„Dieser Sieg bedeutet mir sehr, sehr viel“ - Ricardo Pietreczko steht nach Bullseye-Show im Viertelfinale von Dortmund
PDCRicardo Pietreczko steht erneut im Viertelfinale der European Championship – und das mit einer eindrucksvollen Leistung. Beim 10:6-Erfolg über Jermaine Wattimena zeigte der Deutsche nicht nur starke Nerven, sondern auch spektakuläre Finishes, die das Dortmunder Publikum von den Sitzen rissen.
„Mir bedeutet das tatsächlich sehr, sehr viel“, sagte Pietreczko in der Pressekonferenz direkt nach dem Match unter anderem gegenüber Dartsnews.de (YouTube). „Gerade jetzt das zweite Mal hintereinander im Viertelfinale zu stehen – genial. Diese Atmosphäre ist einfach unglaublich. Ich glaube, Dortmund liegt mir einfach. Ich weiß nicht warum, aber es liegt mir.“
Schon früh setzte der 31-Jährige ein Ausrufezeichen: Mit einem 164er-Checkout über Bullseye breakte Pikachu zum 2:1. Später folgte ein weiteres Highlight – 125 Punkte, gecheckt über Bull, Single Bull und erneut Bull. „Die 164 und die 125 waren genau die Momente, in denen ich das Spiel an mich reißen konnte. Das waren die kleinen Nadelstiche, die am Ende entscheidend waren.“
Trotz der spektakulären Highfinishes lief nicht alles reibungslos. Nach erfolgreichen Breaks tat sich Pietreczko phasenweise schwer, den Vorteil zu bestätigen. „Den Puls wieder runterzukriegen nach einem wichtigen Break ist sehr, sehr schwer. Das sehe ich nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen. Man muss dann den Fokus wieder aufbauen – das ist die Kunst.“
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Besonders auffällig: Pietreczko überragte erneut auf dem roten Knopf – zwei Mal am heutigen Abend, einmal bereits am Vortag. Auf die Frage, ob das vielleicht noch ein Überbleibsel aus seiner Softdart-Vergangenheit sei, winkte er ab: „Ich glaube tatsächlich nicht. Ich spiele inzwischen viel mehr Steeldart als E-Dart. Dieses Klischee, dass E-Dart-Spieler besser bullen können, stimmt so gar nicht. Ich habe den sogenannten Bullshooter, wo das Bull größer ist, vielleicht fünf Mal in meinem Leben gespielt.“
Mit seinem zweiten Viertelfinal-Einzug in Folge bestätigt Pietreczko seine Stärke auf der großen Bühne. Am Sonntag steht er erneut am Finaltag – der Gegner ist ihm bestens bekannt: Wie im Vorjahr trifft Pikachu auf Danny Noppert, gegen den er damals knapp unterlag. „Ich sollte vielleicht einfach zehn Legs gewinnen statt neun,“ sagte er mit einem Augenzwinkern. „Das hat mir Lena auch schon gesagt. Heute hat’s geklappt – das will ich morgen genauso machen.“
Angesprochen auf die Tatsache, dass er wie im vergangenen Jahr der letzte Deutsche im Teilnehmerfeld ist, erklärte Pietreczko: „Ich kenne es schon von letztem Jahr, aber diese Konstellation bringt keinen zusätzlichen Druck mit sich. Am Ende spielen wir alle für uns selbst - das würden Martin, Niko und alle anderen genau so bestätigen. Am Ende des Tages spielt jeder für seine eigene Karriere und versucht, so weit wie möglich zu kommen.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







