„Ich sagte, dass ihr heute 2:1 verloren habt“ – Luke Littler foppt Liverpool-Fan beim Walk-on und überzeugt bei Sieg gegen Boris Krcmar in Wieze

PDC
durch Nic Gayer
Sonntag, 22 März 2026 um 9:00
Luke Littler
Luke Littler hat den nächsten starken Auftritt bei den Belgian Darts Open in Wieze hingelegt. Der junge Engländer erreichte souverän das Achtelfinale dank eines klaren 6:2-Erfolgs gegen Boris Krcmar. Mit einem Average von 104,7 unterstrich „The Nuke“, dass er auch an diesem Wochenende wieder der Spieler ist, den es zu schlagen gilt.
Trotz seines überzeugenden Zweitrundensiegs drehte sich die Aufmerksamkeit anschließend nicht nur um seine Leistung auf der Bühne. Wie so oft bei Littler spielte auch seine Persönlichkeit eine zentrale Rolle – diesmal in Form einer lockeren, aber viel diskutierten Interaktion mit dem Publikum.

Verspielte Rivalität während des Walk-ons

Beim Walk-on konnte sich Littler einen scherzhaften Kommentar in Richtung eines Fans nicht verkneifen. Auslöser war ein kurzes Gespräch über Fußball, in dem ihm erklärt wurde, dass die belgische Nationalmannschaft als „Rote Teufel“ bekannt ist. „Das wusste ich eigentlich nicht“, sagte Littler anschließend mit einem Lächeln im Bühnen-Interview. „Aber hier gibt es ziemlich viele Fans von Manchester United. Und ich sah beim Walk-on einen Liverpool FC-Fan. Also sagte ich zu ihm: Ihr habt heute 2:1 verloren.“
Luke Littler trifft in der dritten Runde auf Niels Zonneveld
Luke Littler trifft in der dritten Runde auf Niels Zonneveld
Die Bemerkung kam mit einem Augenzwinkern – Littler ist bekennender Manchester-United-Anhänger – und passte perfekt zu der spielerischen Rivalität, die er gerne mit dem Publikum pflegt. Das ist typisch für den Teenager, der sich trotz seines jungen Alters auffallend sicher auf der großen Bühne bewegt und den direkten Kontakt zu Fans bewusst sucht.
Der Master of Ceremonies, Philip Brzezinski, griff jedoch schnell ein und lenkte das Gespräch zurück auf das Sportliche sowie den nächsten Gegner. Dennoch bleibt klar: Littler ist ein Spieler, der die Stimmung gerne zusätzlich anheizt – etwas, das er zuvor bereits mit Kommentaren in Richtung der Fans von Nottingham Forest gezeigt hatte.

Belgien-Experte Littler

Während Littler in anderen Ländern wie Deutschland mit Druck und feindlicher Atmosphäre zu kämpfen hat, scheint der 19-Jährige aus seinen Auftritten in Belgien zusätzliche Energie zu ziehen. Die Belgian Darts Open in Wieze haben inzwischen einen besonderen Stellenwert: „Ich liebe es, hier zu spielen“, sagte er offen. „Meine erste European Tour war hier, und ich bin jetzt hier, um meinen Titel zu verteidigen. Ich will ihn einfach wieder gewinnen.“
Diese Aussage unterstreicht seine Ambitionen deutlich. Littler reist als Titelverteidiger an und peilt seinen dritten Sieg in Serie in Belgien an. Angesichts seiner aktuellen Form wirkt dieses Ziel absolut realistisch. „Leistungen wie diese bringen mich an die absolute Spitze“, erklärte er weiter. „Nach meinem Sieg in Irland fühle ich mich gut vorbereitet. Ich habe richtig Lust, morgen wieder auf die Bühne zu gehen.“

Unterschied zu Deutschland spürbar

Auffällig bleibt außerdem, dass sich Littler in Belgien sichtbar wohler fühlt als in einigen anderen Darts-Nationen – insbesondere in Deutschland. Dort erlebte er zuvor knifflige Auseinandersetzungen mit dem Publikum, was dazu führte, dass er bestimmte Turniere bewusst mied.

Dominanz mit Luft nach oben

Gegen Boris Krcmar kontrollierte Littler die Partie nahezu durchgehend. Mit einem Average von 104,7 dominierte er das Match von Beginn an. Trotzdem zeigte er sich anschließend erneut selbstkritisch. „Es hätte noch viel besser sein können“, sagte er ehrlich. „Aber für meine ersten Spiele hier läuft es eigentlich immer nach Plan. Das Wichtigste ist, dass ich morgen dabei bin.“
In der nächsten Runde wartet nun ein spannendes Duell mit Niels Zonneveld. Der Niederländer präsentiert sich aktuell in starker Form und machte zuletzt auf der European Tour mehrfach auf sich aufmerksam.
Für Littler ist Zonneveld zwar ein eher unbekannter Gegner auf der großen Bühne, doch vorbereitet geht er trotzdem in die Partie. „Ich checke immer die Ergebnisse“, erklärte er. „Ich schaue mir die Resultate auf der European Tour an, bevor ich spiele, und er hat es wirklich gut gemacht.“
Dennoch strahlt Littler großes Selbstvertrauen aus. „Aber ich stehe ihm im Weg“, ergänzte er mit einem Lächeln. „Und morgen werde ich definitiv mein A-Game zeigen.“
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