PDC Pro Tour Order of Merit-Update: Wessel Nijman dominiert an der Spitze – Deutsche Spieler bleiben hinter Erwartungen zurück

PDC
Donnerstag, 16 April 2026 um 8:45
gabriel clemens 5
Wessel Nijman setzt in der PDC Pro Tour Order of Merit aktuell die Maßstäbe. Der Niederländer baute seine Spitzenposition in dieser Woche beim Double-Header in Wigan weiter aus und sicherte sich bereits seinen vierten Ranglistentitel der laufenden Saison.

Nijman dominiert die PDC Pro Tour

Bei Players Championship 10 zeigte Nijman eine beeindruckende Serie. Er bezwang nacheinander Martin Lukeman, Justin Hood, Adam Gawlas, Niels Zonneveld, Beau Greaves, Luke Woodhouse und schließlich Scott Waites im Finale deutlich mit 8:2. Damit unterstrich er einmal mehr seine außergewöhnliche Form auf der Pro Tour.
Schon zuvor hatte Nijman die Players Championships 2 und 8 gewonnen sowie das Endspiel beim vierten Turnier erreicht. Hinzu kommt sein Triumph bei der European Darts Trophy in Göttingen, wo er seinen ersten Titel auf der Euro Tour feierte.
Die Pro Tour Order of Merit berücksichtigt alle Preisgelder aus Floor-Turnieren und Euro-Tour-Events innerhalb eines Jahres. Da auch seine Titel aus dem späten Jahr 2025 noch in die Wertung einfließen, führt Nijman die Rangliste mit 219.250 Pfund deutlich an.

Enge Abstände in der Verfolgergruppe

Hinter Nijman folgt Chris Dobey auf Platz zwei mit 162.500 Pfund. Der Engländer hatte zu Wochenbeginn selbst ein Players Championship gewonnen und hält damit Anschluss an die Spitze.
Nathan Aspinall rangiert mit 149.750 Pfund auf Platz drei, muss im weiteren Saisonverlauf jedoch einiges an Preisgeld verteidigen, insbesondere auf der Euro Tour, wo er im Vorjahr mehrfach erfolgreich war.
Hinter Aspinall sind die Abstände gering, denn zwischen Platz drei und Platz neun liegen nur 17.250 Pfund. Ross Smith und Gerwyn Price folgen auf Rang vier und fünf, dahinter lauern Stephen Bunting, Jonny Clayton, Danny Noppert und Luke Humphries.

Deutsche Spieler: Kaum Fortschritte auf der Pro Tour

Der enge Kampf in den Top Ten spiegelt sich bei den deutschen Spielern aktuell nicht wider. Der Players Championship Double-Header verlief aus deutscher Sicht insgesamt enttäuschend, weshalb es in der Rangliste kaum Veränderungen gab.
Beim Players Championship 9 gingen 15 deutsche Spieler an den Start. Lediglich Dominik Grüllich erreichte ein Boardfinale, während kein einziger deutscher Akteur das Achtelfinale erreichte.
Martin Schindler in Aktion bei den zurückliegenden UK Open
Martin Schindler ist die aktuelle Nummer 16 der Welt und zwölf auf der Pro Tour 
Auch beim zehnten Turnier blieb die Bilanz schwach. Neun Deutsche schieden bereits in der ersten Runde aus. Nur zwei Spieler erreichten ein Boardfinale, während Gabriel Clemens und Daniel Klose immerhin ins Achtelfinale einzogen.
In der Gesamtbewertung bleibt dennoch ein klares Bild: Die deutschen Spieler zeigen vereinzelt gute Ansätze, doch es fehlt weiterhin an Konstanz und Durchschlagskraft auf hohem Niveau.
In der Pro Tour Order of Merit bleibt Martin Schindler trotz zweier Auftaktniederlagen – unter anderem gegen Beau Greaves – bester Deutscher. Mit 112.500 Pfund liegt er auf Rang zwölf, direkt vor Luke Littler.
Zehn Plätze dahinter folgt Niko Springer auf Rang 22 mit 94.500 Pfund. Springer gewann bei Players Championship 9 sein Auftaktmatch, schied beim darauffolgenden Turnier jedoch direkt aus.

