„Du fragst dich, ob du je einen gewinnen wirst“ – Emotionaler Ross Smith rechnet endlich mit Euro-Tour-Frust ab
PDC
Ross Smith hat am Sonntagabend endlich seinen ersten European-Tour-Titel erobert. Der ehemalige Sieger der European Darts Championship besiegte Ryan Searle im Finale der International Darts Open in Riesa mit 8:3 und machte damit endgültig Schluss mit der Frustration über vier zuvor verlorene Euro-Tour-Endspiele.
Nach dem Finale war die Erleichterung bei Smith enorm. Der Engländer war in der Vergangenheit mehrfach dicht an einem Euro-Tour-Titel dran, doch in den entscheidenden Momenten ging es stets schief. Das sorgte in den letzten Jahren sichtbar für Zweifel.
„Ich bin einfach so froh, dass ich endlich einen gewonnen habe“, reagierte Smith sichtlich emotional auf der Bühne. „Ehrlich gesagt setzt sich das wirklich im Kopf fest. Dann fragst du dich: Werde ich überhaupt jemals einen gewinnen?“
Dieser unangenehme Gedanke spukte Smith zufolge immer häufiger in seinem Kopf herum, besonders nachdem er zuvor bereits vier Euro-Tour-Finals verloren hatte. In Riesa fiel schließlich alles an seinen Platz. „Aber endlich hat es geklappt“, lächelte er. „Ich bin wirklich überglücklich.“
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Smith komplettiert seine Titelsammlung
Für Smith bedeutete der Sieg zudem einen neuen Meilenstein in seiner Karriere. Der Engländer hatte zuvor bereits Players-Championship-Turniere und ein Major gewonnen, doch ein Euro-Tour-Titel fehlte noch auf seiner Ehrenliste. „Ich habe jetzt eigentlich alles gewonnen“, sagte Smith stolz. „Players Championships, Euro Tours und ein Major.“
Mit einem Lächeln fügte er hinzu, dass sein Karriereweg vielleicht nicht ganz dem üblichen Verlauf gefolgt sei. „Auf eine seltsame Art habe ich das wahrscheinlich alles rückwärts gemacht.“ Anschließend wandte sich Smith direkt und emotional an seine Familie. „Dieser ist auch für meinen Vater und meine Mutter.“

Ross Smith schreit seine Freude heraus nach dem Gewinn seines ersten Euro-Tour-Titels
Verlorene Finals als Motivation
Dass Smith am Sonntag mit zusätzlicher Motivation die Bühne betrat, war seiner Meinung nach kein Zufall. Der Engländer spürte im Vorfeld, dass er unbedingt vermeiden wollte, erneut an einem Euro-Tour-Titel vorbeizugehen. „Es tut weh“, gab Smith ehrlich zu. „Ich wollte dieses Gefühl eines verlorenen Finals nicht schon wieder haben.“
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Laut dem ehemaligen Majorsieger halfen ihm gerade diese früheren Enttäuschungen am Ende dabei, diesmal in den wichtigen Momenten durchzuziehen. „Du versuchst, dich zu pushen, indem du dich daran erinnerst, dass du dieses Gefühl nicht noch einmal erleben willst.“
Respekt für Searle
Nach dem Finale zeigte sich Smith auch in Richtung seines Gegners Searle, mit dem er gut befreundet ist, sehr anerkennend. „Ich will nicht zu viel sagen, denn Ryan ist fantastisch und ein sehr guter Freund“, so Smith. „Aber ich war selbst in dieser Situation, und es tut wirklich weh.“
Smith zufolge ließ Searle ihn im Finale zudem mehrfach entkommen. „Ryan hat mich in diesem Finale wegkommen lassen“, sagte er ehrlich. „Ich habe nicht fantastisch gespielt. Ryan kam einfach nicht ganz in sein Spiel.“
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Zugleich zweifelt Smith keine Sekunde daran, dass Searle in Zukunft dennoch mehrere Euro-Tour-Titel holen wird. „Ryan wird noch sehr viele gewinnen. Er ist Ryan, er ist fantastisch. Wirklich ein Top-Typ.“
Der Gewinn der International Darts Open war nicht Smiths einziges Erfolgserlebnis an diesem Wochenende. Durch diesen Titel übernahm er auch die Spitzenposition von Josh Rock in der European Tour Order of Merit.
SMITH WINS ET7! 🏆
— PDC Darts (@OfficialPDC) May 24, 2026
Jubilation for Ross Smith in Riesa, as Smudger wins his maiden European Tour title at the International Darts Open, beating Ryan Searle 8-3!
📺 https://t.co/YyBPPwoMK8#ET7 pic.twitter.com/ONW9jSWx7u

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











