DartsNews Podcast: „Die meisten asiatischen Teams sind besonders gefährlich“ – warum die Favoriten beim World Cup in Frankfurt asiatische Überraschungen fürchten müssen
PDC
Der World Cup of Darts 2026 startet am Donnerstagabend in Frankfurt offiziell, und schon in der Gruppenphase drohen einigen Favoriten knifflige Aufgaben.
Die Philippinen, Japan, Hongkong und Singapur gehören nicht zu den gesetzten Nationen, verfügen jedoch allesamt über genügend Qualität, um es den etablierten Namen äußerst schwer zu machen. Im PDC-Doppelwettbewerb, in dem Rhythmus und gegenseitiges Verständnis entscheidend sind, können gerade diese asiatischen Teams für Überraschungen sorgen.
Vor allem die Philippinen gelten als gefährlicher Außenseiter. Alexis Toylo und Paolo Nebrida haben in den vergangenen Jahren bereits bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau für Überraschungen sorgen können. In der jüngsten Ausgabe des DartsNews Podcast wurde insbesondere Toylos unorthodoxes Spieltempo als Faktor genannt, der Gegner deutlich aus dem Rhythmus bringen kann.
Die Moderatoren Kieran Wood und Nicolas Gayer bekamen für ihre ausführliche Vorschau Unterstützung vom Stammgast Finlay Williams. Dabei wurde das philippinische Team als Teil einer breiteren asiatischen Bedrohung herausgestellt, die die Gruppenphase für viele Favoriten deutlich unbequemer machen könnte.
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Philippinen verbinden Qualität mit unangenehmem Spielstil
Die Philippinen haben schon im vergangenen Jahr gezeigt, wozu sie beim World Cup of Darts fähig sind. Paolo Nebrida und Lourence Ilagan überstanden damals ihre Gruppe dank Siegen gegen Lettland und Belgien. Gegen die Belgier lieferten sie zudem eine denkwürdige Leistung ab, indem sie einen 0:3-Rückstand drehten und sieben Matchdarts überlebten, bevor ein sensationeller 4:3-Sieg gesichert wurde.
In diesem Jahr bildet Nebrida ein Duo mit Alexis Toylo. Ihre Aufgabe ist direkt anspruchsvoll: In Gruppe A wartet am Donnerstagabend Gastgeber Deutschland, anschließend geht es noch gegen Neuseeland.
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Wood nannte die Philippinen seinen Lieblingsaußenseiter ohne PDC-Tour-Card-Inhaber. Seiner Meinung nach liegt ihre Stärke nicht nur im Niveau, sondern auch im abweichenden Spielstil.
„Ich entscheide mich für die Philippinen mit Alexis Toylo und Paolo Nebrida. Sie sind schlicht unangenehm zu bespielen wegen ihres einzigartigen Stils, aber vor allem sind sie qualitativ starke Spieler. Wir haben sie schon große Namen auf der PDC-Bühne schlagen sehen. Ich glaube, sie können bei diesem Turnier wirklich weit kommen.“
Nebrida hat auch abseits des World Cup gezeigt, was er kann. Bei den Bahrain Darts Masters besiegte er den ehemaligen Weltmeister Rob Cross und wurde damit der erste Philippiner, der ein Match bei der World Series gewann.
Toylo bringt zudem ein weiteres Waffenmerkmal ein. Sein langsames Tempo kann Gegner aus der Konzentration bringen, während das Doppelformat die Wartezeit zwischen den Aufnahmen ohnehin verlängert.
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„Toylos Spielstil wird den Spielern wirklich Probleme bereiten“, so Wood. „Sie müssen ohnehin schon länger zwischen ihren Aufnahmen warten. Durch die Zeit, die er sich nimmt, fühlt es sich jedes Mal so an, als beginne ein komplett neues Leg, sobald sie wieder an der Oche stehen. Das kann ein großer Vorteil sein, neben der Qualität, die sie ohnehin schon haben.“

Paolo Nebrida kehrt 2026 zum World Cup of Darts zurück
Auch Japan verdient Beachtung
Japan startet am Donnerstagabend seine Kampagne in Gruppe K gegen Kroatien. Später folgt noch ein Duell mit Spanien. Finlay Williams benannte Japan als seinen favorisierten ungesetzten Kandidaten, den man im Auge behalten sollte. Er sieht in Motomu Sakai und Haruki Muramatsu ein besonders starkes Duo.
„Ich wollte mich für Japan entscheiden, weil Motomu Sakai an seinem Tag absolut das Niveau eines Tour-Card-Spielers erreicht. Viele asiatische Spieler haben mit Reise- und Visaproblemen zu kämpfen, weshalb wir sie auf der PDC-Tour seltener sehen, als es ihrem Niveau eigentlich entspricht.“
Sakai hat seine Qualitäten bereits auf der Asian Tour und bei Auftritten auf der Bühne des Alexandra Palace gezeigt. Muramatsu bringt zudem einen großen Erfahrungsschatz mit und befindet sich obendrein in ausgezeichneter Form.
„Haruki Muramatsu ist seit Jahren in der asiatischen Dartswelt dabei und hat in dieser Saison mehrere Titel auf der Asian Tour gewonnen. Zusammen bilden sie für mich ein besonders solides Doppel.“
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Hongkong und Singapur können ebenfalls überraschen
Auch Hongkong und Singapur greifen am Donnerstagabend sofort ins Geschehen ein. Hongkong, vertreten durch Man Lok Leung und Lok Yin Lee, trifft in Gruppe B auf Belgien. Singapur, mit Veteran Paul Lim als Aushängeschild, eröffnet in Gruppe D gegen Irland.
Laut Wood ist die Gefahr aus Asien deutlich breiter als nur durch die Philippinen. „Ich denke, dass die meisten asiatischen Teams gefährlich sind, zumal sie ungesetzt sind. Du hast Hongkong mit Man Lok Leung und Lok Yin Lee, Singapur mit Paul Lim und dazu noch Japan und die Philippinen. Das sind alles Nationen, die Probleme bereiten können.“
Favoriten müssen von Beginn an wach sein
Die asiatische Herausforderung kündigt sich somit bereits am ersten Spieltag an. Die Philippinen eröffnen gegen Deutschland, Hongkong trifft auf Belgien, Singapur spielt gegen Irland und Japan misst sich mit Kroatien.
Für die Favoriten bleibt kaum Zeit, um ruhig ins Turnier zu finden. Deutschland muss mit den Erwartungen des Heimpublikums umgehen; Belgien bekommt sofort einen gefährlichen Außenseiter vorgesetzt und Irland sowie Kroatien dürfen sich keinen Ausrutscher gegen Gegner leisten, die wenig zu verlieren haben.
Für die Philippinen winkt nach ihrem beeindruckenden Sieg gegen Belgien im vergangenen Jahr erneut eine Überraschung. Japan hofft, die starke Form auf der Asian Tour auf die europäische Bühne zu übertragen, während Hongkong und Singapur gerade im kurzen Format der Gruppenphase ihre Chancen wittern dürften.
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Der World Cup of Darts beginnt damit direkt mit einer klaren Warnung an die großen Namen: Unterschätzt die asiatischen Herausforderer nicht.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026












