PDC Form Guide: Wiedererstarkter Kim Huybrechts überholt sogar Luke Littler, Wessel Nijman klopft nachdrücklicher an die Tür

PDC
Freitag, 03 April 2026 um 16:30
Kim Huybrechts (2)
Luke Littler gibt in der Premier League Darts weiterhin den Ton an, doch unter der Oberfläche verschieben sich die Kräfteverhältnisse in der Weltspitze. Das zeigt eine umfassende statistische Analyse von Christopher Kempf, der auf Basis der letzten 200 gespielten Legs die Form der PDC-Profis unter die Lupe genommen hat.
Auffällig ist vor allem der Rückgang bei Luke Humphries, der trotz seines Status als amtierender Premier-League-Champion aktuell außerhalb der Play-off-Plätze steht. Der Engländer belegt nach neun Spieltagen nur Rang sechs und muss Boden gutmachen.
Laut Kempfs Zahlen ist seine Effizienz im Leg-Gewinnen merklich gesunken. Seine sogenannte OChE-Bewertung, ein Maß für Effektivität, ist auf 60,63 gefallen. Damit liegt er weltweit zwar weiterhin auf Platz vier, es ist jedoch der größte Rückgang aller Spieler in diesem Zeitraum.
Vor allem seine Doppel lassen ihn im Stich. Mit einer Trefferquote von 35,6 Prozent auf die Doppelfelder gehört er in seinen letzten 200 Legs innerhalb der PDC nur zum Mittelfeld. Der Kontrast zu seinem Scoring ist groß, denn bei den Averages zählt Humphries weiterhin zur absoluten Spitze.

Nijman klopft nachdrücklich an die Tür

Während Humphries an Boden verliert, zeigt Wessel Nijman, dass er bereit ist für den nächsten Schritt. Der Niederländer ist derzeit der formstärkste Spieler seines Landes und der einzige Niederländer, der 2026 bereits Ranglistentitel gewonnen hat.
Mit zwei Players-Championship-Siegen und einem European-Tour-Titel in Göttingen hat sich Nijman klar in Szene gesetzt. Seine Zahlen untermauern diesen Aufschwung. Über seine letzten 200 Legs verzeichnet er einen Average von 98,9 und gewinnt einen großen Teil seiner Legs innerhalb von fünfzehn Darts.
Nur zwei Spieler innerhalb der PDC sind effektiver darin, Legs innerhalb von vier Aufnahmen zu entscheiden. Zudem ist innerhalb der aktuellen Premier-League-Auswahl einzig Jonny Clayton auf die Doppel noch zielgenauer.
Obwohl Nijman in der Weltrangliste noch knapp außerhalb der Top 20 steht, scheint sein Eintritt in die Top 10 nur eine Frage der Zeit zu sein, wenn er diese Linie fortsetzt.

Barry macht den größten Sprung

Ein weiterer Name, der in der Analyse deutlich hervorsticht, ist Keane Barry. Der junge Ire gilt als der am stärksten verbesserte Spieler des vergangenen Monats.
Barry legte eine starke Serie auf der Pro Tour hin, in der er unter anderem etablierte Namen wie Stephen Bunting, Michael Smith und Krzysztof Ratajski auf dem Weg ins Halbfinale des Players Championship 7 ausschaltete.
Auf diese Leistungen folgten ein Achtelfinale beim nächsten Turnier und die Qualifikation für sein erstes European-Tour-Event des Jahres. Innerhalb von drei Tagen feierte Barry elf Siege, eine Anzahl, die er zuvor in der Saison noch nicht erreicht hatte.
Auffällig ist vor allem sein Abschluss auf die Doppel. Barry ist aktuell der treffsicherste Spieler auf die Außenringe innerhalb der PDC und hat damit sogar Clayton von Platz eins verdrängt. Sein statistischer Fortschritt ist signifikant, mit einem Plus von vier Punkten im Average und acht Punkten in der Effektivität.
Damit bewegt er sich inzwischen in der Nähe der Weltspitze und scheint zu einem ernsthaften Herausforderer für die Akteure auf der größten Bühne zu werden.

Huybrechts überrascht mit Scoring-Power

Auch Kim Huybrechts taucht unerwartet in den Statistiken auf. Der Belgier, der seit einigen Jahren ohne Titel ist, scheint an einer Wiederbelebung seiner Karriere zu arbeiten.
Huybrechts qualifizierte sich in dieser Saison bereits für vier European-Tour-Turniere und feierte unter anderem einen beachtlichen Sieg über Josh Rock bei den Belgian Darts Open. Sein Scoring sticht dabei ins Auge.
In seinen letzten 200 Legs verzeichnete er nicht weniger als 89 Maxima und überflügelte damit sogar Littler bei den 180ern. Bei einem Qualifikationsturnier für die Austrian Darts Open produzierte er sogar sechs Maxima in neun Legs, ein außergewöhnlich hoher Schnitt.
Auch wenn diese Scoring-Wucht noch nicht immer zu tiefen Runs auf dem Floor führt, deuten seine verbesserten Zahlen darauf hin, dass er zunehmend häufiger Matches für sich entscheiden wird.
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