Niederländer und Belgier im Blickpunkt

Die Niederländer stellen weiterhin eine breite und starke Fraktion auf der Pro Tour. Jermaine Wattimena komplettiert die Top Ten, während Gian van Veen knapp dahinter rangiert. Auch Dirk van Duijvenbode bleibt in den Top 16 vertreten.
Besonders Niels Zonneveld und Kevin Doets überzeugen mit konstanten Leistungen. Beide sammelten bereits mehrere starke Ergebnisse, darunter Halbfinal-Teilnahmen, und positionieren sich aussichtsreich im Rennen um die Major-Qualifikation.
Auch Belgien kann positive Entwicklungen vermelden. Kim Huybrechts findet nach schwierigen Jahren zurück zu alter Stärke. Seit der Zusammenarbeit mit Erik Clarys erreicht er wieder regelmäßig späte Turnierphasen.
Huybrechts steht aktuell auf Rang 35 und hat gute Chancen, sich sowohl für Euro-Tour-Events als auch für große Major-Turniere zu qualifizieren. Damit entwickelt sich ein spannender Zweikampf um die belgische Nummer eins mit Mike De Decker.

Große Namen unter Druck

Mehrere Topstars befinden sich in der Pro Tour Order of Merit derzeit ungewohnt weit hinten. Luke Littler liegt lediglich auf Platz 13. Der Grund dafür liegt vor allem in seiner selektiven Turnierplanung, durch die er viele Chancen auf Preisgeld ungenutzt lässt.
Ähnlich gestaltet sich die Situation bei Gary Anderson, der auf Rang 28 zurückgefallen ist. Auch er verzichtet häufig auf Floor-Turniere und ist auf der lukrativeren Euro Tour nur selten vertreten.
Michael van Gerwen rangiert aktuell nur auf Platz 31 und wartet seit rund einem Jahr auf einen Pro-Tour-Titel. Noch prekärer ist die Lage für frühere Weltmeister wie Raymond van Barneveld, Michael Smith, Peter Wright und Rob Cross, die allesamt außerhalb der Top 32 liegen.
Für diese Spieler wächst der Druck, da sie andernfalls wichtige Major-Turniere wie das World Matchplay oder den World Grand Prix im weiteren Saisonverlauf verpassen könnten.

