World Matchplay 2026 – Zusammenfassung der Samstagabendsession | Luke Littler setzt mit einem 109er-Average gegen Springer ein Ausrufezeichen und Bunting stiehlt allen die Show

PDC
Sonntag, 19 Juli 2026 um 8:50
Niko Springer
Luke Littler hat seine Favoritenrolle zum Auftakt des World Matchplay eindrucksvoll untermauert. Gegen den deutschen Debütanten Niko Springer geriet „The Nuke“ zunächst zwar in Rückstand, steigerte sich anschließend jedoch deutlich und setzte sich mit einem Average von 109 Punkten souverän mit 10:6 durch.
Springer erwischte den besseren Start und hielt die Partie zunächst offen. Nachdem er zunächst ein 170er-Finish verpasst hatte, nutzte Littler die Gelegenheit und ging mit 2:0 in Führung. Doch der Deutsche ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit einem 73er-Checkout gelang ihm das Re-Break, ehe er wenig später über 25 Punkte zum 2:2 ausglich.

Springer überzeugt mit starker Leistung

Auch im fünften Leg blieb Springer nervenstark. Zwar verpasste er zunächst ein 104er-Finish, profitierte anschließend aber von zwei vergebenen Doppeln Littlers und sicherte sich über Doppel 10 das 3:2. Mit dieser knappen Führung ging der Deutsche in die erste Pause.
Nach dem Re-Start übernahm Littler jedoch zunehmend die Kontrolle. Er holte sich das Break zum 3:3 zurück und drehte die Partie anschließend mit Checkouts von 62 und 70 Punkten auf 5:3.
Springer stemmte sich noch einmal gegen den Lauf des Weltmeisters. Ein starkes 114er-Finish brachte ihn auf 4:5 heran, ehe er sein Anwurfleg zum 5:5 gewann und den Ausgleich schaffte.
Die Antwort Littlers fiel jedoch eindrucksvoll aus. Der Engländer gewann fünf der nächsten sechs Legs, spielte dabei phasenweise nahezu fehlerfrei und zog über 6:5, 7:5 und 8:5 entscheidend davon. Zwar verkürzte Springer mit einem sehenswerten 93er-Checkout noch einmal auf 6:8, doch Littler ließ nichts mehr anbrennen. Nach dem 9:6 machte er mit einem 45er-Finish den 10:6-Erfolg perfekt.

Bunting übersteht dramatischen Krimi gegen Zonneveld

Das spektakulärste Match des Abends lieferten jedoch Stephen Bunting und Debütant Niels Zonneveld. In einer hochklassigen und dramatischen Begegnung musste erstmals beim diesjährigen World Matchplay das Sudden-Death-Leg über den Sieger entscheiden.
Bunting erwischte den besseren Start und erspielte sich dank eines brillanten 121er-Checkouts eine frühe 2:0-Führung. Zonneveld fand anschließend besser in die Partie und verkürzte nach einem vergebenen 104er-Finish zunächst auf 1:2, ehe Bunting den Vorsprung wieder auf 3:1 ausbaute.
Der Niederländer blieb jedoch dran. Nach dem 3:2 entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Spieler immer wieder mit starken Checkouts glänzten. Besonders spektakulär verlief ein Leg, in dem Zonneveld nach einem herausgefallenen Dart bei einer möglichen 180 mit einem starken 124er-Finish antwortete und auf 3:4 verkürzte.
Bunting behauptete zunächst die Führung und setzte sich bis zur Pause auf 6:4 ab. Doch Zonneveld ließ nicht locker und profitierte immer wieder von vergebenen Doppeln seines Gegners. Zwar zog Bunting zwischenzeitlich auf 8:5 davon, doch der Niederländer kämpfte sich mit großem Kampfgeist zurück.
Stephen Bunting
Mit einem herausragenden 164er-Checkout verkürzte Zonneveld auf 7:8 und drehte die Partie wenig später sogar zu einer 9:8-Führung. Bunting rettete sich jedoch in die Verlängerung, nachdem beide Spieler mehrere Matchdarts ungenutzt gelassen hatten.
Auch in den Extra-Legs blieb das Niveau außergewöhnlich hoch. Zonneveld ließ zunächst drei Matchdarts zum 11:9 aus, ehe Bunting mit einem starken 118er-Checkout zum 10:10 ausglich. Danach wechselte die Führung mehrfach, ohne dass sich einer der beiden entscheidend absetzen konnte.
Beim Stand von 12:12 musste schließlich das Sudden-Death-Leg entscheiden. Beide Spieler vergaben zunächst ihre Chancen auf die Doppel, ehe Bunting schließlich die Doppel 16 traf und sich nach einem epischen Schlagabtausch doch noch den Einzug in die nächste Runde sicherte.

