„Ich sagte, dass ihr heute 2:1 verloren habt“ – Luke Littler foppt Liverpool-Fan beim Walk-on und überzeugt bei Sieg gegen Boris Krcmar in Wieze
PDCLuke Littler hat den nächsten starken Auftritt bei den Belgian Darts Open in Wieze hingelegt. Der junge Engländer erreichte souverän das Achtelfinale dank eines klaren 6:2-Erfolgs gegen Boris Krcmar. Mit einem Average von 104,7 unterstrich „The Nuke“, dass er auch an diesem Wochenende wieder der Spieler ist, den es zu schlagen gilt.
Trotz seines überzeugenden Zweitrundensiegs drehte sich die Aufmerksamkeit anschließend nicht nur um seine Leistung auf der Bühne. Wie so oft bei Littler spielte auch seine Persönlichkeit eine zentrale Rolle – diesmal in Form einer lockeren, aber viel diskutierten Interaktion mit dem Publikum.
Verspielte Rivalität während des Walk-ons
Beim Walk-on konnte sich Littler einen scherzhaften Kommentar in Richtung eines Fans nicht verkneifen. Auslöser war ein kurzes Gespräch über Fußball, in dem ihm erklärt wurde, dass die belgische Nationalmannschaft als „Rote Teufel“ bekannt ist. „Das wusste ich eigentlich nicht“, sagte Littler anschließend mit einem Lächeln im Bühnen-Interview. „Aber hier gibt es ziemlich viele Fans von Manchester United. Und ich sah beim Walk-on einen Liverpool FC-Fan. Also sagte ich zu ihm: Ihr habt heute 2:1 verloren.“

Luke Littler trifft in der dritten Runde auf Niels Zonneveld
Die Bemerkung kam mit einem Augenzwinkern – Littler ist bekennender Manchester-United-Anhänger – und passte perfekt zu der spielerischen Rivalität, die er gerne mit dem Publikum pflegt. Das ist typisch für den Teenager, der sich trotz seines jungen Alters auffallend sicher auf der großen Bühne bewegt und den direkten Kontakt zu Fans bewusst sucht.
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Der Master of Ceremonies, Philip Brzezinski, griff jedoch schnell ein und lenkte das Gespräch zurück auf das Sportliche sowie den nächsten Gegner. Dennoch bleibt klar: Littler ist ein Spieler, der die Stimmung gerne zusätzlich anheizt – etwas, das er zuvor bereits mit Kommentaren in Richtung der Fans von Nottingham Forest gezeigt hatte.
Belgien-Experte Littler
Während Littler in anderen Ländern wie Deutschland mit Druck und feindlicher Atmosphäre zu kämpfen hat, scheint der 19-Jährige aus seinen Auftritten in Belgien zusätzliche Energie zu ziehen. Die Belgian Darts Open in Wieze haben inzwischen einen besonderen Stellenwert: „Ich liebe es, hier zu spielen“, sagte er offen. „Meine erste European Tour war hier, und ich bin jetzt hier, um meinen Titel zu verteidigen. Ich will ihn einfach wieder gewinnen.“
Diese Aussage unterstreicht seine Ambitionen deutlich. Littler reist als Titelverteidiger an und peilt seinen dritten Sieg in Serie in Belgien an. Angesichts seiner aktuellen Form wirkt dieses Ziel absolut realistisch. „Leistungen wie diese bringen mich an die absolute Spitze“, erklärte er weiter. „Nach meinem Sieg in Irland fühle ich mich gut vorbereitet. Ich habe richtig Lust, morgen wieder auf die Bühne zu gehen.“
Unterschied zu Deutschland spürbar
Auffällig bleibt außerdem, dass sich Littler in Belgien sichtbar wohler fühlt als in einigen anderen Darts-Nationen – insbesondere in Deutschland. Dort erlebte er zuvor knifflige Auseinandersetzungen mit dem Publikum, was dazu führte, dass er bestimmte Turniere bewusst mied.
Dominanz mit Luft nach oben
Gegen Boris Krcmar kontrollierte Littler die Partie nahezu durchgehend. Mit einem Average von 104,7 dominierte er das Match von Beginn an. Trotzdem zeigte er sich anschließend erneut selbstkritisch. „Es hätte noch viel besser sein können“, sagte er ehrlich. „Aber für meine ersten Spiele hier läuft es eigentlich immer nach Plan. Das Wichtigste ist, dass ich morgen dabei bin.“
In der nächsten Runde wartet nun ein spannendes Duell mit Niels Zonneveld. Der Niederländer präsentiert sich aktuell in starker Form und machte zuletzt auf der European Tour mehrfach auf sich aufmerksam.
Für Littler ist Zonneveld zwar ein eher unbekannter Gegner auf der großen Bühne, doch vorbereitet geht er trotzdem in die Partie. „Ich checke immer die Ergebnisse“, erklärte er. „Ich schaue mir die Resultate auf der European Tour an, bevor ich spiele, und er hat es wirklich gut gemacht.“
Dennoch strahlt Littler großes Selbstvertrauen aus. „Aber ich stehe ihm im Weg“, ergänzte er mit einem Lächeln. „Und morgen werde ich definitiv mein A-Game zeigen.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









