Die Achtelfinalsession der
Poland Darts Open 2026 hielt, was sie versprach: Hochklassige Duelle, Decider – und starke Auftritte der absoluten Weltelite. In Krakau sicherten sich
Luke Littler,
Luke Humphries, Gian van Veen und Co. ihre Tickets für die Finalsession, während mit Jonny Clayton bereits ein Topfavorit vorzeitig die Segel streichen musste. Das größte Highlight lieferte vermutlich
Michael Smith, der in seiner wohl schwersten Karrierephase in die Finalsession eines European-Tour-Turniers zurückkehrt.
Der Finaltag begann mit einem kleinen Weckruf für Luke Littler: Gegen Ross Smith kassierte der Weltmeister zunächst ein frühes Break, drehte die Partie dann jedoch mit einer Serie von sechs gewonnenen Legs in Folge. Mit starkem Scoring und mehreren 180ern zog „The Nuke“ am Ende souverän mit 6:2 ins Viertelfinale ein.
Michael Smith zurück im Viertelfinale
Im zweiten Achtelfinale setzte sich Josh Rock gegen den formstarken Rückkehrer Cristo Reyes durch. Nachdem Reyes zunächst davongezogen war, fand Rock zunehmend Zugriff auf die Partie, glänzte mit einem 10-Darter sowie einem Bull-Finish zum Break und machte mit einem 6:3-Erfolg den nächsten Schritt in Richtung Titelkampf.
Ein echter Nervenkrimi folgte zwischen Chris Dobey und Luke Woodhouse. Woodhouse führte zwischenzeitlich mit zwei Legs, doch Dobey kämpfte sich zurück, erzwang den Decider und profitierte dort von zwei vergebenen Matchdarts seines Gegners. „Hollywood“ blieb cool, checkte auf Doppel-1 und sicherte sich mit 6:5 das Viertelfinalticket.
Für das erste große Ausrufezeichen sorgte anschließend Michael Smith: Der „Bully Boy“ drehte sein Duell mit Jonny Clayton nach frühem Rückstand, zog mit einem 114er-Finish auf 4:1 davon und brachte den 6:4-Sieg letztlich routiniert über die Ziellinie. Damit verabschiedete sich Clayton bereits im Achtelfinale vom ersten European-Tour-Turnier der Saison.
Sorgt endlich wieder mit Schlagzeilen sportlicher Natur für Aufmerksamkeit: Michael Smith
Keine Mühe hatte dagegen Luke Humphries. „Cool Hand Luke“ kontrollierte sein Match gegen Boris Krcmar von Beginn an, baute seine Führung mit konstantem Tempo aus und zog mit einem klaren 6:1 in die Runde der letzten Acht ein.
Ebenfalls dominant präsentierte sich Stephen Bunting. Gegen Jermaine Wattimena setzte „The Bullet“ früh Akzente, marschierte mit einem 136er-Checkout zur 5:1-Führung und machte den 6:1-Erfolg schließlich im Madhouse perfekt.
Den bislang spannendsten Schlagabtausch lieferten sich Gian van Veen und Nathan Aspinall. Aspinall erwischte den besseren Start, doch van Veen kämpfte sich mit einem 122er-Bullfinish eindrucksvoll zurück, ging selbst in Führung und behielt schließlich im Decider die Nerven. Mit dem 6:5-Sieg komplettierte der Niederländer das Viertelfinalfeld zum Großteil – nur ein Ticket blieb zu diesem Zeitpunkt noch offen.
Den Schlusspunkt setzte Wessel Nijman mit einer beeindruckenden Machtdemonstration. Der Niederländer ließ Cameron Menzies kaum Luft zum Atmen, eröffnete das Duell mit zwei schnellen Holds und zog mit Legs in 15 und 12 Darts früh auf 4:0 davon. Spätestens nach einem sehenswerten 116er-Checkout zum 5:1 war die Vorentscheidung gefallen. Zwar meldete sich Menzies mit einem starken 11-Darter kurz auf der Anzeigetafel, doch Nijman ließ nichts mehr anbrennen und machte den dominanten 6:1-Erfolg schließlich mit einem 15-Darter perfekt.