„Jackpot ist zurück: Kann Adrian Lewis erneut Geschichte schreiben? – Paul Nicholson blickt auf die Rückkehr des Doppel-Weltmeisters
MODUS
Adrian Lewis kehrt endlich dorthin zurück, wo ihn die Fans seit Jahren sehen wollen: ans Oche. Der zweifache Weltmeister bestreitet beim MODUS International Pairs 2 sein erstes offizielles Turnier seit den UK Open 2023. Gemeinsam mit Steve Beaton vertritt „Jackpot“ diese Woche Team England – und sorgt damit für ein großes Medienecho.
In seiner Kolumne bei SportingLife beleuchtet Paul Nicholson die Rückkehr des Publikumslieblings. Der frühere Major-Sieger ist überzeugt, dass Lewis’ Comeback für hohe Einschaltquoten bei Pluto TV sorgen wird. „Alle haben die erste Ausgabe gelobt, aber dieses Mal geht es sowieso nur um Adrian. Die Dartwelt hat seit Ewigkeiten auf seine Rückkehr gewartet“, betont Nicholson.
Realistische Erwartungen
Trotz der Euphorie warnt Nicholson vor überzogenen Erwartungen. Lewis habe zuletzt vor allem Exhibitions bestritten, wo er Gegner wie Simon Whitlock und Raymond van Barneveld bezwang. Doch ein Paarturnier mit Druck sei eine andere Herausforderung. „Wir sollten nicht sofort von alten 100+-Durchschnitten träumen“, so Nicholson. „Adrian ist noch immer ein sehr guter Spieler, aber dies ist ein anderes Umfeld.“
Die Wahl von Steve Beaton als Partner hält Nicholson für perfekt. „Steve spielt konstant stark und hat bei der MODUS Super Series schon mehrfach im Finale gestanden. Er bringt Ruhe rein und sorgt dafür, dass sich die Rückkehr für Adrian leichter anfühlt.“
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Die Favoriten im Blick
Die größten Konkurrenten für England sind die Niederlande. Danny van Trijp und Jimmy van Schie gewannen bereits die erste Auflage und nutzen das Turnier als Vorbereitung auf den WDF World Cup. Auch die USA mit Alex Spellman und Jason Brandon gelten als gefährlicher Außenseiter. Spellman gewann zuletzt ein Major in Florida, Brandon überraschte bei den US Darts Masters mit einem Sieg über Stephen Bunting.
Weitere Teams mit Potenzial sind Kanada mit Jeff Smith und Dawson Murschell sowie Schweden mit Andreas Harrysson. Nicholson ist überzeugt: „Gerade in einem Paarturnier kann jederzeit eine Überraschung passieren.“
Was steht für Lewis auf dem Spiel?
Im Mittelpunkt steht jedoch die Frage: Will Lewis wirklich zurück in den Vollgas-Modus? „Es ist clever, dass er mit einem Paarturnier startet. Das Gruppenformat gibt ihm mehrere Spiele, und mit Steve an der Seite fühlt er sich sicher. Aber die große Frage ist: Brennt das innere Feuer noch?“, so Nicholson.
Lewis hatte sich zuletzt bewusst auf Familie und Privatleben konzentriert. Nicholson lobt diese Ehrlichkeit: „Er hat zugegeben, dass er die PDC eine Zeit lang nicht brauchte. Wenn er nur noch Show-Matches spielen will, ist das völlig in Ordnung. Hauptsache, wir sehen einen gesunden, glücklichen Adrian.“
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Die Größe vergangener Tage
Warum löst seine Rückkehr so viel Begeisterung aus? Weil Lewis in seinen besten Jahren ein geborener Entertainer war. „Adrian war ein Schöpfer von Momenten. Wenn er die Bühne betrat, passierte immer etwas – gegen Taylor, Van Barneveld oder Anderson. Es war immer Spektakel“, erinnert sich Nicholson.
Seine Bilanz: zwei WM-Titel, dazu UK Open und Europameisterschaft. Eine beachtliche Karriere, auch wenn in einer goldenen Generation mit Taylor, Van Gerwen, Anderson, Wright und Wade vielleicht noch mehr möglich gewesen wäre. „Wie im Tennis mit Federer, Nadal und Djokovic verhinderten diese Giganten eine größere Titelsammlung.“
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Gibt es ein Comeback an die Spitze?
Ein weiteres WM-Finale, etwa gegen Luke Littler, wirkt auf den ersten Blick unwahrscheinlich. Aber unmöglich sei es nicht, meint Nicholson: „Peter Wright stand 2014 kurz davor, alles hinzuschmeißen. Später wurde er Weltmeister. Niemand hätte das damals gedacht.“
Auch mit 40 oder 50 Jahren könne man im Darts noch Weltklasse erreichen – siehe Gary Anderson. Entscheidend für Lewis sei, ob er heute besser organisiert ist und ein Team um sich hat, das seine Kräfte sinnvoll einteilt. „Talent hat er genug“, betont Nicholson. „Aber der Wille muss von innen kommen. Das kann man nicht erzwingen.“
Fazit
Das International Pairs ist weit mehr als ein Showturnier. Es ist die Bühne, auf der die Dartwelt die Frage stellt: Kehrt Adrian Lewis wirklich zurück?
Ob als Titelanwärter oder als Entertainer – sein Comeback ist ein Geschenk für die Fans. „Ob er eine 26 oder eine 180 wirft, ist mir egal“, fasst Nicholson zusammen. „Ich will einen lachenden, gesunden Adrian Lewis sehen. Das ist es, was wirklich zählt.“
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"If he hits a 26 or a 180, I really don't care. I just want to see a smiling, happy, healthy Adrian Lewis play darts, because that is exciting to watch."
— Sport on Sporting Life (@SLSport_) August 27, 2025
🍿 Paul @theasset180 Nicholson on the return of Adrian Lewis in the @MSSdarts on Thursday

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









