Die Aufmerksamkeit der Dartswelt richtet sich in dieser Woche auf New York, wo die
US Darts Masters erneut im ikonischen Madison Square Garden vor der Tür stehen. Für Dartslegende
Russ Bray ist das inzwischen ein vertrautes Ziel, doch der ehemalige Caller freut sich weiterhin auf das Event, das seiner Meinung nach jedes Jahr größer wird.
Bray reist am Donnerstag in die Vereinigten Staaten, direkt nachdem er seine Verpflichtungen in Birmingham erfüllt hat. „Ich habe hier noch ein paar Tage auf der NEC und ein Einladungsturnier. Danach fliege ich am Donnerstagmorgen nach New York, und wir legen am Donnerstagabend direkt los“,
sagte er bei talkSPORT Darts.
Darts und Fußball treffen sich in New York
Der Zeitpunkt des Turniers sorgt dafür, dass nicht nur Darts, sondern auch die Fußball-WM hinter den Kulissen ein wichtiges Gesprächsthema sein wird. Mehrere Topspieler verfolgen den internationalen Fußball genau und werden die Entwicklungen während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten aufmerksam im Blick behalten.
„Unfassbar“, lachte Bray, als er gefragt wurde, wie viel über Fußball gesprochen werden wird. „Du hast Nathan, der dort auch herumläuft, und die Jungs sind völlig verrückt nach Fußball. Normalerweise sieht man sie auch regelmäßig bei ihren Vereinen. Sie lieben es wirklich.“
Obwohl Michael van Gerwen letztlich nicht nach New York reist und durch James Wade ersetzt wird, bleibt das Teilnehmerfeld beeindruckend. Luke Littler, Luke Humphries, Gerwyn Price, Stephen Bunting, Jonny Clayton, Gian van Veen, James Wade und Josh Rock treten alle ans Oche an.
Für Bray bleibt das Spielen und Arbeiten im Madison Square Garden etwas Besonderes. Der berühmte Sport- und Entertainmentkomplex ist seit einigen Jahren die Bühne der US Darts Masters, und laut dem Engländer entwickelt sich das Event stetig weiter. „Ist das nicht eine großartige Location?“, sagte er. „Ich arbeite hier nun seit ein paar Jahren, und ehrlich gesagt wird es jedes Jahr größer und besser.“
Auch das Interesse wächst weiter. Laut Bray ist die Halle erneut komplett ausverkauft. „Es ist wieder ausverkauft. Meines Erachtens fasst das Theater etwa 3.500 bis 4.000 Menschen, und alles ist weg. Das sagt genug.“
Nordamerikanische Spieler werden immer stärker
Bei den
US Darts Masters treten die großen Namen der PDC gegen Spieler aus Nordamerika an. In diesem Jahr besteht die Vertretung aus fünf US-Amerikanern und drei Kanadiern, darunter David Cameron, Jim Long und Brayden Hall.
Bray erwartet, dass die lokalen Spieler es den etablierten Namen schwerer machen können als in den Vorjahren. „Unsere Jungs fahren dort hin, um gegen die US-Spieler anzutreten“, erklärte er. „Aber ich sage dir: Dieses Jahr wird es interessant, denn da sind ein paar richtig gute Spieler dabei.“
Besonders die Entwicklung der kanadischen Dartspieler fällt ihm auf. „Die kanadischen Jungs machen es sehr gut. Da sind wirklich starke Spieler dabei.“ Das Wachstum des Sports in Nordamerika zeigt sich auch im Interesse des Publikums.
Laut Bray unterscheidet sich das US-Publikum vor allem durch die ausgelassene Stimmung. „Die Atmosphäre ist großartig“, sagte er. „Amerikaner lieben eine Party. Sie singen mit und machen richtig was draus. Es ist fantastisch.“
Diese Begeisterung hat dafür gesorgt, dass die US Darts Masters inzwischen ein fester Bestandteil des internationalen Darts-Kalenders sind. Wurde das Event anfangs vor allem als Schaufenster für den Sport gesehen, zieht es inzwischen Tausende Fans an und erhält weltweite Aufmerksamkeit.
Kein Fußballspiel für Bray
Während einige Dartspieler während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten möglicherweise versuchen, Tickets für ein Fußballspiel zu ergattern, kommt das für Bray selbst nicht infrage.
„Das wird leider nichts“, sagte er. „Ich fliege bereits am Samstagmorgen zurück. Ich bleibe eine Nacht in London und reise am Sonntag nach Marbella, um dort eine Woche Golf zu spielen.“
Ein Terminplan, mit dem nur wenige Mitleid haben werden. Zudem verriet Bray, dass Luke Humphries sich später zu ihm gesellen wird. „Luke kommt am Montag auch nach Marbella“, sagte er. „Dann kann er alle Geschichten aus New York erzählen.“