
Luke Humphries hat bei den Czech Darts Open erneut bewiesen, warum sein Name aus der Diskussion um die größten European-Tour-Spieler aller Zeiten längst nicht mehr wegzudenken ist. Mit seinem achten Titel reiht er sich in eine legendäre Riege ein.
Der Weltranglistenerste erkämpfte sich den Titel in Prag nicht nur mit Glanz, sondern vor allem mit schierem Willen. Zwar erlaubte er sich vor allem zu Beginn des Turniers ungewöhnlich viele Fehler, doch am Ende setzte er sich gegen ein hochkarätiges Teilnehmerfeld durch und triumphierte im Finale mit 8:5 über Josh Rock. Für Humphries war es bereits der dritte Titel in der tschechischen Hauptstadt.
Vom Durchbruch 2022 bis zur Serie 2024
Mit dem achten Triumph krönt Humphries seine Entwicklung, die 2022 mit einem Paukenschlag begann. Gleich viermal gewann er damals auf der European Tour, darunter den German Darts Grand Prix in München. Dort schlug er im Halbfinale Michael van Gerwen mit einem herausragenden Average von 107 und holte sich im Finale gegen Martin Lukeman den Titel.
Es folgten weitere Erfolge in Deutschland und drei Siege in Prag, die ihm den Ruf als einer der beständigsten Spieler seiner Generation einbrachten. 2023 stand er sechs Mal im Finale, konnte jedoch nur einen Titel holen. 2024 meldete er sich mit weiteren Erfolgen in München und Prag eindrucksvoll zurück. Damit hat er in vier aufeinanderfolgenden Jahren mindestens ein European-Tour-Turnier gewonnen – ein Ausrufezeichen für seine Klasse und Konstanz.
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Van Gerwen bleibt unerreicht
An der Spitze der ewigen Rangliste thront weiterhin Michael van Gerwen. „The Green Machine“ hat seit seinem ersten Triumph 2013 unglaubliche 36 Titel gesammelt – eine Dominanz, die ihresgleichen sucht. Zwischen 2015 und 2019 gewann er allein 29 von 57 Turnieren, in manchen Jahren sogar über 60 Prozent aller Events.
Nach einer Durststrecke während der Pandemie meldete er sich zurück und sicherte sich in den vergangenen vier Jahren sechs weitere Siege. Zuletzt triumphierte er beim German Darts Grand Prix gegen Landsmann Gian van Veen.
Enges Rennen um Platz zwei
Hinter van Gerwen liefern sich Peter Wright, Gerwyn Price, Dave Chisnall und Luke Humphries ein packendes Rennen. Wright und Price haben je neun Titel auf dem Konto, Chisnall und Humphries folgen mit acht.
„Snakebite“ Wright feierte seinen ersten Titel 2014, musste aber zwischenzeitlich zwei Jahre warten. In seiner Glanzsaison gewann er gleich fünf Turniere, seither drei weitere – zwei in Deutschland, eines in Prag.
„The Iceman“ Price wiederum ist der König von Riesa: Mehrfach gewann er dort die International Darts Open, dazu Titel in Belgien und bei den Baltic Sea Darts Open. Anfang dieses Jahres erhöhte er sein Konto auf neun. Bemerkenswert: Nur zwei seiner Finalteilnahmen endeten ohne Sieg.
Auch Dave Chisnall hat sich in den letzten Jahren als feste Größe etabliert. Nach seinem Premierentitel 2013 dauerte es lange, bis er wieder jubeln durfte. Seit 2022 aber legte er kräftig nach und holte fünf seiner acht Titel in den letzten beiden Jahren.
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Players to win 8+ PDC European Tour titles
— Weekly Dartscast (@WeeklyDartscast) September 7, 2025
Michael van Gerwen
Gerwyn Price
Peter Wright
Dave Chisnall
Luke Humphries 🆕

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








