Die niederländische Siegesserie beim WDF World Masters geht weiter. Nach den Titeln von Wesley Plaisier in den vergangenen beiden Jahren krönte sich diesmal Jimmy van Schie in Budapest zum neuen Champion. Der 32-Jährige blieb während des gesamten Turniers ungeschlagen und sicherte sich damit den prestigeträchtigen Titel – ein beeindruckender Erfolg, mit dem er seine Stellung als Nummer eins der WDF eindrucksvoll bestätigte.
Auch aus deutschsprachiger Sicht gab es Lichtblicke: Paul Krohne erreichte als bester Deutscher das Achtelfinale, musste sich dort aber mit 1:5 gegen Jeff Smith geschlagen geben. Der Österreicher Patrick Tringler stand ebenfalls unter den letzten 16, unterlag jedoch mit 1:5 gegen Patrick Quinn.
Van Schie dominiert die K.o.-Phase
Am Donnerstagnachmittag startete in der Kategorie „Open“ die K.o.-Phase des WDF World Masters. Nach zahlreichen spannenden Partien standen die vier Halbfinalisten fest: Jimmy van Schie (Niederlande), Jason Brandon (USA), Jeff Smith (Kanada) und Cliff Prior (England).
Dominiert den WDF-Circuit nach belieben: Jimmy van Schie
Im ersten Halbfinale ließ van Schie seinem Gegner Jason Brandon, dem frischgebackenen Sieger der Hungarian Classic, keine Chance. Der Niederländer legte mit zwei starken Legs los, kontrollierte das Match von Beginn an und zeigte eindrucksvolle Nervenstärke. Brandon holte nur ein Leg, bevor van Schie mit einem 112er-Finish, einem 13-Darter und einem 14-Darter das Match klar mit 6:1 gewann.
Das zweite Halbfinale verlief deutlich enger. Der Kanadier Jeff Smith, ehemaliger BDO-WM-Finalist, traf auf Cliff Prior, den amtierenden WDF World Open Champion. Die ersten fünf Legs endeten allesamt in einem Break – beide Spieler zeigten starkes Scoring. Erst beim Stand von 3:2 gelang Smith das erste Hold. Er zog auf 4:2 davon und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Mit einem 6:4-Erfolg zog Smith ins Finale ein.
Finale voller Klasse – van Schie überragt mit 107er Average
Das Endspiel zwischen Jimmy van Schie und Jeff Smith war eine Neuauflage des Finales der MODUS Super Series Champions Week, das Smith damals gewonnen hatte. Diesmal aber bestimmte van Schie das Geschehen von der ersten Aufnahme an. Der Niederländer startete mit vier gewonnenen Legs in Serie, spielte dabei einen Average von über 107 Punkten und unterstrich seine Dominanz mit einem 112er-Finish sowie mehreren High-Speed-Legs.
Im fünften Leg kämpfte sich Smith mit einem 14-Darter auf das Scoreboard, doch van Schie hielt den Druck hoch. Der Niederländer erhöhte auf 6:2 und vollendete den Triumph mit einem 15-Darter zum 7:2-Endstand. Ein Auftritt, der seine aktuelle Form und mentale Stärke eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
VICTORY FOR VAN SCHIE! 🇳🇱
For the third successive time, the World Master is a Dutchman.
Jimmy van Schie took the honours this year with a 7-2 final win over Jeff Smith, averaging 97.11 with 2 180s, 2 177s and a 112 finish along the way!
📸: Tamas Kovacs/MDS