Das Leben von
Gian van Veen hat sich seit seinem Durchbruch bei der
Darts WM 2026 komplett verändert. Früher traf man ihn meist im niederländischen Dorf Andel an, heute verbringt der 23-Jährige mehr Zeit auf Flughäfen und in Hotels rund um den Globus als zu Hause bei seiner Freundin Kyana Frauenfelder und Hund Teddy.
Die Niederlage im WM-Finale gegen Luke Littler leitete ein neues Kapitel ein. Seitdem führt van Veen die niederländische Rangliste an und belegt Platz drei der Weltrangliste. Dieser Aufstieg bleibt in der Öffentlichkeit nicht unbemerkt.
Zwischen Rampenlicht und Regeneration
„Ich werde häufiger erkannt, angesprochen und die Leute wollen ein Foto. Es ist schön, Anerkennung für deine guten Leistungen zu bekommen. Und die Menschen sind natürlich alle positiv, weil es gut läuft“, erklärt van Veen im Gespräch mit
De Telegraaf.
Der Erfolg bringt Aufmerksamkeit – und fordert zugleich Anpassung. Sein Terminkalender ist dicht gefüllt, die Reisestrapazen nehmen zu. Deshalb plant van Veen inzwischen bewusster. In dieser Woche ließ er die
Players Championships aus, um ausgeruht beim Premier-League-Abend in Belfast an den Start zu gehen.
„Du musst auf deinen Körper hören und Signale wahrnehmen, wenn du merkst, dass du nicht so viel Lust hast. Das erste Mal Premier League willst du natürlich gut performen. Es ist etwas, das du vielleicht nicht oft erlebst, also willst du den vollen Fokus darauf legen.“
Seine Resultate geben ihm recht. Nach dem WM-Finale erreichte er das Endspiel beim Bahrain Darts Masters, stand an zwei Premier-League-Abenden im Finale und spielte sich beim ersten European-Tour-Turnier der Saison ebenfalls bis ins Endspiel. Zudem zog er ins Halbfinale des World Masters ein. Spätestens damit machte er klar, dass sein Lauf bei der Weltmeisterschaft kein Zufall war.
Auch die PDC positioniert van Veen inzwischen als eines der neuen Gesichter des Sports. Der steile Aufstieg bedeutet jedoch auch, dass er nur selten in den Genuss seines Eigenheims in Andel kommt, das er kürzlich gemeinsam mit Partnerin Frauenfelder erworben hat.
Wenn er doch einmal zu Hause ist, genießt er die Ruhe ganz bewusst. „Denn die habe ich auch nicht mehr allzu oft. Davon erhole ich mich richtig gut“, sagt er mit Blick auf Hund Teddy. Auch die gemeinsame Zeit mit seiner Freundin bleibt knapp – obwohl Frauenfelder selbst tief in der Darts-Community verankert ist.