ANALYSE | Wessel Nijman vor dem Sprung in die Top 8: Der nächste Schritt scheint nur eine Frage der Zeit

PDC
Dienstag, 30 Juni 2026 um 16:30
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Wessel Nijman ist ohne Zweifel eine der besten Spieler der aktuellen Saison in der Dartswelt. Der Niederländer entwickelte sich von einem Spieler, der vor allem auf der ProTour erfolgreich war, zu einem ernsthaften Anwärter auf die größten TV-Turniere, nicht zuletzt dank seiner zwei Triumphe auf der European Tour.
Der nächste Schritt scheint daher nur eine Frage der Zeit zu sein. Ein Einzug in die Top Ten – und womöglich sogar in die Top Acht der PDC Order of Merit – liegt in Reichweite. Das würde nicht nur seinen Status weiter festigen, sondern auch die Tür zu neuen Auszeichnungen öffnen, etwa eine Einladung zur Premier League Darts.
Nach seiner Sperre wegen Matchfixings hat Nijman einen außergewöhnlichen Weg zurückgelegt. Auch wenn ihn diese Vergangenheit wahrscheinlich immer begleiten wird, spricht seine sportliche Entwicklung für sich. Mit acht Rankingtiteln in einer Saison hat er sich deutlich in den Kampf um einen Platz in der absoluten Weltspitze gemeldet.

Von der Sperre zur Sensation: die bemerkenswerte Wiederauferstehung von Wessel Nijman

Nijman bestreitet mittlerweile seine dritte Saison auf der PDC Tour und hat jedes Jahr große Schritte gemacht. Das bescherte ihm seine bisher höchste Platzierung, Rang vierzehn in der Weltrangliste. Vor nicht einmal sechs Jahren schien seine Karriere jedoch vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte.
Im August 2020 wurde der damals 20-jährige Niederländer wegen Matchfixings während eines Spiels in der Modus Super Series gesperrt. Die Darts Regulation Authority (DRA) verhängte eine Sperre von zweieinhalb Jahren, wodurch er bis Februar 2023 nicht an offiziellen DRA-Turnieren teilnehmen durfte.
Seit seiner Rückkehr hat Nijman allerdings nahezu ununterbrochen beeindruckt. Nachdem er 2023 erneut seine Tour Card erobert hatte, gewann er sofort drei Development Tour-Titel und zwei Challenge Tour-Turniere. Von Rost oder Anpassungsproblemen war kaum etwas zu sehen.
2024 folgte der endgültige Durchbruch auf der ProTour. Er erreichte das Finale von Players Championship 15, in dem er mit 6:8 gegen Luke Littler verlor, holte später in der Saison aber doch noch seinen ersten Players Championship-Titel, indem er Stephen Bunting im Endspiel bezwang. Mit mehreren Halbfinal- und Viertelfinalteilnahmen startete Nijman zudem als geteilte Nummer fünf der Favoriten in die WM.
Während Nijman auf dem Floor bereits zur absoluten Spitze zählt, bleibt die TV-Bühne vorerst seine größte Herausforderung. Bei der WM scheiterte er direkt in Runde zwei an Joe Cullen, während er beim Grand Slam of Darts trotz eines beeindruckenden Averages von 107,67 ohne Sieg die Heimreise antrat.
Genau diese Resultate illustrieren das einzige Element, bei dem der Niederländer noch zulegen muss. Sein Niveau entspricht bereits dem eines Weltklassespielers, doch im Fernsehen hat er das noch nicht dauerhaft bestätigt.
Dennoch bildete 2024 die perfekte Basis für seine beeindruckende Saison 2026. Inzwischen hat Nijman bereits acht Rankingtitel geholt, darunter sechs Players Championships und zwei European Tour-Turniere (ET2 und ET9). Damit zählt er mittlerweile bei nahezu jedem Rankingturnier, an dem er teilnimmt, zum Favoritenkreis.
Seine Zahlen untermauern diesen Status. Mit einer Siegquote von stolzen 82 Prozent weist Nijman 2026 die höchste Erfolgsquote aller PDC-Tour-Card-Inhaber auf. Zudem verzeichnet er mit einem Jahresaverage von 97,70 den fünftbesten Saisonschnitt des gesamten PDC-Zirkus.
Von den £550.250, die er inzwischen in der PDC Order of Merit gesammelt hat, wurde mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) bei den Players Championships verdient. Lediglich 20,1 Prozent seines Preisgeldes stammen bislang aus TV-Turnieren, was das vorhandene Entwicklungspotenzial verdeutlicht.
Nach seinem ersten Triumph auf der European Tour betonte Nijman selbst, wie wichtig dieser Sieg für ihn war. „Ein Turnier auf so einer Bühne zu gewinnen, war wahrscheinlich das Beste, was an diesem Wochenende passieren konnte. Das ist vorerst meine beste Leistung.“
Dieses kleine Wort „vorerst“ sagt vielleicht alles. Der Niederländer hat gezeigt, dass er den Floor dominieren und inzwischen auch auf der European Tour gewinnen kann. Der logische nächste Schritt ist, diese Form dauerhaft auf die TV-Bühnen zu übertragen.
Gelingt ihm das, scheint ein Platz in den Top Acht der Weltrangliste – und damit womöglich auch eine Einladung zur Premier League Darts – nur eine Frage der Zeit.

