Das
World Matchplay gilt als zweiter Teil der sogenannten
„Triple Crown“ im Darts und wird traditionell in Blackpool ausgetragen. Doch wo genau befinden sich die Winter Gardens – und wann startet das World Matchplay 2026?
Im vergangenen Jahr sicherte sich Luke Littler erstmals den Titel, als er James Wade mit 18:13 besiegte. Damit wurde er nicht nur zum jüngsten Sieger des Turniers, sondern auch erst zum fünften Spieler der Geschichte, der die sogenannte PDC Triple Crown aus World Matchplay, Weltmeisterschaft und Premier League komplettierte.
Die Trophäe selbst trägt den Namen der Darts-Legende Phil Taylor, der das Turnier 16 Mal gewann und damit eine unvergleichliche Ära in Blackpool prägte.
Hier finden Sie alle wichtigen Infos zu den Winter Gardens:
1. Wo liegen die Winter Gardens?
2. Wann beginnt das PDC World Matchplay?
3. Wie qualifiziert man sich für das PDC World Matchplay?
4. Wie komme ich zu den Winter Gardens?
5. Wie bekomme ich Tickets für das PDC World Matchplay?
6. Wie hoch ist das
Preisgeld in den Winter Gardens?
7. Wo wird das PDC World Matchplay live übertragen?
8. Welche Spieler haben das PDC World Matchplay bereits gewonnen?
9. Wer hat beim PDC World Matchplay einen 9-Darter geworfen?
10. In welchem Format wird das PDC World Matchplay gespielt?
1. Wo liegen die Winter Gardens?
Die Winter Gardens in Blackpool sind weit mehr als nur der Austragungsort des World Matchplay – sie sind ein historisches Wahrzeichen im Herzen des englischen Seebades. Seit ihrer Eröffnung 1878 bilden sie das pulsierende kulturelle Zentrum Blackpools. Mit Veranstaltungsräumen wie dem majestätischen Opernhaus und dem berühmten Empress Ballroom zählen sie zu den prestigeträchtigsten Locations Großbritanniens.
Die Lage ist ideal: Nur wenige Schritte vom bekannten Pier und anderen Attraktionen der Stadt entfernt. Die Winter Gardens beherbergen zahlreiche Veranstaltungen – von Konzerten und Theateraufführungen bis zu Kongressen und Messen. Für Darts-Fans gibt es jedoch eine ganz besondere Veranstaltung.
Jeden Sommer verwandelt sich der historische Komplex in das Schlachtfeld des PDC World Matchplay – einem der Klassiker im Dartkalender. Unter der gläsernen Kuppel des traditionsreichen Austragungsorts wird dabei regelmäßig Dartgeschichte geschrieben.
Luke Littler gewann das World Matchplay 2025
2. Wann beginnt das PDC World Matchplay?
Das PDC World Matchplay 2026 startet am Samstag, 18. Juli, und läuft bis Sonntag, 26. Juli. Das Herrenturnier beginnt am Eröffnungsabend mit 32 der weltbesten Spieler, die neun Tage lang um einen der prestigeträchtigsten Titel im Dartsport kämpfen.
Auch die Frauen erhalten ihren großen Auftritt: Das Women’s World Matchplay endet traditionell am Finaltag, dem 27. Juli. Dabei geht es nicht nur um den Titel, sondern auch um wichtige Startplätze für die PDC World Darts Championship und den Grand Slam of Darts.
Mit Ausnahme des Eröffnungssonntags und des Frauenturniers finden alle Spiele als Abendsessions statt. Die erste Runde läuft von Samstag bis Montag, die zweite Runde am Dienstag und Mittwoch, gefolgt von den Viertelfinals am Donnerstag und Freitag.
Am Samstag stehen die Halbfinals auf dem Programm, ehe am Sonntag die Finalspiele der Frauen und Männer steigen. Das Finale der Männer findet am Abend unter dem Dach der kultigen Winter Gardens statt.
3. Wie qualifiziert man sich für das World Matchplay?
Die Qualifikation für das PDC World Matchplay erfolgt über ein zweistufiges System, das die Leistungen der weltbesten Spieler über einen längeren Zeitraum berücksichtigt. Nur 32 Spieler schaffen den Sprung ins prestigeträchtige Turnier in Blackpool.
