„Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um danach zwei nach vorne zu machen“ – Niko Springer zieht nach WM-Rückschlag positives Saisonstart-Fazit

PDC
Donnerstag, 26 Februar 2026 um 17:00
Niko Springer
Niko Springer zeigt sich zufrieden mit seinem Saisonauftakt. Nach einem starken Jahr 2025 reiste der Siefersheimer mit großen Erwartungen zur Darts WM nach London – und zerbrach am eigenen Druck. Das gestand Deutschlands Nummer vier später offen ein. Nun meldete er sich nach Players Championship 6 auf Instagram zu Wort und blickte nach vorne.
Springer spielte 2025 eines der stärksten ersten Tour-Card-Jahre überhaupt. Kaum ein Spieler klopft nach nur einer Saison bereits an die Top-50 der Weltrangliste an. Springer erreichte das Achtelfinale beim Grand Slam of Darts und besiegte auf dem Weg dorthin unter anderem Michael van Gerwen und Gary Anderson. Zudem stand er in einem European-Tour-Finale und krönte sich bei der Hungarian Darts Trophy in Budapest mit einem Finalsieg gegen Danny Noppert sogar zum Titelträger.

WM-Enttäuschung nach Traumsaison

Doch das beinahe perfekte Jahr erhielt bei der Darts WM einen herben Dämpfer. Springer verlor in der ersten Runde gegen den Australier Joe Comito. Später gab er offen zu, dass er dem Erwartungsdruck nicht standhalten konnte. Die Enttäuschung saß tief.
Der Start ins Jahr 2026 verlief dagegen vielversprechend. „Die vergangenen Turniere haben gezeigt, es geht wieder in die richtige Richtung“, schrieb Springer auf Instagram. Nach sechs gespielten Pro-Tour-Turnieren stehen bereits zwei Achtelfinals zu Buche – so viele wie im gesamten Vorjahr. „Das ist definitiv ein Schritt nach vorne“, betonte der 25-Jährige in seinem Beitrag.
Gerade die Players-Championship-Turniere bereiteten Springer 2025 noch Probleme. Erst auf den letzten Drücker qualifizierte er sich für die Players Championship Finals. Dort konnte er allerdings krankheitsbedingt nicht antreten. In diesem Jahr wirkt sein Spiel auf dem Floor deutlich stabiler.
Springer setzte bewusst auf einen klaren Kurswechsel. „Ich bin ganz bewusst zurück zu den Basics gegangen: Fokus auf die Grundlagen, saubere Abläufe und mentale Klarheit“, erklärte er. Und weiter: „Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um danach zwei nach vorne zu machen. Genau so fühlt es sich aktuell an.“ Die Selbstanalyse fällt ehrlich aus. „Klar fehlt hier und da noch die Konstanz – aber alles Step by Step.“
Zusätzliche Motivation erhielt Springer Ende Januar. Die Profispieler wählten ihn für sein überragendes erstes Jahr zum „PDC Newcomer des Jahres“. „Umso mehr bedeutet es mir, als Newcomer des Jahres ausgezeichnet worden zu sein. Eine riesige Ehre und gleichzeitig eine starke Motivation“, schrieb er. „Es zeigt mir, dass sich die harte Arbeit auszahlt – und darauf lässt sich aufbauen.“
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