Wessel Nijman in Zahlen

StatistikZahlen
Weltrangliste 14.
Preisgeld Order of Merit £550.250
Rückstand auf Top 8 £62.750
Alter 26 Jahre
Ende der Sperre Februar 2023
Siegquote 2026 82%
Jahresaverage 2026 97,70
Average-Ranking PDC 5.
Preisgeld 2026 £278.500
Players Championship-Titel 2026 6
European Tour-Titel 2026 2
Conversion Players Championships 30% (6 aus 20)
Spiele mit einem Average über 100 24

Der König des Floors: Nijmans beispiellose Dominanz auf der ProTour

Sechs Turniersiege in zwanzig Players Championships. Diese Zahlen allein sprechen Bände über Wessel Nijmans Dominanz auf der ProTour 2026. Fügt man noch 24 Partien mit einem Average über 100 hinzu, wird klar, warum derzeit fast jeder Spieler lieber jemand anderen als den Niederländer erwischen würde. Sollte Nijman erneut „verbannt“ werden, wäre das für seine Floor-Konkurrenten eher eine Erleichterung als eine Strafe.
Als Nummer eins der ProTour Order of Merit hat Nijman mittlerweile einen Vorsprung von satten £117.500 auf seinen nächsten Verfolger, Ross Smith. Diese deutliche Marge ist die logische Folge einer beeindruckenden Titelsammlung bei Players Championship 2, 8, 10, 12, 14 und 21. Auffällig ist, dass er nur in den Finals von Players Championship 12 und 21 einen Average unter 100 notierte, was unterstreicht, dass er gerade in den entscheidenden Momenten sein höchstes Niveau abruft.
Am Ende bringt ein Erstrundensieg mit einem Average von 80 genauso viel Preisgeld ein wie einer mit 100. Für einen Topsportler geht es jedoch darum, zu den Zeitpunkten zu glänzen, an denen die Preise vergeben werden. Und darin brilliert Nijman aktuell. Players Championship 10 war vielleicht das beste Beispiel für Nijmans derzeitiges Level. An einem Tag produzierte er gleich drei Averages über 108.
Gegen Karel Sedlacek notierte er in den Letzten 32 einen Average von 109,98, anschließend wurde Beau Greaves im Viertelfinale mit 109,71 bezwungen. Auch Luke Woodhouse musste im Halbfinale dran glauben, dank eines Averages von 108,46 des Niederländers. Es ist längst nicht mehr die Frage, ob Nijman die Weltspitze schlagen kann. An seinen besten Tagen spielt er schlicht auf einem höheren Niveau als viele seiner direkten Konkurrenten.
Wessel Nijman ballt die Faust.
Wessel Nijman, eine wahre Offenbarung.
Das zeigt sich auch an den Namen auf seiner Ehrenliste. So besiegte er Gerwyn Price im Finale der European Tour 2 und setzte sich zuvor bereits gegen Stephen Bunting durch, während auch Spieler wie Jermaine Wattimena, Ryan Searle und Gary Anderson gegen Nijmans 100+-Averages chancenlos blieben.
Wo er früher vor allem versuchte, seinen Gegner zu besiegen, spielt Nijman heute in erster Linie gegen das Board. An seinen besten Tagen macht die Qualität seines eigenen Spiels den Gegner nahezu irrelevant. Nach seinem Sieg bei Players Championship 10 brachte er es gegenüber der PDC treffend auf den Punkt: „Wenn ich einmal in diesen Flow komme und gut spiele, kann ich das den ganzen Tag durchziehen.“
Diese Aussage fasst perfekt zusammen, was sich verändert hat. Wo ein Top-Tag früher einen Average um die 95 bedeutete, liegt seine Spitze inzwischen dauerhaft über 105.
Dennoch bleibt ein wichtiger Vorbehalt. Auf dem Floor werden Matches über maximal fünfzehn Legs gespielt. Im Fernsehen, insbesondere bei Turnieren wie dem World Matchplay, können Partien bis auf 25 Legs oder mehr anwachsen. Genau dort liegt vorerst noch die größte Herausforderung für Nijman.
An seinem Spiel fehlt wenig. Er scort mühelos, trifft in den richtigen Momenten und verfügt mit einer Checkout-Quote von 44,18 Prozent zudem über exzellente Doppel. Demgegenüber stehen jedoch bislang „nur“ £108.250 an Preisgeld bei TV-Turnieren – eine Summe, die in keinem Verhältnis zu seinen Leistungen auf der ProTour steht.

