Der zweite Spieltag der
Premier League Darts 2026 steht am Donnerstagabend, dem 12. Februar an –
und die PDC feiert mit ihrem Einladungsturnier eine Premiere. Erstmals gastiert die Premier League in Belgien, genauer gesagt im AFAS Dome Antwerpen.
Der Niederländer
Michael van Gerwen reist als Spitzenreiter ins Nachbarland. Mit fünf Punkten führt er die Tabelle an, nachdem er in der Vorwoche den Auftaktabend gewann und im Finale Gian van Veen bezwang, der mit drei Punkten Rang zwei belegt. Jonny Clayton und
Luke Humphries holten jeweils einen Sieg und folgen mit je zwei Punkten auf den Plätzen drei und vier. Gerwyn Price,
Luke Littler, Josh Rock und Stephen Bunting verloren dagegen ihr Auftaktspiel und starten mit null Punkten in diesen zweiten Abend.
Zum ersten Mal macht die
Premier League Darts Station in Belgien – und nicht weniger als 23.000 Fans werden im AFAS Dome Teil dieses Premierenabends sein. Die Bühne ist bereitet für einen besonderen Donnerstag. Doch wer holt sich den Sieg an Spieltag zwei? Hier folgt unsere
Vorschau auf die vier Viertelfinalpartien.
Möchte seinen starken Saisonstart in Antwerpen bestätigen: Michael van Gerwen
Spielplan – Zweiter Abend der Premier League Darts 2026
| Uhrzeit | Spieler 1 | Spieler 2 | Runde |
| 20:15 | Luke Littler | Luke Humphries | VF |
| 20:45 | Michael van Gerwen | Josh Rock | VF |
| 21:15 | Jonny Clayton | Stephen Bunting | VF |
| 21:45 | Gerwyn Price | Gian van Veen | VF |
| 22:15 | N.N.B | N.N.B | HF |
| 22:45 | N.N.B | N.N.B | HF |
| 23:15 | N.N.B | N.N.B | F |
Luke Littler vs. Luke Humphries
Der Abend beginnt mit einem echten Leckerbissen: Weltmeister Luke Littler trifft auf die Nummer zwei der Welt, Luke Humphries. Littler startete seine Premier-League-Kampagne vergangene Woche mit einer Niederlage gegen van Veen und würde bei einer zweiten Pleite in Folge weiterhin bei null Punkten stehen. Panik dürfte beim 19-Jährigen dennoch nicht aufkommen – schon im vergangenen Jahr verlor er sein erstes Match und erreichte trotzdem problemlos die Finals Night.
Humphries gewann zum Auftakt knapp gegen Price, unterlag anschließend jedoch dem späteren Tagessieger van Gerwen. Der Titelverteidiger will sich nun gegen seinen Namensvetter und größten Rivalen der vergangenen Jahre beweisen.
Beide standen sich bereits 27-mal gegenüber. Littler führt den direkten Vergleich mit 17 Siegen an, Humphries kommt auf zehn Erfolge. In der Premier League trafen sie 14-mal aufeinander – auch hier liegt „The Nuke“ deutlich vorn: zehn Siege für Littler, vier für Humphries.
Im direkten Vergleich liegt Littler gegenüber Humphries klar im Vorteil
Michael van Gerwen vs. Josh Rock
Anschließend greift der Sieger des ersten Spieltags ins Geschehen ein. Michael van Gerwen bekommt es in Antwerpen mit Debütant Josh Rock zu tun. Der Niederländer beeindruckte vergangene Woche in Newcastle mit dem direkten Tagessieg. Gegen Stephen Bunting lag „Mighty Mike“ im Viertelfinale zunächst 0:2 zurück, gewann dann aber sechs Legs in Serie. Im Halbfinale setzte er sich mit 6:2 gegen Humphries durch – vor allem dank überragender Checkouts: 87, 97, 104, 110 und 114 Punkte. Im Finale bezwang er schließlich van Veen mit 6:4 und sicherte sich den Titel.
Rock konnte sein Premier-League-Debüt nicht mit einem Sieg krönen. Zwar spielte „Rocky“ mit rund 101 Punkten im Average mehr als ordentlich, traf aber auf einen entfesselten Clayton, der fast 110 Punkte im Schnitt erzielte. Auch der direkte Vergleich spricht für van Gerwen: In zwölf Duellen gewann MVG achtmal, Rock viermal. Bei großen TV-Turnieren standen sie sich dreimal gegenüber, auch dort liegt der Niederländer mit 2:1 vorn. Da es Rocks erstes Premier-League-Jahr ist, kommt es an diesem Donnerstagabend zum ersten direkten Duell der beiden Kontrahenten in diesem Wettbewerb.
Jonny Clayton vs. Stephen Bunting
Das dritte Match bestreiten Jonny Clayton und Stephen Bunting. Clayton wirkte vergangene Woche in seiner ersten Partie wie ein möglicher Tagessieger. Mit einem Average von fast 110 schlug er Rock, brach danach jedoch komplett ein. Mehrere Aufnahmen von 26, 41 oder 45 Punkten führten zur 4:6-Niederlage gegen van Veen im Halbfinale. Dennoch zeigte er im Auftaktspiel sein enormes Potenzial – und trifft nun möglicherweise auf den günstigsten Gegner.
Denn Bunting sucht seit Monaten nach seiner Bestform. Auch vergangene Woche lief es für „The Bullet“ zäh: Gegen van Gerwen führte er zwar 2:0, gewann danach aber kein Leg mehr. Schon im letzten Jahr verlief die Premier League für den Engländer äußerst enttäuschend – und sollte sich seine Form nicht schnell stabilisieren, könnte sich dieses Szenario wiederholen.
Auch der direkte Vergleich spricht leicht für Clayton. Insgesamt standen sich beide 20-mal gegenüber, zwölf Siege gingen an den Waliser, acht an Bunting. In der Premier League trafen sie bislang noch nie aufeinander.
Gerwyn Price vs. Gian van Veen
Das letzte Viertelfinale bestreiten Gerwyn Price und Gian van Veen. Der Niederländer überzeugte bei seinem Debüt in der Vorwoche mit dem Finaleinzug. Zunächst schaltete er Littler aus, anschließend einen enttäuschenden Clayton. Erst im Endspiel musste er sich van Gerwen geschlagen geben.
Price lieferte gegen Humphries ein starkes Match, vergab jedoch in einem entscheidenden Leg zwei Matchdarts. „The Iceman“ meldete sich dafür am Dienstag beim zweiten Players Championship des Jahres eindrucksvoll zurück: Er erreichte das Finale und
fegte van Gerwen unterwegs mit 6:0 vom Board – inklusive eines Averages von über 117. Das Endspiel verlor er trotz mehr als 107 Punkten im Schnitt mit 8:7 gegen Wessel Nijman. In sechs seiner sieben Partien spielte Price einen 100+-Average – ein klarer Beleg für seine aktuelle Topform.
Auf van Veen wartet damit ein echter Härtetest. Auch der direkte Vergleich spricht deutlich für Price: Neunmal trafen beide aufeinander, nur einmal ging van Veen als Sieger hervor – im vergangenen Jahr in einem Viertelfinale der European Tour. Zwar machte der Niederländer zuletzt große Schritte und kletterte bis auf Rang drei der Weltrangliste, dennoch wird er nahezu alles abrufen müssen, um „The Iceman“ erneut zu bezwingen.