„Den alten, dicken Dobey hätte ich sowieso in die Abwehr gestellt“ – Joe Cullen stellt sein kurioses Darts-Fußballteam zusammen

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 11 April 2026 um 11:00
Joe Cullen
In der Dartswelt geht es längst nicht mehr ausschließlich um perfekte Finishes und hohe Averages. Abseits der großen Bühnen zeigen sich die Spieler häufig von einer ganz anderen, deutlich lockereren Seite. Das beweist auch ein humorvolles Gespräch zwischen Joe Cullen und seinem Ausrüster Winmau, in dem er gemeinsam mit Kollegen ein imaginäres Fünf-gegen-fünf-Fußballteam aus bekannten Dartsprofis zusammenstellt.
Mit viel Selbstironie, kleinen Sticheleien und augenzwinkernden Kommentaren entsteht dabei eine überraschend unterhaltsame Auswahl – besetzt ausschließlich mit prominenten Namen aus der Szene.

Aspinall ins Tor, Littler ins Mittelfeld

Den Anfang macht Nathan Aspinall, der in früheren Jahren als großes Torwarttalent galt. Cullen reagiert darauf zwar mit einem skeptischen Lächeln, sieht aber dennoch keinen Zweifel daran, dass Aspinall zwischen die Pfosten gehört. Schließlich ist „The Asp“ für seinen Kampfgeist bekannt – eine Eigenschaft, die ihm nach Cullens Einschätzung auch auf dem Fußballplatz helfen würde.
Anschließend rückt Luke Littler in den Fokus. Cullen zeigt sich beeindruckt von dessen Qualitäten – diesmal allerdings nicht am Oche. Littler verfüge über „einen guten Touch“ und sei zudem Linksfuß, was seinem Spiel aus Cullens Sicht zusätzliche Eleganz verleihe. In der fiktiven Mannschaft übernimmt der Youngster daher eine zentrale Rolle im Mittelfeld und soll dort für Kreativität und einen strukturierten Spielaufbau sorgen.
Sich selbst verortet Cullen im Angriff – allerdings nicht ohne eine Portion Selbstironie. „Ich stehe da einfach ein bisschen rum“, beschreibt er seine Rolle augenzwinkernd.
Auch Ross Smith erhält einen wichtigen Platz in Cullens Aufstellung. Für ihn ist Smith der Spieler, der „die Fäden zieht“ – ein klassischer Spielmacher also, der Tempo und Struktur vorgibt. Angesichts seines Rufs als kontrollierter und technisch versierter Darter wirkt diese Wahl kaum überraschend.
Für den wohl humorvollsten Moment des Gesprächs sorgt schließlich Chris Dobey. Cullen unterscheidet scherzhaft zwischen der aktuellen Version des Spielers und einer früheren, körperlich schwereren Variante, die er als „den alten, dicken Dobey“ bezeichnet. Diese Version sieht er konsequent in der Defensive – mit der Begründung, dass Mobilität nicht unbedingt dessen größte Stärke gewesen sei.
Chris Dobey gilt als enger Kumpel von Joe Cullen
Chris Dobey gilt als enger Kumpel von Joe Cullen

Wegen Rugbyverletzung: Kein Platz für Jonny Clayton

Nicht alle Kandidaten schaffen es in Cullens Auswahl. Jonny Clayton bleibt außen vor – angeblich wegen einer Rugbyverletzung. Am Ende ergibt sich eine bunt zusammengestellte Mannschaft: Aspinall im Tor, Dobey in der Abwehr, Smith als Spielmacher, Littler im Mittelfeld und Cullen selbst im Angriff. Ein Team, das auf dem Papier vielleicht nicht sofort als Titelanwärter gelten würde, aber zweifellos für Unterhaltung sorgen dürfte – genau wie die Beteiligten regelmäßig auf der Dartsbühne.
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