Wessel Nijman in Finals von Players Championships Turnieren (2026)

TurnierGegnerErgebnisAverageResultat
Players Championship 2 Gerwyn Price 8-7 102,78 Sieg
Players Championship 4 Luke Humphries 6-8 92,87 Niederlage
Players Championship 8 Joe Cullen 8-4 97,70 Sieg
Players Championship 10 Scott Waites 8-2 101,34 Sieg
Players Championship 12 Jermaine Wattimena 8-5 96,84 Sieg
Players Championship 14 Max Hopp 8-1 104,62 Sieg
Players Championship 21 Ryan Searle 8-6 96,56 Sieg

Auf den großen Bühnen

Auf dem Floor zu performen ist das eine, aber auf den großen TV-Bühnen gelten andere Gesetze. Während Players Championships und European Tours zunehmend Nijmans Terrain geworden sind, bleiben die Majors vorerst die größte Herausforderung seiner Karriere.
Seine Ergebnisse unterstreichen diesen Unterschied. Bei der WM kam er in zwei Teilnahmen nicht über die Letzten 64 hinaus, während er beim World Matchplay 2025 und beim Grand Slam of Darts 2025 das Achtelfinale erreichte. Im Alexandra Palace verlor er zudem zwei Jahre in Folge mit 0:3 in Sätzen: zunächst gegen Joe Cullen und anschließend gegen Gabriel Clemens, wobei er gegen den Deutschen deutlich unter seinem üblichen Niveau blieb. Das deutet darauf hin, dass ihm vor allem das längere Format noch nicht liegt.
Der Spieler aus Uitgeest ist auf der ProTour an Matches über maximal sechs, sieben oder acht gewonnene Legs gewöhnt. Bei TV-Turnieren ist das anders. Mit einem Debüt beim World Matchplay und World Grand Prix und erst seinen zweiten Teilnahmen an UK Open, Grand Slam und WM fehlt Nijman schlicht noch die Erfahrung in diesen längeren Formaten.
Dabei ist anzumerken, dass er häufig direkt auf absolute Weltklassespieler traf. So verlor er beim Grand Slam gegen Luke Littler und beim World Matchplay gegen James Wade, Gegner, denen er auf der ProTour deutlich seltener begegnet.
Auf dem Floor kann Nijman Gegner oft früh unter Druck setzen und dank seines Scorings schnell wegziehen. In längeren Matches gegen Spieler auf ähnlichem Niveau funktioniert das weitaus weniger zwangsläufig. Das zeigte sich etwa beim Grand Slam of Darts 2024, wo er alle drei Gruppenspiele verlor, obwohl er in zwei dieser Duelle Averages deutlich über 100 spielte.
Sein Niveau war hervorragend, brachte aber keinen einzigen Sieg ein. „Du kannst nicht auf dem Floor so gut spielen und nicht auf den großen Bühnen. Es ist nur eine Frage der Zeit“, sagte Nijman selbst.
Gegen Spieler aus den Top Vier der Welt erreicht Nijman eine Siegquote von 40 Prozent. Er feierte überzeugende Erfolge gegen Gian van Veen – mit einem Average von 112,87 bei einem 6:1 – und Michael van Gerwen, während er zweimal gegen Luke Humphries verlor. Luke Littler traf er 2026 noch nicht. Die Qualität, die absolute Weltspitze zu schlagen, ist also vorhanden. Die Herausforderung besteht vor allem darin, dieses Level über längere Matches zu halten.
Das zeigte er zuvor auch beim World Matchplay 2025, wo er Nathan Aspinall mit 10:6 besiegte und einen Average von 101,72 notierte. Ebenso belegen seine beiden 3:0-Siege über Karel Sedlacek bei der WM, jeweils mit einem Average über 100, dass er auch im Fernsehen ausgezeichnet spielen kann.
Das Problem liegt daher weniger in seinem Scoring, sondern in der Struktur der längeren Formate. Satzspiele legen mehr Gewicht auf entscheidende Doppel, während Spieler zudem häufiger die Chance bekommen, sich nach einer schwächeren Phase zurück in die Partie zu kämpfen.
Mit mehr Erfahrung werden diese Situationen wahrscheinlich von selbst vertrauter. Je öfter Nijman im Fernsehen spielt, desto normaler werden die Druckmomente und desto eher wird er die entscheidenden Doppel so angehen können, wie er es auf der ProTour bereits tut. Gelingt ihm das, steht wenig im Weg, seine beeindruckenden Floor-Leistungen auch auf die größten TV-Bühnen zu übertragen.

