Deta Hedman hat sich nur mit Mühe für das Viertelfinale der WDF Weltmeisterschaft qualifiziert. Die 64-jährige Engländerin besiegte in ihrem Auftaktspiel die Niederländerin Aletta Wajer mit 2-1.
Hedman war gegen Wajer alles andere als zufrieden. "Es war ein sehr schwieriges Spiel und ich hatte Mühe, in meinen Rhythmus zu kommen. Meine Leistung war angemessen, aber sicher nicht großartig", sagte Hedman. "Aber am Ende zählt nur der Sieg, schließlich muss man bei einer Weltmeisterschaft wie dieser auch die weniger wichtigen Spiele zu Ende bringen."
Was ihre Form angeht, bleibt Hedman skeptisch: "Ich hatte vor zwei Jahren eine Sehnenentzündung in der Schulter. Das ist behandelt worden, aber seitdem erreiche ich nicht mehr mein konstantes Niveau von früher. Manchmal spiele ich immer noch großartige Matches, aber manchmal zieht es überhaupt nicht mehr. Das ist ziemlich frustrierend."
Hedman ist in der Vergangenheit schon oft im Lakeside aufgetreten. "Ich habe hier viele Erinnerungen, viele gute, aber auch einige schlechte. Ich träume immer noch vom Weltmeistertitel", erzählte Hedman, die bisher drei WM-Finale verloren hat.
"Mit meinem besten Niveau kann ich immer noch gegen jeden gewinnen", fuhr sie fort. "Aber weil ich weniger konstant bin, kann es auch schnell gehen. Jeder sagt mir immer, dass ich nie Weltmeisterin geworden bin, aber ich habe drei Finale erreicht, es gibt viele Spielerinnen, die nicht einmal zu einer Weltmeisterschaft kommen."
Hedman hat in ihrer beeindruckenden Karriere so ziemlich alles gewonnen, was es außerhalb der WM zu gewinnen gibt. Sie hat sogar mehr offizielle Titel auf ihrem Konto als Phil Taylor. "Aber ich muss mit 64 immer noch Vollzeit arbeiten, was ich übrigens schon meine ganze Karriere lang getan habe. Viele Leute mögen das nicht glauben, wenn ich das sage, aber ich brauche das Geld, um meine Dart-Karriere zu finanzieren. Ich würde also gerne das Bankkonto von Phil haben", lacht sie.
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