anderson als mahnendes Beispiel heraus. Erfahrung und Renommee haben im Alexandra Palace weiterhin Gewicht.
Sein 105,41-Average in Runde zwei ordnet ihn klar in die Elite ein. Dieses Niveau trug Anderson bis ins Halbfinale und hielt auch im Vergleich mit Spielern stand, die mehr als zwei Jahrzehnte jünger sind. Sein Turnierlauf verband massives Scoring mit gewohnt klinischem Finishing.
In einer Weltmeisterschaft, die stark in Richtung Jugend tendierte, erinnerte Andersons Präsenz in den höchsten Averages daran, dass Routine greift. Besonders dann, wenn die Bühne größer wird und das Format keine Fehler verzeiht.

Die Top-10-Match-Averages der Darts WM 2026

RangSpielerAverageRunde
1Gian van Veen108,28Runde 2
2Luke Littler107,09Runde 3
3Luke Littler106,58Achtelfinale
4Luke Littler106,02Finale
5Gary Anderson105,41Runde 2
6Gian van Veen105,41Viertelfinale
7Luke Littler105,35Halbfinale
8Luke Humphries103,07Runde 4
9Justin Hood103,01Runde 2
10Gian van Veen102,99Halbfinale
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