Am
zweiten Tag der Final Stage der European
Q-School gab es erstmals niederländischen Grund zur Freude.
Jeffrey Sparidaans sicherte sich eine PDC Tour Card für die kommenden zwei Jahre. Der 32-Jährige
setzte sich in seinem entscheidenden Match mit 6:5 gegen den Italiener Michele Turetta durch. Einfach war der Weg zum Ruhm jedoch nicht, denn wie bereits am Eröffnungstag ließ Sparidaans mehrere Matchdarts ungenutzt.
Nur einen Tag zuvor hatte der Niederländer die Tour Card noch hauchdünn verpasst.
In seinem Entscheidungsspiel unterlag er Arno Merk mit 5:6 – jenem Deutschen, der erst im vergangenen Monat bei der Darts WM stark auf sich aufmerksam gemacht hatte. Am zweiten Tag der Finalphase gelang Sparidaans nun doch der entscheidende Schritt, womit er nach einem Jahr Abwesenheit auf die
Pro Tour zurückkehrt.
Mentale Stärke nach Rückschlägen
„Am Eröffnungstag habe ich im Finale vier Matchdarts vergeben, aber ich habe mich nicht zu lange damit aufgehalten“,
erklärte Sparidaans im Interview mit der PDC. „Man würde es vielleicht nicht erwarten, aber ich habe danach eigentlich ganz gut geschlafen.“
Mit neuem Selbstvertrauen ging er in den zweiten Finaltag. „Als ich heute Morgen aufstand, hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Ich bekam eine neue Chance und habe sie mit beiden Händen ergriffen. Trotz der vergebenen Matchdarts habe ich nämlich ziemlich ordentlich gespielt.“
Erneut Matchdarts vergeben – und trotzdem standgehalten
Im entscheidenden Match sah zunächst alles nach einem klaren Erfolg aus. Sparidaans zog auf 5:1 davon, ehe das Spiel noch einmal kippte. Unter anderem 15 vergebene Matchdarts ermöglichten es Turetta, auf 5:5 auszugleichen. Dennoch blieb der Niederländer bemerkenswert ruhig.
„Und trotzdem habe ich nie panisch reagiert, auch wenn die Nerven sicher eine Rolle gespielt haben“, sagte Sparidaans lachend.
Bereits zwischen 2023 und 2024 war Sparidaans im Besitz einer PDC Tour Card. Entsprechend groß ist die Freude über die Rückkehr. „Es fühlt sich großartig an, wieder zurück zu sein“, betonte er. „Was ich diesmal anders machen werde? Ich möchte in den wichtigen Momenten ruhiger bleiben. In der Vergangenheit habe ich zu viele enge Spiele verloren – das ist definitiv ein Bereich, an dem ich arbeiten muss.“