Luke Littler jagt Phil Taylors historischen World-Matchplay-Rekord – 110,88 Punkte im Schnitt über drei Spiele

PDC
Freitag, 24 Juli 2026 um 16:26
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Luke Littler erlebt bislang ein überirdisches World Matchplay 2026. Der 19-jährige Weltmeister spielte in seinen ersten drei Partien in den Winter Gardens Averages von 109.53, 113.68 und 109.57 und liegt damit vor seinem Halbfinale gegen Dirk van Duijvebode bei einem Turnieraverage von 110.88. Damit steuert er auf einen besonderen Rekord zu.

Bestwert für den höchsten Turnieraverage von Phil Taylor

Und dieser Rekord gehört selbstverständlich niemand Geringerem als Phil Taylor. „The Power“ hält den Bestwert für den höchsten Turnieraverage beim World Matchplay. Dieser lag bei 106.30 und stammte aus dem Jahr 2010, als er das Major-Turnier bereits zum elften Mal gewinnen konnte.
Diesen Turnieraverage verdankte Taylor vor allem seiner Erstrundenpartie gegen den Waliser Barrie Bates. Der Engländer notierte einen spektakulären Average von 114.99 und schickte Bates mit 10-6 nach Hause.
Eine Runde später war es etwas weniger, aber immer noch sehr stark. Mit einem Average von 104.60 war Taylor beim 13-4 deutlich zu stark für „The Bronzed Adonis“ Steve Beaton. Im Viertelfinale setzte er sich anschließend mit 16-4 ebenfalls klar gegen Kevin Painter durch und erreichte dabei einen Average von 103.31.
Sein Halbfinale ähnelte dem Viertelfinale. Nicht nur im Average, sondern auch im Ergebnis. Mit 103.46 im Schnitt gewann er ebenfalls recht mühelos mit 17-4 gegen Simon Whitlock, sodass er im Finale auf Raymond van Barneveld traf. Es wurde ein spannendes Endspiel, in dem der Niederländer mit 100.11 im Average erheblichen Widerstand leistete.
Am Ende war es jedoch Taylor, der das Finale mit 18-12 für sich entschied. Mit einem Average von 105.16 im Endspiel beendete er das Turnier mit einem Gesamtaverage von 106.30, was bis heute der höchste Wert überhaupt ist.

Partien Phil Taylor World Matchplay 2010

RundeGegnerErgebnisPhil Taylors Durchschnitt
Erste Runde Barrie Bates 10-6 114.99
Zweite Runde Steve Beaton 13-4 104.60
Viertelfinale Kevin Painter 16-4 103.31
Halbfinale Simon Whitlock 17-4 103.46
Finale Raymond van Barneveld 18-12 105.16

Schießt Littler den nächsten Rekord aus den Rekordbüchern?

In diesem Jahr könnte sich das allerdings ändern. Littler scheint in dieser Woche in Blackpool nämlich noch einen zusätzlichen Gang gefunden zu haben.
Er startete sein Turnier mit einem Average von 109.53 und besiegte damit Niko Springer mit 10-6. In diesem Match notierte er einen 10-Darter und gleich vier 11-Darter.
In seiner zweiten Runde legte er dann noch eine Spur zu. Sein Match gegen Nathan Aspinall begann er sofort mit einem Neundarter, ehe er im vierten Leg Doppel 15 für einen zweiten perfekten Leg verpasste. Am Ende stand ein Average von 113.68, mit dem er „The Asp“, der sich noch stark zurückkämpfte, 11-8 bezwang.
Im Viertelfinale gegen Josh Rock wirkte es nach den ersten 10 Legs noch relativ ausgeglichen, doch ab diesem Zeitpunkt zündete Littler den Turbo. Dank zweier 11-Darter und einiger 13-Darter kam er schließlich auf einen Average von 109.57 und besiegte den Nordiren mit 16-7.
Das bringt Littlers Turnieraverage nach drei Partien also auf 110.88, womit er bislang über 5 Punkte über Taylors Rekord liegt. „The Nuke“ hat jedoch noch zwei Matches in einem sehr langen Format zu bestreiten. Er hat allerdings bereits klargemacht, welches Ziel er für das Halbfinale hat. „Ich bin nie zufrieden, im nächsten Match will ich einfach wieder in Richtung dieser 113 im Average“, sagte er nach seinem Sieg über Rock.
Wenn Littler dieses Niveau im Halbfinale gegen Van Duijvenbode halten kann, das Finale erreicht und dort ebenfalls einen ähnlichen Average spielt, wird Taylors Rekord nicht nur gebrochen, sondern regelrecht zerschmettert. Erst am Samstagabend werden wir jedoch wissen, ob er weiterhin auf Kurs ist, den höchsten Turnieraverage beim World Matchplay zu übertreffen.
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