Bittere Pro-Tour-Statistik: Andrew Gilding mit meisten Finals ohne Titel – Gabriel Clemens folgt auf Rang zwei
PDC
Andrew Gilding und die Pro Tour – es bleibt eine schmerzhafte Geschichte. Am vergangenen Mittwoch verlor der Engländer sein siebtes Finale auf diesem Circuit. Damit steht seine Bilanz nun bei null Titeln aus sieben Endspielen. Eine Statistik, die für einen Spieler seines Formats kaum bitterer ausfallen könnte.
Die Pro Tour vereint die Turniere der Players-Championship-Serie und der European Tour. Beim jüngsten Floor-Event unterlag der 55-Jährige im Finale von Players Championship 6 klar mit 1:8 gegen Gerwyn Price. Eine deutliche Niederlage – doch kein Einzelfall.
Deutliche Niederlagen und enge Entscheidungen
Bereits bei Event 6 der European Tour im Jahr 2025 kassierte Gilding im Endspiel eine klare 0:8-Niederlage gegen Gary Anderson. Ergebnisse, die schmerzen. Doch sie erzählen nicht die ganze Geschichte.

Verpasste am Mittwoch bei Players Championship 6 seinen ersten Floor-Titel: Andrew Gilding
2022 stand Gilding mehrfach dicht vor einem Titelgewinn. Bei European Tour Event 12 verlor er mit 6:8 gegen Dave Chisnall. Bei Players Championship 19 unterlag er Danny Noppert ebenfalls mit 6:8. Und auch gegen Geert Nentjes (Players Championship 9) zog er mit 6:8 den Kürzeren. In all diesen Partien entschieden Nuancen.
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Schon seine ersten beiden Pro-Tour-Finals im Jahr 2014 verliefen denkbar knapp. Gegen Gary Anderson (5:6, Players Championship 1) und Stephen Bunting (5:6, UKQ2) fehlte jeweils das berühmte Quäntchen Glück.
Kleine Margen auf höchstem Niveau
Vier seiner sieben verlorenen Finals entschied der Gegner mit nur einem oder zwei Legs Vorsprung für sich. Das zeigt, wie eng die Duelle auf diesem Niveau verlaufen. Gilding beweist immer wieder, dass er das Format für Endspiele besitzt. Doch in den entscheidenden Momenten kippt das Match bislang stets zu seinen Ungunsten.
Aktuell führt Gilding damit eine wenig schmeichelhafte Statistik an: Kein anderer Spieler erreichte mehr Pro-Tour-Finals ohne Titelgewinn. Direkt hinter ihm folgen Gabriel Clemens sowie die Engländer Ricky Evans und Wayne Jones. Alle drei standen jeweils sechsmal in einem Pro-Tour-Finale – und gingen ebenfalls jedes Mal leer aus.
Für Gilding bleibt die Hoffnung, dass die Serie irgendwann reißt. Das Niveau für den großen Wurf bringt er nach wie vor mit.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







