„Er war nach Zandvoort wirklich sehr krank. Es war nicht normal“ – Rätsel um schwache Woche von Michael van Gerwen aufgeklärt

PDC
Mittwoch, 02 September 2026 um 13:00
Michael van Gerwen (3)
Michael van Gerwen erlebte in der vergangenen Woche sportlich erneut wenig Erfolg, doch laut Vincent van der Voort zeichnen die Resultate ein verzerrtes Bild. Der dreifache Weltmeister hatte mit erheblichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und trat sogar mit Fieber bei einem Players Championship an.
Van Gerwen spielte vergangene Woche zwei Players Championships in England und reiste anschließend nach Budapest zur Hungarian Darts Trophy. Viel Preisgeld sprang aus dieser Turnierserie nicht heraus. Einmal schied er direkt in Runde eins aus, beim anderen Players Championship war in Runde drei Schluss. In Ungarn endete sein Turnier ebenfalls im Achtelfinale.
Gerade in dieser Saisonphase könnte Van Gerwen gute Ergebnisse gut gebrauchen. Mit Blick auf die WM im Dezember muss der Niederländer noch Schritte gehen, um seine Position in der Weltrangliste zu festigen. Die schwache Woche kam daher zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt.
Nach Einschätzung seines guten Freundes Vincent van der Voort gab es diesmal jedoch eine eindeutige Erklärung für Van Gerwens mäßige Auftritte. Der ehemalige Profi sah aus nächster Nähe, wie angeschlagen sein Landsmann war, nachdem er den Grand Prix der Niederlande auf dem Circuit Zandvoort besucht hatte.
„Es war die ganze Woche nichts, das stimmt. Ich bin immer sehr streng, hart und direkt mit ihm und über ihn, aber diese Woche konnte er eigentlich nicht viel dafür. Er war wirklich sehr krank. Er kam aus Zandvoort zurück und dann war es heftig. Husten, echt nicht normal. Am Dienstag hätte er eigentlich gar nicht spielen dürfen, denn er hatte schlicht Fieber.“

Kaum Energie

Trotz seiner Beschwerden stand Van Gerwen an der Oche. Beim ersten Event lief es sofort schief gegen Nick Kenny. Einen Tag später versuchte er es erneut, doch auch da war klar, dass der Brabanter noch weit von seiner Fitness entfernt war.
„Das war alles mit enormer Mühe und wenig Energie. Im Laufe der Woche ging es ihm zwar besser, aber davon bist du nicht sofort erholt. Dann bist du ohnehin nicht in Form, müde, hast Trainingsrückstand und dann… ist es für ihn brutal harte Arbeit. Das hat er selbst auch gespürt.“
Die Krankheit kam zudem in einer Phase, in der Van Gerwen ohnehin nach seiner Bestform suchte. Zählte er jahrelang fast selbstverständlich zur absoluten Weltspitze, muss er heute härter arbeiten, um dasselbe Niveau zu erreichen.
Van der Voort erkennt mehrere Faktoren, die sich derzeit gegenseitig verstärken. „Du fühlst dich sehr schlecht, hast wenig Energie, dein Selbstvertrauen ist deutlich geringer als früher, und in der Summe ist es dann sehr harte Arbeit, überhaupt ein gewisses Niveau zu erreichen.“

Van der Voort sieht weiterhin Perspektive

Dennoch sieht Van der Voort keinen Grund, Van Gerwen abzuschreiben. Bei der Hungarian Darts Trophy bekam der Niederländer trotz der schwierigen Vorbereitung Chancen, Nathan Aspinall zu schlagen. Das bestärkt Van der Voort in der Überzeugung, dass Van Gerwen für seine Konkurrenten weiterhin gefährlich bleibt.
„Sie finden es alle noch immer schwierig, gegen Michael zu spielen. Es steckt definitiv noch in ihm. Es muss deutlich mehr trainiert werden, und das wird er auch tun. Dann müssen wir sehen, wie er Woche für Woche besser wird.“
Für Van Gerwen beginnt damit eine wichtige Phase. Mit dem Herbst und schließlich der WM in Sicht muss er nicht nur vollständig genesen, sondern auch Trainingsstunden und Matchrhythmus aufbauen. Die vergangene Woche brachte kaum das gewünschte Ergebnis, doch laut Van der Voort gab es diesmal zumindest eine klare körperliche Erklärung.
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