Luke Littler hat das
US Darts Masters zwar nicht gewonnen, dennoch blickt der Weltmeister auf eine ereignisreiche Woche in New York zurück. Neben seinem Finaleinzug gegen Luke Humphries rückte der 19-Jährige auch abseits des Oches in den Mittelpunkt – unter anderem wegen der neuen Torhymne der englischen Fußball-Nationalmannschaft.
Als England zum Auftakt des Turniers Kroatien besiegte, erklang bei jedem Treffer „Chase the Sun“ von Planet Funk. Der Song ist Darts-Fans bestens bekannt und wird seit Jahren mit der Darts WM in Verbindung gebracht. Nach Angaben der
BBC entschied sich der englische Fußballverband bewusst für den Titel, weil er untrennbar mit dem Dartsport verbunden ist. Zuvor hatte England „Freed from Desire“ von Gala als Torhymne genutzt, während Schottland auf „I'm Gonna Be (500 Miles)“ von The Proclaimers setzt.
Littler freut sich über die Wahl der Torhymne
Als England am Samstagabend Panama bezwang, saß Littler selbst auf der Tribüne und erlebte die neue Torhymne aus nächster Nähe. Rund 15.000 englische Fans stimmten den Song lautstark an.
Luke Littler verpasste zwar den Titel beim US Darts Masters, sorgte in New York aber auch abseits des Oches für zahlreiche Schlagzeilen.
Dass „Chase the Sun“ nun auch im Fußballstadion gespielt wird, brachte einige Fans zu der Vermutung, Littler könnte Einfluss auf die Auswahl gehabt haben. Schließlich hatte der Weltmeister bereits im März das Trainingslager der Three Lions in St George's Park besucht und dort die Three Lions Darts Championship ausgerichtet. Außerdem erhielt er Tickets für das Spiel gegen Panama, da bekannt war, dass er sich wegen des US Darts Masters ohnehin in New York aufhielt.
Littler selbst wies diese Vermutung jedoch zurück. „Ich hatte keinen Anteil daran, dass es ausgewählt wurde, aber es ist schön zu sehen.“ Der Weltmeister freut sich dennoch darüber, dass der wohl bekannteste Song des Dartsports inzwischen auch bei englischen Fußballspielen zu hören ist. „Es ist der wichtigste Song im Darts und hoffentlich schießen wir ein paar Tore und können feiern.“
Obwohl Littler glühender Anhänger von Manchester United ist, verriet er, bislang noch kein Spiel der englischen Nationalmannschaft besucht zu haben. Die bevorstehende Weltmeisterschaft wolle er jedoch intensiv verfolgen.
„Hoffentlich kommt es nach Hause“, sagte Littler. „Mein Freund und ich haben darüber gesprochen. Wir werden einige späte Abende bei wem auch immer zu Hause verbringen.
Ich werde das letzte Gruppenspiel gegen Panama mitnehmen. Ich werde mir das anschauen. Ich kann nicht sagen, dass ich zuvor bei einem England-Spiel war, aber als ich in St George’s Park war, haben sie uns Tickets besorgt.“
Auf Bildern, die auf dem Instagram-Account seines Vaters veröffentlicht wurden, war Littler gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Freundin Faith auf der Tribüne zu sehen.
Boxen, Darts und Fußball: Littler genießt New York
Abseits der Dartsbühne nutzte Littler seine Zeit in New York außerdem, um einen Boxabend im Barclays Center zu besuchen. Im Mittelpunkt standen dabei Weltmeister Jaron „Boots“ Ennis sowie der britische Boxer Ben Whittaker, mit dem sich Littler bereits einige Tage zuvor getroffen hatte. Beide zeigten sich anschließend beeindruckt voneinander.
„Es steht eine sehr große Woche an und jeder weiß, dass ich Boxen liebe. Daher war es großartig, Eddie und Ben Whittaker zu treffen“, sagte Littler gegenüber DAZN. „Ben ist ein großartiger Entertainer und einer der spannendsten Kämpfer. Ich hoffe, wir können beide in New York abliefern.“
Auch Whittaker sparte nicht mit Lob für den Darts-Weltmeister.
„Luke Littler hat in so jungen Jahren so viel erreicht. Es war großartig, ihn zu treffen, und ich bin sicher, er wird den MSG erhellen, so wie ich an diesem Samstag Brooklyn zum Kochen bringen werde.“
Auch abseits des Finales gegen Luke Humphries war Littler in New York omnipräsent. Bereits zu Beginn der Woche absolvierte er gemeinsam mit Ex-Fußballprofi Duncan Ferguson einen TV-Auftritt bei ITV mit Moderatorin Laura Woods. Hinzu kamen zahlreiche weitere Medientermine, darunter ein Interview mit Ariel Helwani.
Den Titel beim US Darts Masters verpasste Littler zwar, dennoch nutzte er seine Zeit in New York in vollen Zügen. Ob Darts, Fußball oder Boxen – kaum ein anderer Sportler prägte die Woche in der Millionenmetropole so sehr wie der amtierende Weltmeister.