Der neunte Spieltag der Premier League Darts in Berlin hatte es in sich – und endete mit einer faustdicken Überraschung. Stephen Bunting, bislang punktloses Schlusslicht, spielte sich in einen Rausch und krönte seinen Abend mit dem Turniersieg. Im dramatischen Finale setzte er sich mit 6-5 gegen Gerwyn Price durch und feierte damit seinen ersten Premier-League-Triumph.
Schon zu Beginn des Abends sorgte eine Verletzung für Aufsehen: Michael van Gerwen musste mit Schulterproblemen passen. Profiteur war Gerwyn Price, der kampflos ins Halbfinale einzog. Der Waliser nutzte die unerwartete Chance und sammelte wichtige Punkte im Kampf um die Top-Plätze.
Für Tabellenführer Luke Littler lief es dagegen alles andere als rund. Der Youngster unterlag überraschend deutlich mit 2-6 gegen Chris Dobey. Luke Humphries machte es besser: Mit einem Sieg über Rob Cross festigte er Rang zwei und rückte näher an Littler heran.
Stephen Bunting ließ seinem Erfolg über Nathan Aspinall (6-2) im Halbfinale einen weiteren Coup folgen. Auch Humphries hatte gegen den entfesselt spielenden Engländer beim Endstand von 2-6 keine Chance. Price bezwang im zweiten Halbfinale Dobey, musste sich im Endspiel aber einem eiskalten Bunting geschlagen geben.
Trotz der Viertelfinalpleite bleibt Littler mit 26 Punkten an der Spitze. Humphries verkürzt auf 20 Zähler. Price springt mit 15 Punkten auf Rang drei. Van Gerwen fällt nach seiner Absage auf Platz vier zurück (13 Punkte), dicht gefolgt von Cross (12). Aspinall (10) und Dobey (7) lauern dahinter. Bunting verlässt mit fünf Punkten das Tabellenende zwar nicht, setzt aber ein deutliches Ausrufezeichen.
Name | Wochentitel | Gewonnene Spiele | Legdifferenz | Punkte |
Luke Littler | 4 | 16 | +37 | 26 |
Luke Humphries | 2 | 12 | +9 | 20 |
Gerwyn Price | 2 | 8 | +10 | 15 |
Michael van Gerwen | 0 | 7 | -7 | 13 |
Rob Cross | 0 | 6 | -7 | 12 |
Nathan Aspinall | 0 | 6 | -13 | 10 |
Chris Dobey | 0 | 4 | -15 | 7 |
Stephen Bunting | 1 | 3 | -19 | 5 |