1. Die Top-16 der PDC Order of Merit Die ersten 16 Teilnehmer stammen direkt aus der PDC Order of Merit, der offiziellen Weltrangliste, basierend auf den Preisgeldern der letzten zwei Jahre. Namen wie Luke Humphries, Michael van Gerwen und Luke Littler sind hier regelmäßig vertreten. Diese Spieler sind in der ersten Runde gesetzt, doch eine einfache Auslosung ist keine Garantie – Überraschungen gehören dazu.
2. Die Top-16 der Pro Tour Order of Merit
Die restlichen 16 Plätze gehen an Spieler der ProTour Order of Merit, die das Preisgeld des aktuellen Kalenderjahres berücksichtigt. Hier qualifizieren sich Teilnehmer vor allem über Players Championships und European Tour Events. Sollte ein Spieler bereits in den Top-16 der PDC Order of Merit stehen, rückt der nächste auf der Pro Tour-Liste nach.
Der sogenannte
„Cut-off“ für die Qualifikation liegt meist in der ersten Juliwoche. Danach steht das endgültige Teilnehmerfeld fest, und die Auslosung bringt die Top-16 der Order of Merit mit den besten 16 der ProTour Rangliste zusammen.
Im Jahr 2024 sorgte das Auslosungssystem für ein Highlight in Runde eins: Luke Littler, damals noch nicht in den Top-16 der Order of Merit, traf direkt auf Michael van Gerwen – ein Beleg dafür, dass jede Runde im World Matchplay für Spannung sorgt.
Martin Schindler sicherte sich seinen Matchplay-Startplatz in der Vergangenheit häufig über die Pro Tour Order of Merit
4. Wie komme ich zu den Winter Gardens?
Die Winter Gardens in Blackpool sind mit verschiedenen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Bei einer Anreise mit dem Zug ist der Bahnhof Blackpool North die nächstgelegene Station, die etwa 10 bis 15 Gehminuten vom Veranstaltungsort entfernt liegt. Alternativ bietet sich eine kurze Taxifahrt an. Zudem halten zahlreiche Buslinien in unmittelbarer Nähe, unter anderem an der Corporation Street, Market Street und Church Street – jeweils nur zwei bis fünf Minuten Fußweg entfernt.
Auch die Blackpool Tramway fährt das Gebiet an. Die Haltestellen North Pier und Talbot Road befinden sich nur wenige Gehminuten vom Eingang entfernt. Autofahrer erreichen die Halle über mehrere Hauptverkehrsstraßen (A-Roads), zudem stehen in der Umgebung verschiedene Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Durch die zentrale Lage in Blackpool ist die Arena sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto oder zu Fuß bequem erreichbar.
5. Wie bekomme ich Tickets für das World Matchplay?
Der Kartenverkauf für das World Matchplay beginnt traditionell im Februar – so auch 2026. Am 24. Februar erhielten PDCTV-Jahresmitglieder exklusiven Vorabzugang. Die Mitgliedschaft kostet 49,99 Pfund jährlich und bietet neben frühem Ticketzugang auch Live-Streams zur Pro Tour.
Am 25. Februar startete der Vorverkauf für Abonnenten der Mailingliste mit persönlichem Code, bevor am 26. Februar der allgemeine Verkauf begann.
Die Nachfrage war riesig: Alle Tickets für die Ausgabe 2026
waren schnell ausverkauft – ein Beweis für die enorme Popularität des Turniers.
Wer dennoch Karten sucht, kann sein Glück auf Wiederverkaufsplattformen wie See Tickets versuchen, dem offiziellen Partner der PDC. Die Preise variieren: Für den Eröffnungsabend liegen Tischtickets bei 45 Pfund, Balkon- oder Stehplätze bei 50 Pfund. Für das Finale kosten Tickets je nach Standort bis zu 65 Pfund.