Wessel Nijman bei Majorturnieren seit 2024

TurnierJahrRundeResultatErgebnisLegsAverage
Weltmeisterschaft 2025 Letzte 128 Sieg vs. Sedlacek 3-0 12 100,91
Weltmeisterschaft 2025 Letzte 64 Niederlage vs. Cullen 0-3 13 98,01
Weltmeisterschaft 2026 Letzte 128 Sieg vs. Sedlacek 3-0 12 100,91
Weltmeisterschaft 2026 Letzte 64 Niederlage vs. Clemens 0-3 13 91,96
World Matchplay 2025 Letzte 32 Sieg vs. Aspinall 10-6 16 101,72
World Matchplay 2025 Letzte 16 Niederlage vs. Wade 5-11 16 94,78
Grand Slam of Darts 2024 Gruppenphase Niederlage vs. Bunting 4-5 9 106,51
Grand Slam of Darts 2024 Gruppenphase Niederlage vs. Rock 3-5 8 105,39
Grand Slam of Darts 2024 Gruppenphase Niederlage vs. Van Veen 4-5 9 111,10
Grand Slam of Darts 2025 Gruppenphase Sieg vs. Rock 5-4 9 101,39
Grand Slam of Darts 2025 Gruppenphase Sieg vs. Ashton 5-0 5 96,35
Grand Slam of Darts 2025 Gruppenphase Niederlage vs. Van Veen 3-5 8 94,08
Grand Slam of Darts 2025 Letzte 16 Niederlage vs. Littler 4-10 14 94,94
World Grand Prix 2025 Letzte 32 Niederlage vs. Cross 1-2 15 84,60
UK Open 2024 Letzte 96 Niederlage vs. De Decker 3-6 9 88,16
UK Open 2025 Letzte 96 Niederlage vs. Williams 4-6 10 89,48
UK Open 2026 Letzte 64 Sieg vs. Van Barneveld 10-1 11 102,39
UK Open 2026 Letzte 32 Niederlage vs. Price 5-10 15 100,11
European Championship 2025 Letzte 32 Niederlage vs. Van Gerwen 5-6 11 96,57

Die Lücke zur Top Acht: wie nah ist Wessel Nijman?