PDC Pro Tour Order of Merit

Rang Name Preisgeld (in Einheiten von £1,000)
1 Wessel Nijman 219.25
2 Chris Dobey 162.5
3 Nathan Aspinall 149.75
4 Ross Smith 146.5
5 Gerwyn Price 143.75
6 Stephen Bunting 143.5
7 Jonny Clayton 136.25
8 Danny Noppert 134.5
9 Luke Humphries 132.5
10 Jermaine Wattimena 122.75
11 Gian van Veen 114.75
12 Martin Schindler 112.5
13 Luke Littler 110
14 Luke Woodhouse 105.75
15 Dirk van Duijvenbode 104.5
16 Josh Rock 104
17 James Wade 102.5
18 Damon Heta 98.75
19 Niels Zonneveld 98.5
20 Krzysztof Ratajski 96.5
21 Ryan Searle 95.75
22 Niko Springer 94.5
23 Daryl Gurney 85
24 Joe Cullen 82
25 Ryan Joyce 81.75
26 William O'Connor 80.5
27 Kevin Doets 80.25
28 Gary Anderson 75.75
29 Andrew Gilding 74.75
30 Cameron Menzies 71
31 Michael van Gerwen 71
32 Dave Chisnall 70.25
33 Karel Sedlacek 63.5
34 Mike De Decker 54.5
35 Kim Huybrechts 53
36 Ricardo Pietreczko 52
37 Raymond van Barneveld 50.75
38 Michael Smith 50.5
39 Peter Wright 50.5
40 Rob Cross 50.25
41 Sebastian Bialecki 49.25
42 Bradley Brooks 48.75
43 Richard Veenstra 47.75
44 Scott Williams 46.75
45 Alan Soutar 46.5
46 Brendan Dolan 45.5
47 Callan Rydz 44
48 Lukas Wenig 43.5
49 Jeffrey de Graaf 43
50 Cam Crabtree 42.75
51 Ritchie Edhouse 42.5
52 Mickey Mansell 40
53 Thibault Tricole 39.5
54 Mensur Suljovic 38.25
55 Keane Barry 38.25
56 Gabriel Clemens 37
57 Madars Razma 36.5
58 Wesley Plaisier 34.75
59 Ricky Evans 34.5
60 Mario Vandenbogaerde 34.5
61 Justin Hood 34
62 Cor Dekker 34
63 Max Hopp 33.5
64 James Hurrell 33.25
65 Ian White 33.25
66 Connor Scutt 33
67 Tom Bissell 31.75
68 Martin Lukeman 31.25
69 Darryl Pilgrim 28.5
70 Ryan Meikle 27.5
71 Maik Kuivenhoven 25
72 Christian Kist 23.25
73 Leon Weber 22.5
74 Adam Lipscombe 22.25
75 Jim Long 22
76 Cristo Reyes 21.25
77 Adam Gawlas 20.5
78 Nick Kenny 20.5
79 Andy Boulton 20.25
80 Dennie Olde Kalter 19.75
81 Viktor Tingstrom 19.5
82 Rob Owen 19.25
83 Scott Waites 18.75
84 Dominik Gruellich 17.75
85 Adam Paxton 17.5
86 Beau Greaves 17.25
87 Dimitri Van den Bergh 16.5
88 Thomas Lovely 16.25
89 Charlie Manby 15.75
90 Greg Ritchie 14.5
91 Tom Sykes 14
92 Marvin van Velzen 13.5
93 Joe Hunt 13
94 Adam Warner 13
95 Shane McGuirk 12
96 Martijn Dragt 11.75
97 Darius Labanauskas 11.25
98 Alexander Merkx 10
99 David Sharp 9.75
100 Stephen Burton 9
101 Arno Merk 9
102 Owen Bates 9
103 Jeffrey Sparidaans 9
104 Tytus Kanik 9
105 Maximilian Czerwinski 9
106 Steve Lennon 8.75
107 Jimmy van Schie 8.75
108 Jurjen van der Velde 8.75
109 Jeffrey De Zwaan 8.5
110 Carl Sneyd 8.5
111 Boris Krcmar 8.5
112 Andy Baetens 8
113 Tavis Dudeney 7.75
114 Jack Tweddell 7.75
115 Mervyn King 7.5
116 Sietse Lap 7.5
117 Niall Culleton 7
118 Rhys Griffin 6.25
119 Kai Gotthardt 5.5
120 Tommy Morris 5.5
121 Tyler Thorpe 5.25
122 Derek Coulson 5.25
123 Samuel Price 5
124 Stefaan Henderyck 5
125 Adam Leek 4.5
126 Benjamin Pratnemer 4.5
127 Tommy Lishman 4.5
128 Pero Ljubic 4.5
129 Stefan Bellmont 4.25
130 Chris Landman 3.75
131 Marcel Hausotter 3.5
131 Patrik Kovacs 3.5
133 Paul Krohne 3.5
134 Marvin Kraft 3.25
135 Stephen Rosney 3.25
136 Oskar Lukasiak 3.25
137 Daniel Klose 3
138 Filip Bereza 2.5
139 Yorick Hofkens 2.5
140 Pascal Rupprecht 2.5
141 Jack Aldridge 2
142 Anton Ostlund 2
142 Finn Behrens 2
142 Jan Schmidt 2
142 Kevin Troppmann 2
146 Francois Schweyen 2
146 Jani Haavisto 2
146 Pascal Devroey 2
149 Dragutin Horvat 2
149 Florian Hempel 2
149 Florian Preis 2
149 Jonas Masalin 2
149 Wojciech Brulinski 2
154 Andreas Harrysson 2
154 Dawid Robak 2
154 Krzysztof Kciuk 2
154 Miroslaw Grudziecki 2
154 Piotr Maciejczak 2
159 Ted Evetts 1.25
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161 Henry Coates 1.25
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