Nach einem nervenaufreibenden Schlusstag bei der
Q-School 2026 darf sich
Jurjen van der Velde Tour-Card-Inhaber nennen. Im deutschen Kalkar sicherte sich der Niederländer eine PDC Tour Card für zwei Jahre und kehrt damit auf die Profibühne zurück. Die Erleichterung war groß, denn einfach war es ganz und gar nicht.
„Es war ein sehr harter Tag“,
gab Van der Velde direkt danach zu. „Nicht nur hart, sondern auch nervenaufreibend.“ Die
Q-School gilt als echte Härteprüfung, in der Konzentration und Timing entscheidend sind. Für Van der Velde wurde es ein Tag mit Höhen und Tiefen. „Es war hellgrün und dunkelgrün“, sagte er bildhaft. „Das ist ein großer Unterschied. Aber ich bin vor allem sehr froh, dass ich das wichtige Match gewonnen habe.“
Nach seiner entscheidenden Partie war noch lange nicht Schluss. Van der Velde musste warten, und das Warten zog sich. Am Tisch sitzend verfolgte er, wie andere Partien zu Ende gespielt wurden, in dem Wissen, dass sein Schicksal nicht vollständig in eigener Hand lag. „Ich musste warten, warten, warten“, beschrieb er den Moment. Am Ende war er auf Jeffrey de Zwaan angewiesen, der sein Match gewinnen musste. „Und das hat er“, sagte Van der Velde sichtlich erleichtert. „Da war ich wirklich sehr glücklich.“
Diese Freude teilte er unmittelbar mit seiner Freundin. „Wir waren zusammen wirklich sehr glücklich“, erzählte er. „Ich bin vor allem froh, dass ich zurück auf der Tour bin. Eine Tour Card für zwei Jahre, dafür machst du das.“
Van der Velde hat sich bereits zuvor auf der großen Bühne bewiesen. In der Vergangenheit stand er schon im Finale der Jugend-WM, eine Erfahrung, die ihn nach eigener Aussage stärker gemacht hat. „Ich denke, dass ich jetzt stärker bin als beim letzten Mal“, erklärte er. „Ich habe sehr viel aus diesem Finale gegen Gian van Veen auf der großen Bühne gelernt. Das hilft mir jetzt enorm.“
Auch die zusätzliche Matchpraxis der letzten Zeit spielt eine Rolle. „Ich habe mehrfach bei der MODUS Super Series gespielt“, so Van der Velde. „Dadurch fühle ich mich so bereit wie nie zuvor.“ Was die Dartswelt in den kommenden zwei Jahren von ihm erwarten darf? Van der Velde bleibt bodenständig, aber selbstbewusst. „Ihr werdet es sehen“, sagte er mit einem Lächeln. „Ich werde mein Bestes geben. Ich bin bereit.“