Nachdem am Mittwoch die Qualifikation in Milton Keynes entschieden wurden, startet am Donnerstagabend das
Winmau World Masters 2026 richtig durch. In der Arena MK stehen acht Erstrunden‑Begegnungen auf dem Programm.
Zu den großen Namen, die am ersten Abend des
Winmau World Masters im Einsatz sind, gehören
Michael van Gerwen,
Gian van Veen, Jonny Clayton, Gary Anderson, Gerwyn Price und Nathan Aspinall. Die Matches der ersten Runde werden als Best‑of‑5‑Sätze ausgetragen, jeweils mit Best‑of‑3‑Legs pro Satz – ein Format, das von Beginn an Tempo und Spannung garantiert.
Chris Dobey gegen Jermaine Wattimena
Der Abend in Milton Keynes startet mit dem Duell zwischen Chris Dobey und
Jermaine Wattimena. Dobey gewann das Turnier bereits 2023, damals allerdings noch unter dem alten Format, bevor das World Masters zum offiziellen Ranglistenturnier wurde. Der 35‑jährige Engländer geht in diesem Jahr als Nummer 13 der Setzliste ins Rennen und gilt klar als leichter Favorit.
Jermaine Wattimena ist die aktuelle Nummer achtzehn der Welt
Wattimena steht ihm dennoch nicht als Außenseiter gegenüber. Der Niederländer rangiert nur wenige Plätze hinter Dobey in der Weltrangliste und blickt auf ein starkes Jahr 2025 zurück. Im vergangenen Jahr trafen beide fünfmal aufeinander – und Wattimena gewann drei dieser Begegnungen, was das Duell deutlich offener macht, als die Setzliste zunächst vermuten lässt. Auf den Sieger könnte im weiteren Verlauf möglicherweise
Michael van Gerwen warten.
Gary Anderson gegen Niels Zonneveld
Im zweiten Match des Abends steht ein weiterer Niederländer im Mittelpunkt: Niels Zonneveld. Der 27‑jährige aus Uitgeest kämpfte sich durch das Qualifikationsturnier und bezwang in der letzten Runde mit Kim Huybrechts einen engen Freund sowie langjährigen Mitstreiter. Damit gibt Zonneveld sein Debüt bei den Masters – ein großer Schritt in seiner Karriere, den er mit Selbstvertrauen angehen kann, nachdem er bei der WM die Runde der letzten 32 erreichte.
In der Auftaktrunde wartet mit Gary Anderson eine echte Marke. „The Flying Scotsman“ stand 2017 bereits im Masters‑Finale und erreichte Anfang dieses Jahres das WM‑Halbfinale. Mit 55 Jahren rangiert Anderson wieder auf Platz sechs der Weltrangliste und beweist damit, dass er auch im hohen Alter auf höchstem Niveau mitspielen kann. Das direkte Duell zwischen Anderson und Zonneveld spricht bisher klar für den Schotten: Von drei Begegnungen gewann Anderson zwei, wobei ihr letztes Aufeinandertreffen allerdings fast zwei Jahre zurückliegt.
Gary Anderson trifft in der ersten Runde auf Niels Zonneveld
Nathan Aspinall gegen Shane McGuirk
Anschließend betreten Nathan Aspinall und Shane McGuirk die Bühne. „The Asp“ stand in der Vergangenheit bereits zweimal im Halbfinale des Masters und wird dieses Jahr besonders heiß darauf sein, den Sprung ins Finale zu schaffen. Der 34‑jährige Engländer wurde zu seiner Enttäuschung nicht für die Premier League Darts nominiert – eine Motivation mehr, sich über die Majors zurückzumelden.
In der ersten Runde wartet mit Shane McGuirk ein frischer Name aus Irland. Der 30‑jährige sicherte sich 2024 den WDF‑Weltmeistertitel und erhielt zu Beginn dieser Saison erstmals eine PDC‑Tourcard. Damit darf McGuirk gleich beim ersten Major des neuen Jahres auf der großen TV‑Bühne stehen – ein echter Karriereschritt, den er gegen einen Routinier wie Aspinall unter Beweis stellen muss.
