Vorschau auf den Sonntagabend bei der Darts WM 2026: Lukas Wenig feiert Ally-Pally-Debüt gegen Wesley Plaisier
PDCNach der Nachmittagssession setzt die Darts WM am Abend ihre erste Runde fort. Dabei richtet sich der Blick aus deutscher Sicht besonders auf ein Match: Lukas Wenig steigt als dritter Deutscher in das Turnier ein und eröffnet die Abendsession im Alexandra Palace.
Den Auftakt bestreitet der 31-Jährige gegen Wesley Plaisier. Für Wenig ist es ein besonderer Moment, denn der Deutsche steht heute Abend erstmals auf der Bühne des Ally Pally. Im Anschluss greift mit Dimitri Van den Bergh ein weiterer Topspieler ins Geschehen ein. Der Belgier trifft in seiner Auftaktpartie auf Darren Beveridge. Danach gehört die Bühne einem der größten Publikumslieblinge des Turniers: Stephen Bunting trifft auf den Polen Sebastian Bialecki. Den Schlusspunkt der Session setzen James Hurrell und der farbenfrohe Stowe Buntz.
Spielplan Darts WM 2026
Sonntag, 14. Dezember
Abendsession (ab 20:00 Uhr)
| 20:10 Uhr | Lukas Wenig | v | Wesley Plaisier | R1 |
| 21:10 Uhr | Dimitri Van den Bergh | v | Darren Beveridge | R1 |
| 22:10 Uhr | Stephen Bunting | v | Sebastian Bialecki | R1 |
| 23:10 Uhr | James Hurrell | v | Stowe Buntz | R1 |
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Lukas Wenig vs. Wesley Plaisier
Wesley Plaisier startet in seine zweite Darts-Weltmeisterschaft und trifft dabei auf den Deutschen Lukas Wenig. Im vergangenen Jahr gewann der Niederländer sein Auftaktmatch gegen Ryusei Azemote aus Japan, bevor er in der zweiten Runde gegen Peter Wright ausschied. Dieses Jahr wartet mit dem 31-jährigen Wenig ein anspruchsvoller Gegner. Der Deutsche erreichte in dieser Saison ein Finale bei einem Players-Championship-Event und spielte sich beim Grand Slam of Darts bis ins Viertelfinale – ein starkes Ausrufezeichen vor seinem WM-Debüt im Alexandra Palace.
Plaisier war auch in dieser Saison vor allem bei den Floor-Turnieren aktiv, kam dort jedoch häufig nicht über die Runde der letzten 32 hinaus. Über die European Tour Card Holder Qualifiers sicherte er sich zwischenzeitlich die Teilnahme an zwei Euro Tour-Turnieren, scheiterte jedoch in beiden Fällen in der ersten Runde.
Obwohl Wenig erstmals bei der WM in London auftritt, scheint er derzeit einen leichten Vorteil gegenüber dem Niederländer zu besitzen. Plaisier bleibt jedoch nicht chancenlos und kann durchaus erneut die zweite Runde erreichen. Ein Blick auf die direkten Duelle zeigt zudem, dass beide Spieler auf Augenhöhe agieren: Vier Begegnungen stehen bislang zu Buche – jeweils zwei Siege pro Spieler. Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits drei Jahre zurück.
Feiert heute sein WM-Debüt: Lukas Wenig
Dimitri van den Bergh vs. Darren Beveridge
Als nächstes betritt Dimitri van den Bergh die Bühne. Der Belgier steckt derzeit nicht in der besten Phase seiner Karriere und ist auf Platz 23 der Order of Merit abgerutscht. Zwar startete er das Jahr mit einem Halbfinale beim Masters vielversprechend, darüber hinaus blieb von „Dreammaker“ wenig zu sehen. Auch bei den UK Open erreichte er lediglich die Runde der letzten 16. Nach einem deutlichen Formtief zog er im Oktober die Reißleine und legte seine Darts für zwei Monate beiseite. Nun geht van den Bergh mit frischem Mut in die WM, doch unklar bleibt, welchen „Dimi“ wir in den kommenden Tagen auf der Bühne sehen werden.
Sein Gegner Darren Beveridge war in dieser Saison vor allem auf den Floor-Turnieren präsent und qualifizierte sich als Pro Tour Qualifikant für die WM. Der Höhepunkt für den Schotten war ein Viertelfinale beim 28. Event der Players Championships. Abgesehen davon blieb von „Ice Cold“ in diesem Jahr wenig zu hören. Schwer vorherzusagen, wer dieses Match für sich entscheiden wird: Für Beveridge ist es das WM-Debüt, während Van den Bergh nach seiner Pause erst wieder seine Form finden muss.
Stephen Bunting vs. Sebastian Bialecki
Danach betritt einer der größten Publikumslieblinge der PDC die Bühne: Stephen Bunting. „The Bullet“ gilt nicht nur bei den Fans als Favorit, sondern auch als Außenseiter auf den WM-Titel, obwohl seine Form zuletzt etwas schwächer war als zu Jahresbeginn. Bunting kletterte inzwischen auf Platz 4 der Weltrangliste und sicherte sich in dieser Saison mehrere Titel: Zu Jahresbeginn gewann er das Bahrain Darts Masters und das Nordic Darts Masters der World Series. Auf der European Tour und dem Floor feierte er ebenfalls zwei Turniersiege. Bei den Majors spielte er solide, erreichte beim Masters und World Matchplay jeweils das Viertelfinale. Die letzten Wochen verliefen jedoch schwächer: Beim World Grand Prix war nach seinem zweiten Match Endstation, beim Grand Slam überstand er die Gruppenphase nicht und bei den Players Championship Finals schied er unter den letzten 32 aus.
Sein Gegner Sebastian Bialecki feierte in diesem Jahr seinen ersten PDC-Titel auf dem Floor und besiegte im Finale den Niederländer Niels Zonneveld. Zudem war er auf der Development Tour aktiv, auf der er als Siebter abschloss. Insgesamt blieb der Pole eher unauffällig. Mit Blick auf die letztjährige WM, bei der Bunting das Halbfinale erreichte, gilt „The Bullet“ als Favorit. Doch die WM ist bekannt dafür, Überraschungen zuzulassen, und Bialecki könnte für einen Moment der Unberechenbarkeit sorgen.
James Hurrell vs. Stowe Buntz
Den Abend beschließen James Hurrell und Stowe Buntz. Hurrell traf bei der letztjährigen WM in den letzten 64 auf Michael van Gerwen und verlor trotz einer ordentlichen Leistung chancenlos mit 0:3. In dieser Saison zeigte der 41-jährige Engländer jedoch sein Potenzial: Auf dem Floor erreichte er ein Viertel- und ein Halbfinale und besiegte bei den Players Championship Finals kürzlich sowohl Jonny Clayton als auch Luke Woodhouse.
Sein Gegner Stowe Buntz ist bekannt für seinen auffälligen Auftritt. Der farbenfrohe US-Amerikaner war im vergangenen Jahr vor allem auf der CDC Pro Tour aktiv, gewann dort drei Turniere und qualifizierte sich so für die PDC-WM. In den beiden Jahren zuvor blieb ihm jedoch kein Matchgewinn. Dieses Duell bietet beiden Spielern Chancen: Buntz hofft, erstmals einen Satz und im Idealfall auch das Match zu gewinnen, während Hurrell die Möglichkeit hat, zum zweiten Mal in Folge die zweite Runde zu erreichen.
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Stowe Buntz fällt durch sein exzentrisches Auftreten und farbenfrohe Shirts auf

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










