Wessel Nijman setzt seinen beeindruckenden Lauf auf der PDC
Pro Tour unaufhaltsam fort. Bei
Players Championship 14 sicherte sich der Niederländer am Dienstag
bereits seinen sechsten Ranglistentitel der Saison – und reiht sich damit in einen exklusiven Kreis der größten Namen des Sports ein.
Dabei präsentierte sich Nijman über das gesamte Turnier hinweg äußerst souverän. Schon in den ersten Runden zeigte der Niederländer, dass er auch ohne absolute Top-Averages jederzeit in der Lage ist, Matches klar zu kontrollieren. Zum Auftakt setzte er sich gegen Daniel Klose mit 6:2 durch, anschließend folgten deutliche Siege gegen Jurjen van der Velde (6:1) und Niall Culleton (6:3).
Nijman steigert sich im Turnierverlauf deutlich
Ab dem Achtelfinale zog Nijman das Niveau dann noch einmal spürbar an. Gegen Joe Cullen spielte der Niederländer einen Average von 102,19 Punkten und setzte sich verdient mit 6:4 durch. Noch eindrucksvoller fiel seine Vorstellung im Viertelfinale aus. Krzysztof Ratajski hatte dem starken Spiel Nijmans kaum etwas entgegenzusetzen und musste sich aufgrund eines Averages von 102,98 Punkten klar mit 1:6 geschlagen geben.
Wessel Nijman setzt seinen Höhenflug auf der PDC Pro Tour fort und gehört 2026 zu den erfolgreichsten Spielern der Saison
Auch das Halbfinale entwickelte sich zu einer klaren Angelegenheit. Im niederländischen Duell mit Danny Noppert ließ Nijman von Beginn an keine Zweifel aufkommen und dominierte die Partie nahezu nach Belieben. Mit einem souveränen 7:2-Erfolg zog er ungefährdet ins Finale ein und stand damit erneut in einem Endspiel auf dem Floor.
Dort wartete mit
Max Hopp ein deutscher Gegner, doch auch der Euro-Tour-Champion von 2018 fand kein Mittel gegen den entfesselt aufspielenden Niederländer. Nijman kontrollierte das Finale nach Belieben und unterstrich seine Dominanz mit einem deutlichen 8:1-Sieg.
Mit diesem Erfolg steht Nijman in der Saison 2026 nun bereits bei einem Titel auf der European Tour sowie fünf Players-Championship-Triumphen. Damit erreicht er eine Marke, die in der Geschichte der Pro Tour bislang nur absoluten Ausnahmeerscheinungen gelungen ist.
Nijman reiht sich unter die ganz Großen ein
Vor ihm hatten lediglich Phil Taylor, Raymond van Barneveld, Simon Whitlock, Gary Anderson, Michael van Gerwen, Peter Wright und Gerwyn Price mindestens sechs Pro-Tour-Titel in einer Saison gewonnen. Eine Liste, die ausschließlich aus den größten Namen der modernen Darts-Geschichte besteht.
Besonders bemerkenswert: Nijman hat noch mehr als ein halbes Jahr Zeit, seine Ausbeute weiter zu steigern und sich damit womöglich in noch exklusivere Regionen vorzuspielen. Simon Whitlock blieb 2010 ebenso bei sechs Titeln stehen wie Gerwyn Price im Jahr 2023.
Raymond van Barneveld gewann 2007 insgesamt sieben Pro-Tour-Titel, Gary Anderson gelang dieselbe Anzahl im Jahr 2011. Peter Wright steigerte die Bestmarke 2017 auf neun Titel. Phil Taylor dominierte die Pro Tour beinahe nach Belieben und holte 2008 sogar dreizehn Turniersiege, ehe er 2009 noch einmal zwölf Titel folgen ließ.
Den absoluten Rekord hält allerdings Michael van Gerwen. Der Niederländer gewann sowohl 2016 als auch 2018 unglaubliche vierzehn Pro-Tour-Titel in einer einzigen Saison.
Spieler mit den meisten PDC Pro-Tour-Titeln in einem Jahr
| Pro-Tour-Titel in einer Saison | Spieler (Saison(s)) |
| 14 | Michael van Gerwen (2016 & 2018) |
| 13 | Phil Taylor (2008) |
| 9 | Peter Wright (2017) |
| 7 | Raymond van Barneveld (2007), Gary Anderson (2011) |
| 6 | Simon Whitlock (2010), Gerwyn Price (2023), Wessel Nijman (2026) |