
Mike De Decker hofft, im Jahr 2026 wieder zu seiner Bestform zurückzufinden. Der Belgier räumte kürzlich offen ein, dass ihn das vergangene Jahr dazu gezwungen habe, sein gesamtes Spiel – sowohl auf der Bühne als auch abseits davon – grundlegend zu hinterfragen und neu auszurichten.
Zwar sammelt De Decker weiterhin Siege, dennoch rennt er bislang sportlichen Zielen wie der Qualifikation für das World Matchplay hinterher. Im Rahmen der Poland Darts Open zu Beginn der Saison betonte er jedoch, dass er seinen eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen wolle, um vor allem auf der großen Bühne wieder Vertrauen in seine eigene Stärke aufzubauen.
Materialwechsel und neue mentale Stabilität sollen den Umschwung bringen
„Ich will gewinnen“, erklärte De Decker damals im Gespräch mit Tungsten Tales. „Ich erinnere mich an das letzte Jahr: Beim ersten European Tour Turnier hatte ich ein wirklich schwaches drittes Spiel und dann erreichte ich das Finale. Hoffentlich ist es dieses Jahr genauso.“

Mike De Decker will nach einem enttäuschenden Jahr 2025 zurück in die Erfolgsspur finden
Ein wichtiger Baustein seines neuen Optimismus ist ein Material-Wechsel. Der Belgier hat inzwischen ein Setup gefunden, mit dem er sich vollständig identifiziert. „Ich habe endlich ein gutes Dart-Set gefunden, das zu mir passt. Was ich im Training mache, läuft richtig gut. Ich habe letzte Woche die Pro Tour gespielt und das war auch ordentlich. Ich muss mir nur noch Bühnen-Confidence holen, und hoffentlich bin ich dann wieder der Mike von 2024.“
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„Ich musste mehr tun – das Gesamtpaket“
De Decker spricht offen darüber, dass insbesondere das Jahr 2025 für ihn ein Wendepunkt gewesen sei. Trotz ordentlicher Resultate wurde ihm klar, dass reines Talent allein nicht genügt, um dauerhaft an der Spitze mitzuhalten.
„Letztes Jahr hat mir die Augen geöffnet, dass ich mehr tun musste“, sagte er. „Nicht nur trainieren, auch mental musste ich mehr tun. Körperlich musste ich mehr tun – das gesamte Paket. Daran arbeite ich, und hoffentlich zahlt es sich bald aus.“
Konkrete Details zu seinen Veränderungen wollte der 29-Jährige zwar nicht preisgeben, bestätigte jedoch, dass er im Hintergrund wichtige Anpassungen vorgenommen hat, um mental wieder klarer und fokussierter zu arbeiten.
„Ich hatte letztes Jahr viel im Kopf – Darts, Privatleben, alles – und es wurde zu viel. Ich versuche, das jetzt zu ordnen, und im Moment funktioniert es.“
Masters-Frust, aber wichtige Signale der Entwicklung
Bereits früh in der Saison zeigte De Decker beim Masters, welches Potenzial weiterhin in ihm steckt. Gegen Luke Littler verlangte er dem Weltranglistenersten alles ab, musste sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben.
„Also, ich werde mich nie wieder auf Doppel-11 stellen!“, scherzte er anschließend.
Trotz der verpassten Gelegenheit überwog für ihn der positive Eindruck. „Wenn du Matchdarts gegen die Nummer eins der Welt hast, die den Sport im letzten Jahr dominiert hat, kannst du daraus Positives ziehen.“
WM-Enttäuschung bleibt ein sensibles Thema
Weniger zufriedenstellend verlief für De Decker erneut die PDC Darts WM. Dort gelang es ihm bislang nicht, sein Leistungsvermögen abzurufen.
„Meine Bilanz bei der WM ist nicht sehr gut – ich habe jetzt sechs Mal in der ersten Runde verloren“, sagte er offen.
Sein Umgang mit dieser Serie ist konsequent: vollständige Distanz. „Ich blende das komplett aus. Ich schaue mir nichts davon an. Ich habe drei Wochen lang keinen Dart in die Hand genommen, bis es vorbei war. Ich konnte einfach nicht. So gehe ich im Grunde mit Niederlagen dort um – vor allem so, wie es passiert ist.“
European Tour als Schlüssel im Rennen um die Majors
Angesichts zunehmenden Drucks in der Weltrangliste und wichtiger Preisgelder, die es zu verteidigen gilt, misst De Decker starken Ergebnissen auf der European Tour große Bedeutung bei.
„Die sind wirklich wichtig“, betonte er. „Ich war für die ersten vier European Tour Events über meine Platzierung qualifiziert, und für fünf und sechs war ich ganz knapp draußen. Diese Turniere sind entscheidend, um in die Majors wie das Matchplay, den Grand Prix und die anderen zu kommen.“
Leise wachsende Zuversicht
Nach außen bleibt De Decker vorsichtig in seinen Aussagen, doch intern wächst das Vertrauen in die eigene Entwicklung wieder. Verbesserte Trainingsleistungen, gezieltere Vorbereitung und ein stabiles Setup sorgen dafür, dass sein Spiel zunehmend kompletter wirkt.
Sein Ziel ist klar umrissen: mehr Konstanz, neues Selbstvertrauen und die Rückkehr zu jenem Niveau, das ihn im Jahr 2024 zu seinem ersten Major-Triumph getragen hatte. Auch wenn er bewusst keine großen Prognosen formuliert, ist seine Botschaft eindeutig: Die Grundlagen sind gelegt – und der nächste Schritt könnte näher sein, als es derzeit scheint.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









