„Es ist einfach gut, sich Dinge von der Seele zu reden“ – Gian van Veen setzt auf Ex-Oranje-Nationalspieler auf dem Weg ins WM-Finale
PDCGian van Veen überzeugt bei dieser Darts-WM nicht nur auf der Bühne, auch abseits der Oche hat er bewusst Schritte unternommen, um mit dem gestiegenen Druck umzugehen. Im Vorfeld des Turniers im Alexandra Palace holte sich der 23-jährige Niederländer Unterstützung von Ex-Nationalspieler Dirk Marcellis, mit dem er einige Gespräche über mentale Widerstandsfähigkeit führte. Diese Zusammenarbeit zeigt sichtbar Wirkung: Van Veen steht inzwischen im WM-Finale.
Der Durchbruch von Van Veen beschleunigte sich Ende vergangenen Jahres. Mit seinem Sieg bei der European Darts Championship holte er seinen ersten Major-Titel, eine Leistung, die seinen Status in der Dartswelt schlagartig veränderte. Damit wuchsen auch die Aufmerksamkeit und die Erwartungen in Richtung WM. Genau in dieser Phase entschied sich Van Veen, extern über die mentale Seite des Spitzensports zu reflektieren.
Diese Rolle übernahm Dirk Marcellis, ehemaliger Profifußballer mit Stationen bei PSV, AZ und PEC Zwolle sowie dreifacher Nationalspieler der Elftal. Nach seiner aktiven Laufbahn konzentrierte sich Marcellis auf mentale Coaching-Arbeit und betreut mittlerweile Sportler aus verschiedenen Disziplinen. Van Veen gehört zu dieser Gruppe, betont allerdings, dass es sich nicht um ein intensives Programm handelt.
Nach seinem Sieg über Madars Razma erklärte Van Veen auf der Pressekonferenz, wie die Zusammenarbeit zustande kam. Er betonte, dass er Marcellis nicht wöchentlich trifft, ihn aber bewusst vor der WM aufgesucht hat. Die Gespräche drehten sich vor allem darum, wie man mit Druck und Erwartungen bei einem Großereignis wie der Darts-WM umgeht. Zu dieser Begleitung äußerte sich Van Veen eindeutig: Er sei „sehr zufrieden“.
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Diese mentale Stütze kam Van Veen zufolge auch im Halbfinale gegen Gary Anderson zugute, ein Match, das sportlich und emotional viel abverlangte. In einem solchen Duell gegen einen mehrfachen Weltmeister mit enormer Erfahrung entscheidet laut Insidern oft die mentale Balance. Van Veen blieb in den entscheidenden Momenten ruhig und zog die Partie auf seine Seite.
Der Niederländer gab an, dass ihm die Gespräche mit Marcellis helfen, äußere Störgeräusche zu filtern. Aufgrund seiner starken Leistungen ist Van Veens Teilnahme an der Premier League Darts sicher. Genau solche Randthemen möchte er möglichst ausblenden. „Ich finde es vor allem gut, dass ich mich bei ihm aussprechen kann. Dass ich sagen kann, was mich beschäftigt und was Leute zu mir sagen. Es tut einfach gut, Dinge loszuwerden. Dann kann ich mich vor allem auf meine eigenen Sachen fokussieren. Unbewusst beschäftigst du dich zum Beispiel mit der Premier League, also willst du das dann schon loswerden.“
Van Veen machte deutlich, dass er vorerst keinen Grund sieht, auf diese Begleitung zu verzichten. Im Gegenteil: Die Ruhe, die er dadurch gewinnt, hilft ihm, den Fokus auf seine Auftritte auf der Bühne zu richten. Zudem scheint es ihm immer besser zu gelingen, Erwartungen vom eigenen Spiel zu trennen, was auf höchstem Niveau essenziell ist.

Voormalig voetballler Dirk Marcellis is tegenwoordig sportpsycholoog
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










