„Eine feste Größe in der Premier League Darts werden und in die Top 4 der Welt“ – Kevin Doets setzt sich hohe Ziele

PDC
Montag, 11 Mai 2026 um 9:30
Kevin Doets (2)
Obwohl sich Josh Rock am Sonntagabend in Graz den Hauptpreis sicherte, war auch das Turnier von Kevin Doets eines, das man so schnell nicht vergisst. Nur sechs Tage nachdem er bei Players Championship 13 seinen allerersten PDC-Rankingtitel erobert hatte, stand der Niederländer erneut auf der ganz großen Bühne. Im Finale der Austrian Darts Open musste er sich schließlich mit 6:8 einem entfesselten Rock beugen, doch seine beeindruckende Woche bedeutete dennoch einen neuen Meilenstein in seiner Karriere.

Überzeugender Start

Doets startete ausgesprochen überzeugend in die Austrian Darts Open. In seinem Auftaktmatch gegen Landsmann Chris Landman zeigte er sofort, wie groß sein Selbstvertrauen war. Mit einem souveränen 6:3-Sieg und kaum verpassten Doppeln qualifizierte er sich problemlos für die nächste Runde.
Auch am Samstag wusste der 28-jährige Niederländer weiter zu beeindrucken. Gegen WM-Halbfinalist Ryan Searle spielte Doets ein äußerst reifes Match. Dank einer beeindruckenden Quote von 60 Prozent auf die Doppel gewann er erneut mit 6:2 und zog überzeugend in den Finaltag ein.
Dort war seine starke Serie noch lange nicht vorbei. Im Achtelfinale setzte sich Doets mit demselben Ergebnis gegen Ryan Joyce durch, doch vor allem sein Viertelfinale sorgte in der Dartswelt für viel Bewunderung. Gegen Luke Woodhouse lieferte der Niederländer wohl die beste Partie des gesamten Turniers ab.

„In diesem Match schien einfach alles zu funktionieren“

Doets notierte einen schwindelerregenden Average von 112,31 und kombinierte diesen mit spektakulären Finishes. Mitten in der Partie warf er ein phänomenales 170-Finish, ehe er das Match mit einem starken 141-Checkout entschied. Mit einem überzeugenden 6:3-Erfolg erreichte er so sein zweites European Tour-Halbfinale der Saison. „Das war wirklich eines dieser Spiele, in denen einfach alles zu gelingen schien“, erklärte Doets anschließend. „Ich fühlte mich am Board entspannt, und dann kann ich mein bestes Niveau abrufen.“
Auch im Halbfinale blieb er äußerst effizient. Gegen Ex-Weltmeister Rob Cross verwertete Doets mehr als die Hälfte seiner Chancen auf Doppel. Dank dieser klinischen Checks zog er in das erste European Tour-Finale seiner Karriere ein.
Dort wartete jedoch ein bärenstarker Josh Rock. Trotz eines Averages über hundert konnte Doets den Unterschied knapp nicht machen. Der Niederländer blieb das gesamte Match über dran und kam sogar auf 6:6 zurück, musste sich am Ende aber doch der Scoring-Power und den Finishes seines nordirischen Gegners beugen.
Kevin Doets in Aktion
Kevin Doets erreichte erstmals das Finale bei einem Turnier der European Tour
Nach dem Finale blieb Doets trotz der Enttäuschung über die Niederlage bemerkenswert positiv. „Ich habe in diesem Finale so sehr geschwitzt, dass meine Haare völlig nass waren“, witzelte er mit einem Lächeln. „Aber Josh machte einfach immer weiter. Egal, was ich warf, er legte jedes Mal noch eine Schippe drauf.“
Dennoch spürte Doets, dass mehr drin gewesen wäre. „Ich hatte auf jeden Fall meine Chancen. Es war ein fantastisches Finale und hoffentlich folgen noch viele solcher Partien.“
Seine Leistungen in Graz brachten ihm nicht nur Lob ein, sondern auch einen kräftigen Sprung in der Weltrangliste. Dank seines Finaleinzugs klettert Doets auf Platz 33 der Welt, nur 250 Pfund von einem Platz in den Top 32 entfernt.
Dieser Aufschwung macht offensichtlich Lust auf mehr. Der ambitionierte Niederländer sprach im Anschluss offen über seine Zukunftsziele. „Ich möchte eine feste Größe in der Premier League Darts werden und letztlich ein Top-Acht- oder sogar Top-Vier-Spieler der Welt“, klang es kämpferisch. „Und natürlich träumt jeder davon, irgendwann Weltmeister zu werden. Dafür arbeiten wir hart weiter.“
Mit seinem jüngsten ProTour-Titel und einem beeindruckenden European Tour-Finale scheint Doets jedenfalls bereit, endgültig an der absoluten Weltspitze des Darts durchzubrechen. Derzeit scheint den 28-jährigen Niederländer nichts aufhalten zu können.
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