Aspinall besiegt seinen engen Freund Cullen, während Rock den Angriff auf Woodhouse zum Abschluss bringt

Nathan Aspinall traf im letzten Match des Abends auf seinen engen Freund Joe Cullen und setzte sich am Ende souverän mit 10:5 durch.
Dabei spielte Aspinall einen Average von 105 Punkten und knüpfte damit an die starke Form an, die er am vergangenen Wochenende phasenweise in Leverkusen gezeigt hatte. Zuletzt hatte er offen eingeräumt, dass sein Herz nicht immer vollständig am Dartsport gehangen habe. Diese Leistung dürfte ihm deshalb besonders viel Selbstvertrauen geben.
In der ersten Session bekamen die Zuschauer mehrere hochklassige Legs zu sehen, Breaks blieben jedoch zunächst aus. Für das Highlight sorgte Aspinall mit einem brillanten 167er-Finish, das ihm eine 3:2-Führung zur Pause bescherte.
Nach der Unterbrechung gelang „The Asp“ schließlich der Durchbruch. Zunächst checkte er 91 zum 4:2, ehe er mit der Doppel 6 seinen Vorsprung auf 6:2 ausbaute.
Cullen antwortete umgehend und schaffte mit einem 65er-Finish das Rebreak zum 3:6. Anschließend hielt er seinen Anwurf auf der Doppel 16 und bestrafte weitere Fehler seines Gegners. Nachdem Aspinall 120 nicht löschen konnte und Cullen zunächst 92 verpasst hatte, kehrte „The Rockstar“ zurück, traf die Doppel 9 und verkürzte auf 5:6.
Doch Aspinall übernahm schnell wieder die Kontrolle. Mit einem 71er-Finish gelang ihm das direkte Rebreak zum 7:5. Cullen verpasste danach ein 170er-Finish zum erneuten Break, woraufhin Aspinall die Doppel 14 traf und auf 8:5 stellte.
Von diesem Moment an ließ Aspinall nichts mehr anbrennen. Er gewann auch die letzten beiden Legs, machte den 10:5-Erfolg perfekt und zog verdient in die nächste Runde ein.
Nathan Aspinall jubelt.
Nathan Aspinall will in Blackpool den Funken entzünden.
Aspinall schaffte ein weiteres Break, obwohl Cullen mit einer 180 noch einmal Druck machte und sich 77 Rest stellte. „The Asp“ erhöhte dennoch auf 9:5 und machte den Sieg anschließend auf der Doppel 20 perfekt.

Josh Rock hatte mit Luke Woodhouse weniger Mühe als erwartet

Josh Rock hatte unterdessen mit dem unangenehm zu spielenden Luke Woodhouse deutlich weniger Mühe als erwartet. Woodhouse verpasste bei 85 Rest die Doppel 20 zum Halten seines Anwurfs. Zwar bekam er danach noch eine weitere Chance, doch schließlich durfte Rock ein 107er-Finish angehen. Auch er ließ zunächst die Doppel 20 liegen.
Woodhouse vergab anschließend weitere Möglichkeiten auf der Doppel 2, ehe Rock mit seinem letzten Dart die Doppel 20 traf und zum 5:2 breakte. Kurz darauf verpasste Woodhouse bei 122 Rest das Bullseye. Rock kehrte zurück, traf die Doppel 16 und erhöhte mit eigenem Anwurf auf 6:2.
Auch ein mögliches 164er-Finish ließ Woodhouse liegen. Rock nutzte die Gelegenheit erneut und traf die Doppel 15 zum nächsten Break und zum 7:2.
Beim Stand von 7:2 vergab Rock drei Darts auf das 8:2 und gab Woodhouse dadurch noch einmal eine Chance bei 90 Rest. Der Engländer verfehlte jedoch das Bullseye zum 7:3, woraufhin Rock auf der Doppel 4 doch noch zum 8:2 traf.
Rock ließ später ein 161er-Finish ungenutzt, und Woodhouse verkürzte mit einem 84er-Finish über das Bullseye auf 3:8. Danach verpasste er bei 140 Rest die Doppel 10. Rock checkte 97 zum 9:3 und war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt.
Woodhouse holte sich mit der Doppel 8 noch ein weiteres Leg zum 4:9, doch Rock ließ nichts mehr anbrennen und setzte sich am Ende souverän mit 10:4 durch.

Hier geht’s zum vollständigen Live-Ticker

Das World Matchplay 2026 begann: In den legendären Winter Gardens von Blackpool wurden am Samstagabend die ersten vier Erstrundenpartien des zweitgrößten PDC-Ranglistenturniers des Jahres ausgetragen. Aus deutscher Sicht richtete sich der Blick vor allem auf Niko Springer. Der 26-Jährige feierte sein Debüt beim World Matchplay und bekam es dabei direkt mit Titelverteidiger Luke Littler zu tun. Zuvor eröffneten Josh Rock und Luke Woodhouse den Turnierklassiker, ehe Stephen Bunting auf Niels Zonneveld traf. Zum Abschluss des Abends kam es zum englischen Kumpel-Duell zwischen Nathan Aspinall und Joe Cullen.
Klatscht 5Besucher 2
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading