Wessel Nijman gewinnt Players Championship 2 in Hildesheim – Gabriel Clemens beeindruckt mit 9-Darter zum Matchgewinn
PDC
Der zweite Pro-Tour-Tag der neuen Saison ist entschieden: Bei Players Championship 2 in Hildesheim setzte sich Wessel Nijman in einem hochklassigen Endspiel durch und holte sich den Titel. Der Niederländer bezwang im Finale Gerwyn Price nach einem echten Nervenkrimi im Decider und feierte damit den vierten Pro-Tour-Erfolg seiner Karriere – während aus deutscher Sicht erneut Gabriel Clemens für das beste Resultat sorgte.
Aus deutscher Sicht begann Players Championship 2 mit viel Bewegung gleich in Runde eins: In zwei direkten Duellen setzten sich Dominik Grüllich gegen Niko Springer sowie Gabriel Clemens gegen Ricardo Pietreczko durch. Früh erwischte es dagegen Matthias Ehlers, der gegen Krzysztof Ratajski chancenlos blieb, ebenso Yorick Hofkens, Arno Merk, Pascal Rupprecht, Marvin Kraft, Maximilian Czerwinski und Leon Weber, die allesamt in der Auftaktrunde ausschieden.
Schindler lässt Fans aufatmen
Positive Signale setzte Martin Schindler, der nach seinem besorgniserregenden Auftritt am Vortag mit einem 6:4 über Cameron Crabtree in Runde zwei einzog und dort erst im Decider gegen Adam Paxton gestoppt wurde – mit ordentlichem 95er-Average ein klarer Schritt nach vorn. Auch Kai Gotthardt durfte endlich wieder jubeln, setzte sich zunächst gegen Steve Lennon durch, scheiterte anschließend jedoch am gestrigen Sieger James Wade.
Clemens in Topform – und mit 9-Darter
Erneut zum deutschen Fixpunkt des Turniers wurde Gabriel Clemens. Der „German Giant“ bestätigte seine starke Frühform mit Siegen über Pietreczko, Darryl Pilgrim und Madars Razma – letzteres Match beendete Clemens spektakulär mit einem 9-Darter – und erreichte damit zum zweiten Mal in Folge das Achtelfinale. Dort war jedoch Schluss: Gegen Danny Noppert unterlag Clemens mit 2:6, blieb aber erneut bester deutscher Akteur des Tages. Auch Max Hopp zeigte starke Phasen, musste sich nach einem hochklassigen Zweitrundenduell mit 101 Punkten im Average jedoch Kevin Doets geschlagen geben, der sogar 107 Punkte spielte. Für Lukas Wenig reichte es nach einem Decider-Sieg gegen Callan Rydz immerhin bis in Runde zwei, während Grüllich nach gutem Start im Boardfinale an Luke Woodhouse hängen blieb.
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An der Spitze des Turniers übernahmen derweil die internationalen Schwergewichte das Kommando. Gerwyn Price fegte im Viertelfinale Michael van Gerwen mit einem 117er-Average und Whitewash vom Board, während sich Wessel Nijman ebenso souverän für die Vorschlussrunde qualifizierte. Dort drehte Nijman sein Match gegen Ryan Searle mit sieben gewonnenen Legs in Serie, ehe Price im zweiten Halbfinale Ratajski mit 7:4 bezwang und damit den Finaleinzug perfekt machte.
Das Endspiel zwischen Wessel Nijman und Gerwyn Price entwickelte sich von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch auf Weltklasse-Niveau. Nijman erwischte den besseren Start und setzte mit einem frühen Break das erste Ausrufezeichen, doch Price antwortete prompt – unter anderem mit einem spektakulären 144er-Checkout. Beide Spieler hielten anschließend über weite Strecken ihr hohes Tempo, wechselten sich mit Breaks ab und lieferten sich intensive Scoring-Duelle.
In der entscheidenden Phase schien Price mit einem 121er-Checkout zum 6:5 erstmals entscheidend davonzuziehen, doch Nijman konterte sofort mit einem eiskalten Re-Break über Bullseye und Doppel-16. Nachdem der „Iceman“ nochmals zum 7:7 ausglich, fiel die Entscheidung im Decider: Nijman behielt die Nerven, nutzte seinen Anwurf konsequent und verwandelte schließlich seinen Matchdart auf der Doppel-10 zum Titelgewinn. Für den Niederländer ist es der erste Pro-Tour-Triumph der noch jungen Saison – ein weiteres starkes Statement, während Price trotz Finaleinzug erneut knapp an einem Titel vorbeischrammte.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