Wessel Nijman steht aktuell auf Rang vierzehn der PDC Order of Merit, doch der Abstand zur Top Acht ist geringer, als es auf den ersten Blick scheint. Josh Rock belegt derzeit mit £613.000 an Preisgeld den achten Platz, nur £62.750 mehr als der Niederländer.
Genau diese Top Acht ist wichtig. Nicht nur wegen des Prestiges, sondern auch, weil ein Platz in diesem Bereich Nijman deutlich für eine Einladung zur Premier League Darts ins Spiel bringt. Die zweite Hälfte des Jahres 2026 wird daher entscheidend. Vor allem das World Matchplay bietet eine hervorragende Chance, einen großen Sprung in der Rangliste zu machen.
„Mein Ziel war es einfach, für Blackpool gesetzt zu sein“, sagte Nijman zuvor der PDC. Damit unterstrich er, dass seine Setzposition das Resultat von zwei Jahren konstanter Leistungen ist und nicht nur eines starken Jahres. Als Nummer 14 der Setzliste reist er in die Winter Gardens.
Zwischen Nijman und der Top Acht liegen derzeit Chris Dobey, Gary Anderson, Ryan Searle, Danny Noppert und Stephen Bunting. Keiner von ihnen ist außer Reichweite. Im Gegenteil: Eine starke Serie bei den TV-Turnieren kann bereits den Unterschied ausmachen.
Josh Rock bei den US Darts Masters 2026
Josh Rock könnte schnell ins Visier geraten.
Hinzu kommt, dass Nijman kaum Preisgeld zu verteidigen hat. Aus seinen Ergebnissen von 2024 stehen lediglich £83.250 an Preisgeld bei den großen TV-Turnieren auf dem Spiel. Ein Halbfinale oder Finale bei einem Major könnte ihn daher auf einen Schlag in Richtung Top Acht katapultieren.
Auch wenn der World Grand Prix auf dem Papier gut zu seiner starken Doppelquote zu passen scheint, liegt seine größte Chance womöglich bei der European Championship.
Als aktueller Nummer eins der European Tour Order of Merit dürfte Nijman als Topgesetzter nach Dortmund reisen. Zudem wird dort in der ersten Runde über ein vergleichsweise kurzes Format (Best of 11 Legs) gespielt, ein Format, in dem sich der Niederländer in den vergangenen Monaten besonders hervorgetan hat.
Seine zwei European Tour-Titel beweisen zudem, dass er inzwischen auch auf der Bühne große Turniere gewinnen kann. Der überzeugende Sieg über Gian van Veen, in dem er einen Average von 112 notierte, war dafür vielleicht das beste Beispiel. Das World Matchplay wird zeigen, ob sich diese Entwicklung auch auf die größten TV-Turniere übertragen lässt.

Rückstand auf die Top Acht

PositionSpielerPreisgeldVorsprung auf Nijman
8 Josh Rock £613.000 £62.750
9 Stephen Bunting £612.250 £62.000
10 Danny Noppert £597.500 £47.250
11 Ryan Searle £588.250 £38.000
12 Gary Anderson £577.000 £26.750
13 Chris Dobey £567.000 £16.750
Auf Basis seiner Leistungen zählt Nijman inzwischen zu den Spielern, die ernsthaft für die Premier League Darts genannt werden dürfen. Seine Statistiken sprechen für sich: eine Siegquote von 82 Prozent, der siebtbeste Jahresschnitt auf der Tour, die drittbeste Doppelquote und £278.500 an Preisgeld, trotz des Ausbleibens eines echten Durchbruchs bei der WM. Der Weg von Rang vierzehn zu Platz acht ist anspruchsvoll, doch alles deutet darauf hin, dass dieser Schritt machbar ist.
Nijman selbst bleibt gelassen unter allen Spekulationen. „Natürlich sehe ich in den sozialen Medien, dass viele meinen Namen für die Premier League ins Spiel bringen. Ich denke nur, dass es dafür vielleicht noch etwas zu früh ist. Natürlich würde ich gerne in der Premier League spielen, aber es muss nicht schon jetzt sein.“
Diese Haltung passt zu seiner Entwicklung. Nijman jagt die Anerkennung nicht krampfhaft, sondern vertraut darauf, dass sie von selbst folgt, wenn die Ergebnisse weiter stimmen.
Seine Leistungen auf dem Floor gehören inzwischen zur absoluten Weltspitze. Der nächste Schritt ist, dieses Niveau auch auf den größten TV-Bühnen dauerhaft zu zeigen. Gelingt das, scheint ein Platz in den Top Acht – und damit eine realistische Chance auf die Premier League – nur eine Frage der Zeit.
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