6. Wie hoch ist das Preisgeld in den Winter Gardens?
Auch 2026 lockt das World Matchplay mit beachtlichen Preisgeldern. Der Sieger erhält satte 225.000 Pfund, der Zweitplatzierte 125.000 Pfund. Halbfinalisten werden mit 65.000 Pfund belohnt.
Viertelfinalisten bekommen 35.000 Pfund, Teilnehmer der zweiten Runde 22.500 Pfund. Selbst ein frühes Aus in der ersten Runde bringt noch 12.500 Pfund ein.
Insgesamt schüttet die PDC eine Million Pfund Preisgeld aus – ein klares Zeichen für die Bedeutung des Turniers.
| Ergebnis | Preisgeld |
| Titelgewinner | £200,000 |
| Finalist | £100,000 |
| Halbfinalisten | £50,000 |
| Viertelfinalisten | £30,000 |
| Zweite Runde | £15,000 |
| Erste Runde | £10,000 |
7. Wo wird das PDC World Matchplay live übertragen?
Das World Matchplay wird in Deutschland live und in voller Länge beim Streamingdienst DAZN übertragen. Dort können alle Sessions des Turniers – von den ersten Runden bis zum Finale – verfolgt werden.
8. Welche Spieler haben das PDC World Matchplay bereits gewonnen?
In der bislang 31-jährigen Geschichte des Turniers gab es insgesamt vierzehn verschiedene Sieger. Nur drei Spieler konnten den Titel mehrfach gewinnen.
Die Siegerliste wird angeführt von Phil Taylor (16 Titel), Michael van Gerwen (3) und Rod Harrington (2). Jeweils einmal erfolgreich waren Gary Anderson, Nathan Aspinall, Larry Butler, Rob Cross, Peter Evison, Luke Humphries, Luke Littler, Colin Lloyd, Dimitri Van den Bergh, James Wade und Peter Wright.
