Gian van Veen hat einen besonderen Meilenstein in der
PDC Order of Merit erreicht. Obwohl der Niederländer zuletzt selbst nicht in Topform aufspielte, rückte er auf Rang zwei der Weltrangliste vor und zog damit an Luke Humphries vorbei.
Mit diesem Sprung gehört van Veen nun einem äußerst exklusiven Kreis an. Vor ihm hatten lediglich Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld als Niederländer den zweiten Platz der PDC Order of Merit erreicht.
„Das steht für immer hinter deinem Namen“
Für
Vincent van der Voort ist diese Platzierung weit mehr als eine Momentaufnahme. Der ehemalige Profi betonte im Podcast
Darts Draait Door, welchen Stellenwert ein solcher Meilenstein für die Karriere eines Spielers besitzt.
Gian van Veen hat als erst dritter Niederländer überhaupt den zweiten Platz der PDC Order of Merit erreicht.
„Schön, oder? Das steht für immer hinter deinem Namen, diese höchste Platzierung, die er je erreicht hat“, sagte van der Voort. „Es ist nur nicht so, dass er jetzt die Nummer 1 der Welt angreifen kann, aber es ist dennoch eine fantastische Leistung.“
Dass van der Voort den Sprung an die Spitze der Weltrangliste derzeit als unmöglich erachtet, überrascht kaum. Luke Littler führt die Order of Merit weiterhin mit großem Vorsprung an. Zwischen dem Engländer und van Veen liegen derzeit mehr als 2,1 Millionen Pfund an Ranglistenpreisgeld, weshalb Platz eins vorerst außer Reichweite bleibt.
Erst der dritte Niederländer überhaupt
Auch Moderator Damian Vlottes hob die historische Dimension von van Veens Aufstieg hervor. „Nach Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld ist Gian erst der dritte Niederländer, der diese Position in der Order of Merit erreicht hat.“
Van der Voort schloss sich dieser Einschätzung an und würdigte die Leistung seines Landsmanns ausdrücklich. „Das ist dann wirklich sehr stark. Das ist eine schöne Leistung und hoffentlich bewirkt das etwas bei ihm und er spielt wieder etwas besser.“
Der Aufwärtstrend kommt für van Veen zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Nach einer schwierigen Phase zu Beginn der Saison fand der Niederländer beim
World Matchplay in Blackpool eindrucksvoll zu seiner Form zurück. Dort erreichte er das Halbfinale, ehe Gerwyn Price seinen Lauf beendete. Wenige Tage später bestätigte van Veen seine starke Verfassung mit einem weiteren Halbfinaleinzug bei Players Championship 26.
„Es müssen schlichtweg mehr Titel her“
Trotz der positiven Entwicklung sieht van der Voort weiterhin Verbesserungspotenzial. Aus seiner Sicht spiegelt die Anzahl der bislang gewonnenen Titel das tatsächliche Leistungsvermögen van Veens noch nicht wider.
Auch Damian Vlottes verwies darauf, dass van Veen innerhalb der aktuellen Top-16 der Weltrangliste der Spieler mit den wenigsten Turniersiegen ist. „Es zeigt, dass er immer weit kommt, aber auch, dass er zu wenige Titel gewinnt. So ein Halbfinale muss er auch gewinnen und eigentlich das ganze Turnier“, sagte Vlottes mit Blick auf Players Championship 26. „Namen wie Justin Hood und Mario Vandenbogaerde waren seine Gegner. Die musst du schlagen als Nummer drei der Welt.“
Van der Voort sieht darin den größten Ansatzpunkt für die weitere Entwicklung des Niederländers. „Er gewinnt zu wenig dafür, wie gut er ist. Es müssen schlichtweg mehr Titel her.“
Gleichzeitig ordnete der ehemalige Profi den zweiten Platz in der Weltrangliste wertschätzend ein. Für ihn ist van Veens Position kein Zufall, sondern das Resultat konstant starker Leistungen über einen langen Zeitraum.
„Die Zahlen lügen nicht: Er gewinnt mehr als eine Million Pfund an Preisgeld und ist über die vergangenen zwei Jahre besser als zum Beispiel Luke Humphries. Aber er steht da auch nicht ohne Grund. Das hat er sich selbst verdient.“