James Wade hat das Ticket für die dritte Runde der
European Darts Open gelöst, doch der Engländer zog trotz seines 6:4-Siegs gegen Maik Kuivenhoven wenig Genugtuung daraus. Unmittelbar nach dem Match zielte „The Machine“ nämlich auf die Turnierorganisation, die seiner Ansicht nach während der extremen Hitze in Leverkusen zu wenig Rücksicht auf das Wohl der Spieler nimmt.
Wade musste alles aufbieten, um Kuivenhoven abzuschütteln, und räumte anschließend ein, dass die Bedingungen auf der Bühne eine große Rolle gespielt hätten. Laut dem früheren Major-Sieger dürfte es nie so weit kommen, dass Spieler bei derart hohen Temperaturen ein Match austragen müssen.
„Irgendwann muss die Organisation den Dartspielern etwas mehr Respekt entgegenbringen“, sagte Wade im Gespräch mit Oche180. „Mit Blick nach vorn sollten Spieler nicht in solcher Hitze spielen müssen.“
Der Interviewer wies darauf hin, dass das Wohl der Spieler an erster Stelle stehen sollte, und fragte Wade nach seiner Lösung. Dabei wurde unter anderem angeregt, dass eine Verschiebung von Partien oder andere Maßnahmen Abhilfe schaffen könnten.
„Es ist überhaupt nicht kompliziert“
Für Wade ist die Lösung jedoch glasklar. Seiner Meinung nach wird das Problem größer gemacht als nötig, tatsächlich gebe es eine einfache Antwort. „Es ist überhaupt nicht kompliziert, oder?“, entgegnete Wade. „Du tust jetzt so, als wäre es eine hochkomplexe Situation.“
Anschließend betonte er, dass die Spieler diejenigen seien, die das Publikum immer wieder unterhalten, und deshalb bessere Rahmenbedingungen verdienen.
„Es gibt Dartspieler, die das ganze Land immer wieder begeistern. Ich rede nicht einmal von mir, sondern von den Topspielern. Und dann müssen sie unter solchen Bedingungen spielen. Das ist nicht fair. Es ist nicht fair, und ich finde auch nicht, dass es richtig ist.“
Auf die Frage, was für ihn die logische Lösung sei, musste Wade nicht lange überlegen. „Verschiebt das Event. Verschiebt Events wie dieses.“
Mehrere Dartspieler haben an diesem Wochenende in Leverkusen mit der Hitze zu kämpfen.
Auch der Blick voraus auf das World Matchplay
Nach dem Sieg kam kurz auch das World Matchplay zur Sprache, das nächste Woche in Blackpool beginnt. Das Winter Gardens ist ebenfalls als heißer Spielort bekannt, doch Wade verwies darauf, dass die Wetterprognosen dort derzeit ganz anders seien als in Leverkusen. „Die Wettervorhersage ist dort komplett anders. Wir werden sehen, was passiert.“
Dennoch unterstrich er erneut, dass die aktuelle Situation bei den
European Darts Open seiner Ansicht nach inakzeptabel sei. „Jeder Dartspieler weiß, wie heiß es hier ist, aber es scheint, als ob die Leute rund um das Turnier nicht wirklich anerkennen, wie die Lage ist. Ich finde nicht, dass Spieler bei solchen Temperaturen spielen sollten.“
Zum Schluss äußerte Wade nochmals seinen Frust darüber, wie aus seiner Sicht mit den Sorgen der Spieler umgegangen wird. „Das Einzige, was Dartspieler immer wieder zu hören bekommen, ist, dass nichts passieren wird.“