„Vielleicht ist es ein Teil meines Spiels“ – Hat Danny Noppert den Schlüssel zu seinem nächsten Level gefunden?
PDCDanny Noppert hat bei der European Championship 2025 in Dortmund einen glänzenden Einstand gefeiert. Mit einem souveränen 6:3-Sieg über seinen Landsmann Dirk van Duijvenbode hinterließ der Friese am Eröffnungsabend einen bleibenden Eindruck. Nach dem Match zeigte sich „The Freeze“ bei Viaplay sichtlich zufrieden und ließ den überzeugenden Auftritt Revue passieren. „Die Tripple, die reingeflogen sind“, lächelte Noppert. „Das war genau das, was ich immer zeigen wollte – und jetzt kommt es endlich raus.“
Van Duijvenbode hatte sich in den letzten Wochen in herausragender Form präsentiert, was den Erfolg Nopperts umso beeindruckender machte. Der 33-Jährige kontrollierte die Partie von Anfang bis Ende und feuerte in nur neun Legs ganze sieben 180er auf die Bühne. „Besonders gegen Dirk, der zuletzt wirklich stark gespielt hat, fühlt sich das richtig gut an“, sagte Noppert zufrieden.
„Die Dreiergruppe war gut im Fluss“
Auf die Frage, woher seine plötzliche Treffsicherheit stamme, hatte Noppert eine klare Antwort parat. „Beim World Grand Prix war ich auch schon der Spieler mit den meisten 180ern – das hat mich selbst überrascht“, erzählte er lachend. „Aber die Triple laufen im Moment einfach gut. Wenn der erste Dart sitzt, folgen die anderen beiden fast automatisch. Das war früher nicht immer so, aber aktuell fließt es einfach.“
Der Niederländer wirkt derzeit auf der Bühne so entspannt wie selten zuvor. Nopperts Spiel ist ruhig, konzentriert und von einer neuen Leichtigkeit geprägt – und das zeigt sich auch in seinen Reaktionen. Während er früher als einer der zurückhaltendsten Spieler auf der Tour galt, zeigt er inzwischen deutlich mehr Emotionen. „Ja, wenn der Dart fällt, darf man ihn auch feiern“, sagte er mit einem Augenzwinkern. „Ich spiele keine Spielchen oder übertreibe es, aber ich zeige inzwischen mehr Gefühle. Viele um mich herum sagen, ich hätte mich verändert – und ich glaube, das stimmt. Es ist positiv, und vielleicht gehört das einfach mehr zu meinem Spiel.“
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„Vielleicht ist es Teil meines Spiels“
Auch der Interviewer sprach Nopperts neue Gestik an, nachdem er bereits beim Grand Prix häufiger mit der Faust oder dem Finger jubelnd reagiert hatte. „Ja, das stimmt“, grinste der Friese. „Vielleicht ist das tatsächlich ein Teil meines Spiels geworden. Es gibt mir Energie. Wenn man diesen Schwung in den nächsten Wurf mitnimmt, kann das richtig pushen.“
Mit einem Average von fast 105 Punkten und einer Checkout-Quote von 45 Prozent (6 aus 14) bot Noppert eine seiner besten Leistungen des Jahres. Dennoch blieb er kritisch. „Die Doppel könnten noch besser sein“, analysierte er sachlich. „Aber insgesamt bin ich super zufrieden. Dirk war heute vielleicht nicht auf seinem besten Level, aber mein Sieg war verdient – da gibt’s nichts zu diskutieren.“
„Ich freue mich wirklich auf morgen“
Gelassen, bodenständig und voller Zuversicht blickte Noppert anschließend auf die nächste Aufgabe. „Ich bin einfach glücklich“, sagte er. „In den letzten Wochen habe ich konstant gut gespielt, und das gibt mir viel Vertrauen. Ich freue mich wirklich auf morgen.“
In der zweiten Runde wartet mit Nathan Aspinall ein Gegner, der derzeit ebenfalls in bestechender Form ist. Doch mit der Ruhe, Präzision und mentalen Stärke, die Noppert in Dortmund an den Tag legte, dürfte „The Freeze“ auch im Duell mit „The Asp“ mehr als nur ein unbequemer Gegner sein.
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








