„Ich bin buchstäblich jeden Abend weinend ins Bett gegangen“ – Glen Durrant spricht offen über dramatische Premier-League-Saison
PDCGlen Durrant hat kürzlich offen über die schwierigste Phase seiner Karriere gesprochen. Der frühere Premier League Darts-Champion berichtete, dass er während seiner dramatischen Saison 2021 jeden Abend weinend ins Bett ging.
„Duzza“, der 2020 noch eindrucksvoll als Debütant den Titel in der Premier League Darts gewonnen hatte, erlebte nur ein Jahr später einen beispiellosen sportlichen Einbruch. In einem wegen der Coronapandemie verkürzten Format verlor er alle neun Partien und blieb ohne Punktgewinn. Bis heute gilt Durrants Fall als der vermeintlich dramatischste Leistungsabfall der Darts-Geschichte.
„Auf diese Weise zu verlieren war beschämend“
Fünf Jahre später sprach Durrant im Double Tops Podcast offen über die mentale Belastung dieser Zeit. „Als ich 2021 bei null Punkten blieb, wurde das Turnier wegen COVID über zehn Abende ausgetragen“, erklärte er. „Es war unglaublich hart, jeden Abend zu verlieren. Ich bin buchstäblich jeden Abend weinend ins Bett gegangen.“
Glen Durrant ist inzwischen als Kommentator und Experte aktiv
Der Engländer, zuvor dreimal Weltmeister bei der BDO, betonte, dass vor allem das Schamgefühl schwer wog. „Ich hatte in diesem Sport alles erreicht, was ich wollte, aber auf diese Weise zu verlieren war beschämend und sehr schwer zu akzeptieren“, sagte Durrant. „Du weißt, dass du gegen die Besten spielst, fragst dich aber dennoch: Wie komme ich da jemals wieder raus?“
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„Ich dachte manchmal wirklich: Wie werde ich das überstehen?“
Besonders die Duelle mit Topspielern wie Gerwyn Price und Michael van Gerwen empfand Durrant als belastend. „Wenn ich sah, dass ich gegen ‚Gezzy‘ oder Michael ranmusste, dachte ich manchmal wirklich: Wie werde ich das überstehen? Es ist hart, und verlieren macht überhaupt keinen Spaß.“
Mit etwas Abstand erkennt Durrant heute auch einen positiven Aspekt in dieser schwierigen Phase. „Es gehört dazu. Die Premier League Darts ist nicht immer positiv und nicht immer leicht. Aber solche Momente können dich am Ende als Spieler stärker machen.“
Diese Erfahrung übertrug er auch auf Josh Rock, der aktuell eine ähnlich schwierige Phase in der laufenden Premier-League-Saison erlebt. Der Nordire steht nach sieben Spieltagen weiterhin ohne Punktgewinn da, doch aus Sicht Durrants besteht kein Anlass zur Sorge. „Josh hat den Vorteil, dass er zwischendurch noch andere Turniere spielt und dort sehr wohl Matches gewinnt“, erklärte er. „Er erreichte zum Beispiel das Halbfinale der UK Open, also läuft es bei ihm eigentlich gar nicht schlecht.“
„Du darfst nicht in Panik geraten“
Der frühere Premier-League-Sieger betonte, dass gerade solche schwierigen Phasen entscheidend für die Entwicklung eines Topspielers sein können. „Du darfst nicht in Panik geraten. Das ist ein Test seines Charakters“, sagte er. „Es ist furchtbar, es ist hart, aber genau das kann ihn besser machen.“
Für Durrant steht fest, dass Widerstandskraft auf diesem Niveau entscheidend ist. „Es ist nicht immer schön und nicht immer großartig. Aber er muss lernen, damit umzugehen und gestärkt daraus hervorzugehen. Er muss weiterkämpfen, denn genau das machen Topspieler.“
Mit seinen ehrlichen Einblicken machte Durrant deutlich, wie groß der mentale Druck im Profidarts sein kann. Hinter Scheinwerfern und vollen Arenen verbirgt sich oft eine harte Realität, in der selbst die größten Namen mit Zweifel, Schmerz und Rückschlägen konfrontiert werden.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