Jonny Clayton gegen Wessel Nijman
Der Vorjahresfinalist Jonny Clayton tritt in seinem Erstrundenmatch gegen Wessel Nijman an. Clayton unterlag im Finale 2025 mit 5:6 Sätzen gegen Luke Humphries und gehört auch in diesem Jahr mit Platz fünf der Weltrangliste und einer Premier‑League‑Nominierung zu den Top‑Spielern der Tour. Zudem gewann er die Masters bereits 2021 und weiß also, wie es ist das Turnier für sich zu entscheiden.
Nijman qualifizierte sich mit starkem Spiel über die Preliminary Round für das Hauptfeld. Der 25‑jährige Niederländer gilt seit Jahren als großes Talent, hat bei den Majors aber noch nicht den erwarteten Durchbruch geschafft. Gegen Clayton bietet sich ihm nun die Chance, genau diesen „Bann“ zu brechen – vorausgesetzt, er kann seine Floor‑Form auch unter TV‑Druck bestätigen.
Wessel Nijman trifft in der Auftaktrunde auf Jonny Clayton
Gerwyn Price gegen James Hurrell
Gerwyn Price trifft in der Auftaktrunde auf James Hurrell. „The Iceman“ erlebte eine enttäuschende WM, bei der er in der zweiten Runde überraschend gegen Wesley Plaisier ausschied. Bei den Masters stand Price bereits zweimal im Halbfinale, wartet aber seit 2022 auf einen neuen Majortitel – ein Druckfaktor, der in Milton Keynes zusätzliche Energie freisetzen kann.
Mit Hurrell bekommt er es mit einem Spieler zu tun, der in der Qualifikation erneut seine Form unterstrichen hat. Der Engländer sorgte bei der vergangenen WM für Aufsehen, als er unerwartet das Achtelfinale erreichte und damit seine Klasse auf der großen Bühne bewies. In den bisherigen vier direkten Duellen hatte Price stets die Nase vorn, was ihm möglicherweise eine kleinen psychologischen Vorteil verschafft.
Michael van Gerwen gegen Damon Heta
Im vorletzten Match des Abends trifft
Michael van Gerwen auf Damon Heta. „Mighty Mike“ gewann das Masters bereits fünfmal, sein letzter Triumph datiert allerdings aus dem Jahr 2019. Van Gerwen startete die neue Saison aber stark mit einem Sieg bei den Bahrain Darts Masters und einem Finaleinzug bei den Saudi Arabia Darts Masters – ein klares Signal, dass er wieder in Topform ist.
Mit Heta wartet ein Spieler, der auf den Floor‑Turnieren regelmäßig überzeugt, auf den großen TV‑Bühnen aber oft Schwierigkeiten hat, sein Niveau abzurufen. Van Gerwen und Heta standen sich bereits 16‑mal gegenüber, wobei der Niederländer den direkten Vergleich mit 10:6 anführt. Trotzdem darf Heta als gefährlicher Außenseiter gelten, der bei einem guten Abend jeden Gegner in Bedrängnis bringen kann.
Gian van Veen gegen Ryan Joyce
Der Auftaktabend des
Winmau World Masters endet mit dem Duell zwischen
Gian van Veen und Ryan Joyce. Van Veen schaffte im vergangenen Jahr endgültig den Sprung an die Weltspitze: Er gewann die European Championship und stand bei der WM im Finale. Der 23‑jährige Niederländer rangiert mittlerweile auf Platz drei der Weltrangliste und wurde zudem für die Premier League Darts nominiert – ein echter Meilenstein in seiner Karriere.
Ryan Joyce ist aktuell die Nummer 24 der Welt und damit der am niedrigsten gesetzte Spieler, der direkt ins Hauptfeld einzog. Joyce und Van Veen trafen bislang dreimal aufeinander – und jedes Mal setzte sich der Niederländer durch. Dennoch darf Joyce als erfahrener Routinier nicht unterschätzt werden, vor allem wenn er in den ersten Sätzen Tempo und Druck aufbauen kann.