Vorschau European Championship am Samstagabend: Ricardo Pietreczko trifft im Kampf ums Viertelfinale auf Jermaine Wattimena
PDCDie ersten vier Viertelfinalisten der European Championship 2025 stehen nach der Nachmittagssession fest. Heute Abend entscheidet sich, wer die restlichen Plätze im Viertelfinale ergattert. Acht Spieler kämpfen in den letzten vier Partien der zweiten Runde um den Einzug unter die letzten Acht – Spannung pur in Dortmund.
In dieser Saison standen 14 Turniere der European Tour auf dem Programm. Aus den Ergebnissen wurde die Top 32 der PDC European Tour Order of Merit ermittelt. Diese 32 Spieler sicherten sich damit ihre Teilnahme an der European Darts Championship 2025.
Die Auslosung erfolgte auf Basis der endgültigen Rangliste: Die Nummer 1 trifft auf die Nummer 32, die Nummer 2 auf die Nummer 31 und so weiter. Dieses System sorgt regelmäßig dafür, dass selbst Weltklasse-Spieler schon früh aufeinandertreffen – ein Garant für packende Duelle gleich zu Beginn des Turniers.
Am Samstagabend stehen nun die letzten vier Spiele der zweiten Runde an. Im Einsatz sind alle Akteure, die ihre Auftaktpartie am Freitagabend gewonnen haben. Besonders im Fokus: Ricardo Pietreczko, der Springer-Besieger Jermaine Wattimena herausfordert.
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Ricardo Pietreczko gegen Jermaine Wattimena
Den Auftakt der Abendsession bestreiten Ricardo Pietreczko und Jermaine Wattimena. Der Niederländer, bekannt als „The Machine Gun“, zeigte bereits in Runde eins seine Treffsicherheit. Gegen den Deutschen Niko Springer dominierte er mit einem Average von 106 Punkten und einem klaren 6:3-Sieg. Wattimena, der schon im vergangenen Jahr überraschend das Finale der Darts-EM erreichte, präsentiert sich auch 2025 in herausragender Verfassung – und will erneut um den Titel mitspielen.
Doch auch Ricardo Pietreczko überzeugte auf heimischem Boden. Der Deutsche bekam es in der ersten Runde mit dem formstarken Josh Rock zu tun. Auf dem Papier galt „Rocky“ als Favorit, doch Pietreczko glänzte auf den Doppeln und setzte sich mit 6:4 bei einer starken Checkout-Quote von 50 Prozent durch.
Auf dem Papier hat Wattimena leicht die Nase vorn, doch das enthusiastische deutsche Publikum wird „Pikachu“ lautstark unterstützen. Alles deutet auf ein mitreißendes Match hin – mit Gänsehautgarantie in der Dortmunder Halle.
Player Details: Jermaine Wattimena
| Total Earnings: | £881,759 |
| Order of Merit: | 26 |
| Tour Card Years: | 10 |
| Highest Average: | 112.16 |
| Highest TV Average: | 107.12 |
Danny Noppert gegen Nathan Aspinall
Im zweiten Match des Abends betritt der nächste Niederländer die Bühne: Danny Noppert trifft auf keinen Geringeren als die Nummer 1 der Setzliste, Nathan Aspinall. Beide Spieler reisen in bestechender Form nach Dortmund – und beide wollen mit einem Sieg den Sprung ins Viertelfinale der Darts-Europameisterschaft 2025 schaffen.
Am Freitagabend zeigte „The Freeze“ eine eiskalt präzise Leistung gegen Landsmann Dirk van Duijvenbode. Noppert spielte einen Average von fast 105 Punkten und feuerte gleich sieben 180er aufs Board – eine beeindruckende Demonstration seiner Scoring-Power. Schon beim World Grand Prix überzeugte der Niederländer mit starker Doppelquote und Konstanz auf den Triple-Feldern.
Doch auch Nathan Aspinall reist mit breiter Brust an. Der Engländer gewann das letzte European Tour-Turnier vor der Europameisterschaft und steht verdient an der Spitze der Setzliste. In seiner Erstrundenpartie gegen Rob Cross ließ „The Asp“ keine Zweifel an seiner aktuellen Stärke: Mit einem Average knapp über 100 und einem klaren 6:1-Sieg dominierte er von Beginn an.
Auf dem Papier ist dieses Duell völlig offen. Beide zählen aktuell zu den heißesten Spielern der Tour, beide haben in den vergangenen Wochen mehrfach ihr Können unter Beweis gestellt. Am Ende dürfte die Tagesform den Ausschlag geben, wer sich am Sonntag Viertelfinalist nennen darf – und wer die Heimreise antreten muss.
Player Details: Danny Noppert
| Total Earnings: | £1,450,611 |
| Order of Merit: | 17 |
| 9 Darters: | 4 |
| Tour Card Years: | 7 |
| Highest Average: | 110.68 |
| Highest TV Average: | 106.59 |
Luke Littler gegen James Wade
Auf dem Papier gilt das dritte Spiel des Abends als eines der spannendsten der gesamten zweiten Runde: Luke Littler, der erst 18-jährige Weltmeister, trifft auf den erfahrenen Routinier James Wade. Ein Duell der Generationen – und eines mit viel Geschichte.
In seiner Auftaktpartie ließ „The Nuke“ nichts anbrennen. Gegen seinen Kindheitshelden Raymond van Barneveld dominierte Littler von Beginn an, spielte einen Average von fast 99 Punkten und setzte sich mühelos mit 6:1 durch. Der Youngster wirkte erneut souverän, fokussiert und zeigt keinerlei Anzeichen von Nervosität auf der großen Bühne.
Auch James Wade zog souverän in die zweite Runde ein. „The Machine“ traf auf Mike De Decker und hatte mit dem Belgier keinerlei Probleme. Mit einem Average von über 97 Punkten feierte Wade einen klaren 6:1-Erfolg und bewies einmal mehr, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört.
Trotz dieser starken Vorstellung spricht die Bilanz klar gegen ihn: In sechs bisherigen Duellen gewann Littler fünfmal, während Wade nur ein einziges Mal siegte – bei einem Players Championship-Turnier. Statistisch ist der junge Engländer also der klare Favorit auf den Viertelfinaleinzug. Doch wer James Wade kennt, weiß: Einen Spieler seiner Klasse sollte man nie abschreiben.

Kann James Wade endlich bei einem TV-Major gegen Luke Littler gewinnen?
Luke Humphries gegen Cameron Menzies
Das letzte Spiel der zweiten Runde verspricht Spannung: Der Weltranglistenerste Luke Humphries trifft auf den schottischen Außenseiter Cameron Menzies. Humphries hinterließ in der ersten Runde wohl den stärksten Eindruck aller Teilnehmer. Gegen Krzysztof Ratajski spielte „Cool Hand Luke“ einen Schnitt von 109,98 und siegte souverän mit 6:0, klar machend, dass er nur mit einem Ziel nach Dortmund gereist ist: dem Titel.
Menzies sorgte hingegen für eine Überraschung, als er seinen Landsmann Gary Anderson mit 6:3 bezwang. Entscheidend war die Doppelquote: Cammy traf 60 % seiner Versuche, während Anderson nur auf 27 % kam. Statistisch ist Humphries damit klar favorisiert, doch Menzies’ Spiel kann extrem variabel sein.
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Spielplan Samstagabend European Darts Championship
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Samstag, 25. Oktober Abendsession(vanaf 19:00 uur) Ricardo Pietreczko v Jermaine Wattimena Nathan Aspinall v Danny Noppert Luke Littler v James Wade Luke Humphries v Cameron Menzies |

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








