Van den Bergh ärgert sich über Turnierverlauf bei der Darts WM: "Andere Spieler sind weit gekommen, haben aber nicht mein Niveau erreicht"

PDC
Freitag, 28 Januar 2022 um 17:15
Dimitri van den Bergh Nordic Darts Masters R1
Für Dimitri van den Bergh war das Ende des Jahres 2021 eines von zwei Extremen. Zunächst war da die Freude über die Geburt seiner Tochter Oonah. Später im Monat musste The Dreammaker eine Enttäuschung schlucken, als er in der zweiten Runde der Darts-Weltmeisterschaft ausschied.
Der Belgier musste in der zweiten Runde gegen Florian Hempel dessen Überlegenheit anerkennen. Van den Bergh spielte eine gute Partie mit einem Average von 101,78, musste aber mit ansehen, wie sein deutscher Gegner in den Finishes glänzte.
"Es war eine große Enttäuschung, weil ich verloren habe, aber ich habe gut gespielt", erinnerte sich Van den Bergh im Gespräch mit Sporza. "Aber der Gegner hat mir mit seinen klinischen Doppeln keine Chance gegeben, ins Spiel zu kommen, das ist sein Verdienst."
Das Viertel, in dem Van den Bergh stand, sorgte schließlich für die meisten Überraschungen bei der Darts-Weltmeisterschaft. Martijn Kleermaker, Raymond Smith und Mervyn King erreichten unter anderem das Achtelfinale. Das Viertelfinale wurde von James Wade gewonnen, der King in der Runde der letzten Acht ausschaltete.
"Ich habe mich geärgert, als ich sah, dass andere Spieler zwar weit kamen, aber nicht annähernd das Niveau erreichten, auf dem ich mich befand", räumt The Dreammaker ein. "Das war schwer zu begreifen, aber in der Zwischenzeit konnte ich dem Ganzen einen Raum geben."
Trotz des frühen Ausscheidens bei der Darts-Weltmeisterschaft konnte Van den Bergh seine Position in den Top-10 der Weltrangliste halten. Der zweifache Junioren-Weltmeister geht als Nummer neun der Welt in die neue Saison, die am Freitagabend mit dem Masters beginnt.
Der 27-jährige Belgier wird in der ersten Runde des Masters auf Ian White treffen. Beide Spieler haben noch nie ein Spiel bei diesem Turnier gewonnen.
"Letztes Jahr durfte ich mein Debüt beim Masters geben, aber dann bin ich gleich in der ersten Runde ausgeschieden. Aber ich habe nie Rachegefühle. Ich freue mich darauf, loszulegen und hoffentlich eine gute Leistung zu zeigen."
"Ich hoffe, dass ich dieses Jahr viel lernen werde. Als Vater habe ich jetzt eine andere Einstellung zum Leben. Die Erkenntnis, dass ich aufgrund meiner Arbeit auch auf einen Teil der Erziehung meines Kindes verzichten muss... Daran werde ich mich gewöhnen müssen."
Was ist Van den Berghs Ziel für 2022? "Ich hoffe, dass ich einen weiteren Schritt in der Weltrangliste machen kann. Ich bin jetzt Neunter, wenn ich am Ende des Jahres Achter bin, bin ich zufrieden. Natürlich will ich auch ein weiteres Major gewinnen, dann kann ich beweisen, dass mein Sieg beim World Matchplay 2020 kein Zufall war."

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