„Ich gehöre immer noch dazu, und darauf bin ich stolz“ – Jonny Clayton überzeugt mit starkem Finaleinzug bei den Belgian Darts Open

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 23 März 2026 um 9:00
Jonny Clayton
Jonny Clayton hat bei den Belgian Darts Open 2026 erneut seine Klasse unter Beweis gestellt und mit einer beeindruckenden Siegesserie das Finale erreicht. Der erfahrene Waliser setzte sich gegen mehrere starke Gegner durch und musste sich erst im Endspiel knapp Luke Humphries geschlagen geben. Dennoch überwogen bei Clayton nach dem Turnier die positiven Gefühle – auch wegen der großartigen Unterstützung durch die Fans in Belgien, die geschlossen hinter ihm standen.
Der 51-jährige Clayton startete mit einem soliden Sieg über Sebastian Białecki ins Turnier. In der nächsten Runde wartete mit Ross Smith jedoch ein deutlich schwererer Test. In einer besonders spannenden Partie setzte sich Clayton mit 6:5 durch. Smith kämpfte sich mit zwei gewonnenen Legs in Serie zurück und erzwang ein Entscheidungsleg, doch Clayton blieb nervenstark und entschied das Match für sich.

Starker Lauf bis ins Finale

Im Viertelfinale traf Clayton auf den belgischen Publikumsliebling Andy Baetens und zeigte eine überzeugende Vorstellung. Baetens hatte zuvor mit Siegen über Joe Cullen, Stephen Bunting und Martin Schindler beeindruckt, blieb gegen einen entfesselten Clayton jedoch ohne Chance. Mit einem Average knapp unter 100 Punkten und einem klaren 6:1-Erfolg beendete der Waliser den Traum des Lokalmatadors.
Jonny Clayton verlor das Finale der Belgian Darts Open 2026 mit 6:8 gegen Luke Humphries
Jonny Clayton verlor das Finale der Belgian Darts Open 2026 mit 6:8 gegen Luke Humphries
Das Halbfinale gegen Niels Zonneveld entwickelte sich anschließend zu einem echten Thriller. Clayton lag lange Zeit zurück und musste gleich vier Matchdarts seines niederländischen Gegners überstehen. Am Ende kämpfte er sich jedoch eindrucksvoll zurück und sicherte sich mit einem 7:6-Erfolg doch noch den Finaleinzug.

Humphries knapp zu stark

Im Endspiel traf Clayton auf Luke Humphries – einen seiner Premier-League-Rivalen. Humphries erspielte sich früh einen deutlichen Vorsprung, doch Clayton kämpfte sich noch einmal auf 6:7 heran. Am Ende entschied Humphries die Partie dennoch mit 8:6 für sich.
Im Anschluss blickte Clayton im Bühnen-Interview mit einem Augenzwinkern auf seine Leistung zurück. „Ehrlich gesagt dachte ich, ich würde früh nach Hause fahren, als ich deutlich hinten lag“, sagte er. „Aber ich bekam ein paar Chancen und habe sie genutzt. Manchmal braucht man auf diesem Niveau auch ein bisschen Glück.“

„Luke ist ein großartiger Spieler und ein enormer Gewinn für den Sport“

Auch für seinen Finalgegner fand Clayton anerkennende Worte: „Luke ist ein großartiger Spieler und ein enormer Gewinn für den Sport“, erklärte der Waliser. „Ich bin stolz, in dieser Ära spielen zu dürfen, mit so fantastischen Spielern und Fans. Das Niveau ist unglaublich hoch.“
Trotz der starken Konkurrenz bleibt Clayton überzeugt von seiner eigenen Leistungsfähigkeit. „Ich tue alles dafür, weiterhin an der Spitze mitzuhalten. Wenn du Woche für Woche gegen solche Spieler ranmusst, weißt du, dass es nie leicht wird. Aber ich gehöre immer noch dazu, und darauf bin ich stolz.“
Mit seinem Finaleinzug unterstreicht Clayton erneut seinen Status als einer der konstantesten Spieler auf der Tour. Das nächste Turnier im Kalender der European Tour ist der German Darts Grand Prix, der vom 04. bis 06. April in München stattfindet.
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