| Jahr | Sieger (Average im Finale) | Ergebnis | Finalist (Average im Finale) |
| 1994 | Larry Butler (92.70) | 16–12 | Dennis Priestley (91.59) |
| 1995 | Phil Taylor (90.72) | 16–11 | Dennis Priestley (87.63) |
| 1996 | Peter Evison (100.51) | 16–14 | Dennis Priestley (96.67) |
| 1997 | Phil Taylor (106.32) | 16–11 | Alan Warriner (98.42) |
| 1998 | Rod Harrington (95.03) | 19–17 | Ronnie Baxter (94.07) |
| 1999 | Rod Harrington (85.95) | 19–17 | Peter Manley (86.91) |
| 2000 | Phil Taylor (100.32) | 18–12 | Alan Warriner (97.14) |
| 2001 | Phil Taylor (99.57) | 18–10 | Richie Burnett (90.99) |
| 2002 | Phil Taylor (98.76) | 18–16 | John Part (94.14) |
| 2003 | Phil Taylor (94.38) | 18–12 | Wayne Mardle (97.44) |
| 2004 | Phil Taylor (100.20) | 18–8 | Mark Dudbridge (89.24) |
| 2005 | Colin Lloyd (97.89) | 18–12 | John Part (94.53) |
| 2006 | Phil Taylor (100.08) | 18–11 | James Wade (90.01) |
| 2007 | James Wade (96.83) | 18–7 | Terry Jenkins (91.62) |
| 2008 | Phil Taylor (109.47) | 18–9 | James Wade (102.58) |
| 2009 | Phil Taylor (106.05) | 18–4 | Terry Jenkins (92.32) |
| 2010 | Phil Taylor (105.16) | 18–12 | Raymond van Barneveld (100.11) |
| 2011 | Phil Taylor (103.84) | 18–8 | James Wade (98.84) |
| 2012 | Phil Taylor (98.97) | 18–15 | James Wade (95.92) |
| 2013 | Phil Taylor (111.23) | 18–13 | Adrian Lewis (105.92) |
| 2014 | Phil Taylor (107.19) | 18–9 | Michael van Gerwen (101.49) |
| 2015 | Michael van Gerwen (99.91) | 18–12 | James Wade (90.37) |
| 2016 | Michael van Gerwen (103.93) | 18–10 | Phil Taylor (101.13) |
| 2017 | Phil Taylor (104.24) | 18–8 | Peter Wright (99.74) |
| 2018 | Gary Anderson (101.12) | 21–19 | Mensur Suljović (104.43) |
| 2019 | Rob Cross (95.16) | 18–13 | Michael Smith (95.91) |
| 2020 | Dimitri Van den Bergh (98.31) | 18–10 | Gary Anderson (92.81) |
| 2021 | Peter Wright (105.90) | 18–9 | Dimitri Van den Bergh (100.88) |
| 2022 | Michael van Gerwen (101.19) | 18–14 | Gerwyn Price (96.92) |
| 2023 | Nathan Aspinall (96.21) | 18–6 | Jonny Clayton (93.56) |
| 2024 | Luke Humphries (100.94) | 18–15 | Michael van Gerwen (98.74) |
| 2025 | Luke Littler (107.24) | 18–13 | James Wade (101.54) |
9. Wer hat beim PDC World Matchplay einen 9-Darter geworfen?
Beim World Matchplay wurden bislang neun 9-Darter geworfen. Den ersten erzielte Phil Taylor im Jahr 2002 – es war zugleich der erste live im britischen Fernsehen übertragene 9-Darter überhaupt.
Den bislang letzten perfekten Durchgang spielte Luke Littler im Jahr 2025,
als er im Halbfinale einen 9-Darter warf und sich später auch den Titel sicherte. In den vergangenen Jahren gehörten perfekte Spiele damit wieder regelmäßig zum Turnier – einzig 2023 blieb ohne 9-Darter, nachdem zuvor bereits seit Gary Andersons Erfolg im Jahr 2018 eine längere Durststrecke geherrscht hatte.
| Spieler | Jahr und Runde | Finishweg | Gegner |
| Phil Taylor | 2002, Viertelfinals | 3 x T20; 3 x T20; T20, T19, D12 | Chris Mason |
| Raymond van Barneveld | 2010, Erste Runde | 3 x T20; 3 x T20; T20, T19, D12 | Denis Ovens |
| John Part | 2011, Erste Runde | 3 x T20; 3 x T20; T20, T19, D12 | Mark Webster |
| Michael van Gerwen | 2012, Zweite Runde | 3 x T20; 3 x T20; T20, T19, D12 | Steve Beaton |
| Wes Newton | 2012, Zweite Runde | 3 x T20; 2 x T20, T19; 2 x T20, D12 | Justin Pipe |
| Phil Taylor | 2014, Zweite Runde | 3 x T20; 2 x T20, T19; 2 x T20, D12 | Michael Smith |
| Gary Anderson | 2018, Viertelfinals | 3 x T20; 3 x T20; T20, T19, D12 | Joe Cullen |
| Gerwyn Price | 2022, Halbfinals | 3 x T20; 3 x T20; T19, T20, D12 | Danny Noppert |
| Dimitri Van den Bergh | 2024, Erste Runde | 3 x T20; 3 x T20; T19, T20, D12 | Martin Schindler |
| Luke Littler | 2025, Halbfinals | 3 x T20; 3 x T20; T20, T17, D15 | Josh Rock |
10. In welchem Format wird das PDC World Matchplay gespielt?
Alle Spiele werden – wie es der Turniername bereits andeutet – im Leg-Format ausgetragen. Ein Match muss jeweils mit zwei Legs Vorsprung gewonnen werden. Gelingt es keinem Spieler, sich nach maximal sechs Zusatzlegs entscheidend abzusetzen, fällt die Entscheidung in einem Sudden-Death-Leg.
Im Verlauf des Turniers steigt die Distanz der Matches schrittweise an. Zu Beginn sorgt das vergleichsweise kurze Format regelmäßig für Überraschungen und bietet auch Außenseitern die Chance, Topspieler früh aus dem Wettbewerb zu werfen.
| Runde | Format | Sudden Death |
| Erste Runde | Best of 19 legs | 12–12 |
| Zweite Runde | Best of 21 legs | 13–13 |
| Viertelfinals | Best of 31 legs | 18–18 |
| Halbfinals | Best of 33 legs | 19–19 |
| Finale | Best of 35 legs | 20–20 |